Wir haben beide Bücher von Volker Heigenmooser geschenkt bekommen: "Leiche im Hafen" und "Leiche im Keller". Es war gut gemeint. Mein Mann und ich haben mal eine zeitlang in Bremerhaven gewohnt. Ich habe mich gleich über die Aufmachung der Bücher gewundert, weil sie so billig anmutet.
Durch die "Leiche im Hafen" habe ich mich tapfer durchgequält. "Die Leiche im Keller" habe ich nicht zu Ende gelesen. Mein Mann ging es genauso. Wir finden beide, dass die Bücher sehr schlecht geschrieben sind. Das hat uns etwas gewundert, zumal der Autor ja ein professioneller Journalist ist, von dem man eigentlich mehr erwarten dürfte. Und sich außerdem noch als Literaturkritiker betätigt! Ein Blick ins Internet verriet dann, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine stehen:
Auch in einem Krimi-Blog schrieb ein professioneller Kritiker sinngemäß, wer gute Krimis lesen will, soll die Finger von diesen Büchern lassen. Recht hat er.
Noch mehr gewundert haben wir uns allerdings über die zahlreichen Grammatik-Fehler, die nicht mehr durch dichterische Freiheit zu erklären sind. Die Bücher sind offenbar nur flüchtig oder gar nicht lektoriert worden. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe im Internet nach dem Schardt-Verlag gesucht. Ich bin dann auf die Äußerungen von Autoren gestoßen, die behaupten, der Verlag hätte ihnen eine Veröffentlichung gegen Zuschuss angeboten. Belegt wurden diese Äußerungen durch einen Brief vom Verlag, den ein Autor ins Netz gestellt hatte. Vielleicht verlangt der Verlag nicht von jedem Autor einen Zuschuss. Aber er tummelt sich offenbar auch im Zuschuss-Geschäft. Und dass sich diese Verlage mitunter nicht so viel Mühe geben, ist ja bekannt. In jedem Fall scheint der Autor offensichtlich für seine beiden Werke keinen besseren Verlage gefunden. Und ich muss sagen: völlig zu Recht.