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Die Lehre der Sainte-Victoire
 
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Die Lehre der Sainte-Victoire [Broschiert]

Peter Handke
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 14. September 1980 --  
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Produktinformation

  • Broschiert: 139 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 3 (14. September 1980)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518030183
  • ISBN-13: 978-3518030189
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 102.261 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Peter Handke, geb. 1942 in Griffen/Kärnten. Nach seiner Kindheit, die er im Berliner Ostsektor und in Griffen verlebte, studierte er in Graz Jura. 1965 brach er nach der Veröffentlichung seines ersten Romans sein Studium ab und arbeitet seither als freiberuflicher Schriftsteller. Er lebte zunächst in Graz, dann in Düsseldorf und Berlin, Paris, Kronberg im Taunus, in den USA und ab 1979 längere Zeit in Salzburg. Zur Zeit wohnt er in Chaville in Frankreich. 1973 wurde Peter Handke mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet und 2007 erhielt er den Berliner Heinrich-Heine-Preis, 2008 den Thomas-Mann-Literaturpreis, 2009 wurde er mit dem Franz-Kafka-Literaturpreis ausgezeichnet.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In den Bergen 5. September 2008
Von Polar
Format:Broschiert
Peter Handkes Werk schwankt zwischen sprachlicher Vollendung und mythischem Überschwang, bei dem der Gegenstand seiner Betrachtung nicht selten überladen erscheint. Anders in Die Lehre der Sainte-Victoire, wo er sich einem Gemälde Paul Cézannes verschreibt und dessen Impressionismus sprachlich annähert. Er streift durch die Landschaft, dessen Gebirge Cézanne immer wieder zum Gegenstand seiner Betrachtung machte. Wo der Maler ein Bild für die Wirklichkeit zu finden suchte, bemüht sich Handke um einen sprachlichen Ausdruck. So entführt Handke uns aus der Hektik der modernen Welt zurück in die Beschaulichkeit eines Umherschweifens, des Flanierens, bei dem er Betrachtungen, wie Erfahrungen sammelt. Wie ein Maler scheint er den einen Augenblick zu suchen, den es festzuhalten gilt. Sprachlich virtuos, läßt der schmale Band Augenblicke der Muße zurück.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pilgern einmal anders 16. Mai 2011
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Über Peter Handke muss man in einer Rezension nicht viel schreiben. Die, die ihn kennen, wissen auch über ihn als Person das Wichtigste. Die, die ihn nicht kennen, werden sich zu seiner Literatur selten verirren. Der 1942 in Kärnten geborene Schriftsteller hat deutsch-slowenische Wurzeln, die sein Interesse an bestimmten Themen erklärt. Man denke an die Kontroverse um sein Buch "Eine winterliche Reise", für das man ihm eine Verharmlosung der serbischen Kriegsverbrechen vorgeworfen hat und immer noch vorwirft. Er wurde in den letzten viereinhalb Jahrzehnten mit Preisen überhäuft, vom Gerhard-Hauptmann-Preis über den Georg-Büchner- und den Franz-Kafka bis hin zum Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur, um nur einige wenige zu nennen.

"Die Lehre der Sainte-Victoire" ist der zweite Teil der Tetralogie "Langsame Heimkehr". Die Entstehung fällt in eine Zeit der Sesshaftigkeit Handkes in Salzburg. Der schmale Band schildert die Suche des Ich-Erzählers nach den Originalschauplätzen vieler Gemälde des großen Impressionisten Paul Cézanne. Es ist ein Durchstreifen der Gegend rund um den Mont Sainte-Victoire in der Provence, der entsprechenden Städte und Ortschaften wie Aix. Einbezogen werden aber auch Schilderungen in Paris (Mont-Valérien), Berlin (Havelberg) und Salzburg. Ohne die berühmten Pilger-Bücher beispielsweise über den Jakobsweg gelesen zu haben, kann ich mir vorstellen, dass dieser Text dazu eine Alternative für Sprachliebhaber sein könnte.

"Es ist ein Buch der Recherche, der Suche und des langsamen Wiederfindens, Sich-Findens, Bewußtsein- und Identität- und Kunstfindens in einer wunderbar einfachen und komplizierten [...] Sprache", meinte Karl Krolow zu dieser Erzählung. Handke malt mit seiner Sprache einen Text wie eine Impressionist oder gar Pointilist seine Bilder. Es ist nicht immer leicht, dem Text zu folgen, ganz bestimmt ist die Erzählung keine Alltagsliteratur zum Zeitvertreib. Handkes Sprache dieser Zeit zeichnet sich durch teilweise überhöhte Metaphern aus, die auch Wortneuschöpfungen wie Beseligungsmoment oder Halbschlafbilder gebiert.

In erster Linie geeignet für Handke-Leser und experimentierfreudige Liebhaber außergewöhnlicher Literatur und Sprache. Mit einhundert Seiten ist die Erzählung kurz genug, um sie auch dann zu Ende zu bringen, wenn sie einen nicht gänzlich für sich einnimmt.
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