Paul Freeman ist ein Newcomer in der internationalen Crime-fiction-Szene, der sich als Quelle der Inspiration seine Wahlheimat Afrika ausgesucht hat. Bei seinem hier vorliegenden Debüt hat er sich vom Leben und vom Alltag in Simbabwe inspierieren lassen, von historischen Stätten und den freundschaftlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen (Afrikaner, Inder, Europäer und gemischtrassiger Menschen).
Der Roman spielt zu einer Zeit, als die Menschen von Simbabwe noch große Hoffnungen auf eine bessere, gerechtere Zukunft hatten ...
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*Es war ein Samstag im April, der erste Samstag in den Schulferien. Die Tage zogen sich endlos dahin wie eine Kette von Bergspitzen, die hinter dem Horizont verschwinden. Obwohl Simbabwe auf den Winter zuging, war es tagsüber immer noch heiß, wenn auch nicht glühend heiß. Allerdings war die Luft in den Morgen- und Abendstunden empfindlich frischer und alles und jeder warf längere, nicht mehr ganz so scharf gezeichnete Schatten.
Carter saß auf einer Parkbank neben dem von einer Palisade aus blassgrünem Holz umgrenzten B-Green des 'Harare City Bowling Clubs'. Machaya hatte vorgeschlagen, sich hier zu treffen. Am Telefon hatte es nach einer dringenden, aber auch geheimnisvollen Angelegenheit geklungen, einer Angelegenheit, die man nur unter vier Augen erörtern sollte ...*
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In Simbabwe ist der Teufel los, als ein Europäer ermordet wird. Das Ministerium für Tourismus befürchtet Einbussen und beauftragt den weißen Sonderermittler James Carter mit umgehender Aufklärung. Doch es handelt sich bei dem toten Portugiesen keineswegs um einen gewöhnlichen Touristen. Vielmehr um einen Abenteurer, der ein Goldversteck seiner kolonialistischen Vorfahren bergen wollte und dabei drei Brüdern aus Mosambik in die Quere kommt - ehemalige Kindersoldaten, die ihr blutiges Metier während des Bürgerkrieges im Nachbarland von der Pike auf erlernt haben.
Der Ehrgeiz, den Fall in Alleinregielösen zu wollen, und das Goldfieber, das allmählich von Carter Besitz ergreift, lassen ihn leichtsinnig werden ...
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Der Autor Paul Freeman bettet in seinem Crime-Fiction-Debüt die Legende des sagenumwobenen biblischen Goldlands Ophir in den simbabwischen Alltag ein - und verweist damit auf die Bedeutung kolonialer Phantasie für die Gegenwart.
Den Zugang zu diesem Buch zu finden ist nicht immer leicht - Hat man aber den Einstieg gefunden, steht man staunend vor der Wunderwelt von Ophir!
Ein beeindruckendes Debüt in einer meiner Meinung nach sehr guten Übersetzung!
Sehr empfehlenswert! -- meint -- Reinhard Busse