Mit "Die Legenden der Albae - Vernichtender Hass" liegt nach ca. 2 Jahren harter Wartezeit der nunmehr 2. Teil des Fantasy-Zyklus über die düsteren Erzfeinde der Zwerge vor. Obwohl das Fantasy - Subgenre Völkerromane schon vor einiger Zeit seinen Zenit überschritten hat, hat es Markus Heitz in den letzten Jahren doch immer wieder geschafft, hier trotzdem zu überzeugen. Ob das beim aktuellen auch Werk auch so sein würde, war eine Frage, die sich wohl alle Fans von "Mahet" gestellt haben.
Der Inhaltsangabe in der Produktbeschreibung ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Nur so viel: Die 652 Seiten lange story setzt da an, wo das letzte Buch aufgehört hat (mit der Eroberung der Festung der Fünften) und die Albae Sinthoras und Caphalor sind wiedermal die (Anti-) Helden der Geschichte. Neben actionlastigen Schlachten und interessantem Einblick in die Beweggründe bzw. Psyche der bösen Spitzohren, gibt es auch viele neue Figuren (z.B. Carmondai, eine Art Albae - Historiker, der die Taten seines Volkes festhält sowie die Zauberschülerin Famenia, die über sich selbst hinauswächst), die für Abwechsung sorgen.
Was sofort positiv auffällt, ist, dass man schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen ist. Zum einen liegt das daran, dass man inzwischen das Heitz'sche Fantasy-Universum schon recht gut kennt (und immer wieder auf Altbekanntes + Liebgewonnenes stößt), zum anderen ist der hervorragende Schreibstil des Autors (kurze Sätze, rasantes Tempo etc.) dafür verantwortlich.
Einige (kleine) Kritikpunkte fallen jedoch (leider) schon ins Auge: Nachdem man die Albae ja schon (von der Zwergen - Reihe und vom letzten Albae - Roman) recht gut kennt, erachte ich die zahlreichen Erwähnungen der schlechten Eigenschaften dieses Volkes inzwischen als ein wenig monoton. Es ist natürlich verständlich, dass ein typischer Albae - Roman u.a. von solchen Beschreibungen lebt; dennoch hätte man hier meiner Meinung nach ein wenig sparen können, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Weiters muss gesagt werden, dass einige Handlungsstränge nicht ganz die (gewohnte) Qualität erreichen können und manche Charaktäre ein wenig blass/einseitig geraten sind.
Dennoch fallen diese Negatipunkte eigentlich kaum ins Gewicht, da das Buch mit einem spannenden Plot punkten kann sowie mit einigen unvorhersehbaren Überraschungen.
Insgesamt ein spannender Fantasyroman, der viele Höhen und ganz wenige Tiefen hat. Folglich kann ich allen Markus Heitz - Fans dieses Werk bedenkenlos empfehlen. Neueinsteiger sollten eher mit der Zwergen - Reihe beginnen oder zumindest mit dem Vorgänger "Die Legenden der Albae: Gerechter Zorn", um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.