Arekh kann es erst gar nicht glauben- die ganze Stadt steht in Flammen!
Also nimmt er den kürzesten Weg in Richtung Stadtmauern, um dem Inferno zu entkommen.
Unterwegs sieht er viele verstümmelte Leichen und einige Soldaten, die nicht zur Stadtwache gehören. Als er auf eine Straßensperre stößt und ihn die Soldaten nicht passieren lassen wollen, tötet er sie kurzerhand. Ein kleines Mädchen beobachtet ihn dabei, sieht in ihm ihre Fluchtmöglichkeit und folgt Arekh.
Erst will der ehemalige Sklave nichts von dem Mädchen wissen, entscheidet sich aber dann doch dafür, sie mitzunehmen. Doch wohin? Ratlos besinnt er sich auf ein altes Ritual seines Volkes: Das Steinorakel- das ihm tatsächlich den Weg weist- in seine alte Heimat.
Nach einer beschwerlichen Reise erreicht Arekh das Dorf, in dem er einst gelebt hat und muss feststellen, dass ihn seine Vergangenheit einzuholen droht, denn jeder Dorfbewohner kann sich an seinen Namen erinnern.
Damit nicht genug, in einem Wirtshaus wird er von einigen aufgebrachten Raufbolden attackiert, die er natürlich besiegt und einige von ihnen sogar tötet.
Diese Missetat hat aber auch eine gute Seite: er wird dazu auserkoren, die Armee von Salmyra zu befehligen, die gegen die Geschöpfe der Abgründe in den Krieg ziehen will.
Arekh ahnt noch nicht, welch gefährliche Reise vor ihm liegt, denn er hat nicht nur furchtbare Kreaturen zum Gegner, sondern auch Altbekannte Weggefährten'
Nachdem mir der erste Teil gut gefallen hat, musste ich auch den zweiten haben. Doch anstatt der Anknüpfung an den spannenden ersten Teil habe ich eine wirr geschriebene Geschichte bekommen, die viele Zeitlücken und Gedankensprünge beinhaltet und nicht immer nachvollziehbar ist.
Der Roman beginnt einige Zeit nach dem ersten Band und lässt viele Fragen offen. Wie ist es Arekh und Ayesha in der Zwischenzeit ergangen? Zweiteres erfährt man im Laufe der Geschichte, doch nicht so, wie man es gerne haben möchte.
Außerdem setzen sich die Zeit,- und Gedankensprünge im Buch weiter fort- so beschreibt das Autorenduo eine Szene mit Arekh, als er den Armeeposten annimmt- 2 Seiten später ist er schon mitten im Kampf.
Und so etwas ärgert mich immer maßlos.
Das Buch wirkt auf mich ein wenig übereilt geschrieben und nicht fertig ausgearbeitet. Dies kann natürlich auch am Übersetzter liegen- was ich ehrlich gesagt nicht glaube.
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen Band als Überleitung zum finalen dritten Teil zu sehen, der hoffentlich wieder das Niveau des Auftaktbandes erreicht.
Mein Fazit: Ein Buch mit wenig nachvollziehbaren Handlungssträngen und lieblos aneinandergereihten Gedankengängen, bei denen der Leser den Faden verliert.
Ein Roman, durch den ich mich mit viel Mühe arbeiten musste.
Hoffentlich reißt das Autorenduo die Geschichte nochmal herum und überrascht mit einem fulminanten Finalteil!