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Die Legende vom heiligen Trinker [Broschiert]

Joseph Roth
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

26. Januar 2010
Andreas ist ein Clochard in Paris. Er schläft unter den Seine-Brücken, statt einer Decke halten ihn alte Zeitungen warm. Und er ist ein Trinker, geradezu ein Säufer. Die Begegnung mit einem Unbekannten, der ihm zweihundert Franc leiht, setzt eine Kette von kleinen Wundern in Gang: ein warmes Essen, eine gründliche Rasur, eine Begegnung mit einer verflossenen Liebe und mit einem alten Freund - und immer wieder der Alkohol. Ein unorthodoxer Heiliger, eine melancholische und versöhnliche Legende, die Joseph Roth als sein Testament bezeichnete.

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Produktinformation

  • Broschiert: 46 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (26. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257239734
  • ISBN-13: 978-3257239737
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 11 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.052.715 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

 

»Mein Testament« hat Joseph Roth seine 1939 entstandene letzte Erzählung genannt, die voll halbversteckter Ironie nichts von dem äußeren Druck zeigt, der auf ihm lastete. Die Legende vom heiligen Trinker erzählt mit großer Br

 

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Joseph Roth wurde 1894 in Schwabendorf bei Brody in Ostgalizien geboren und verstarb am 27.05.1939 in Paris. Roth war als Journalist u.a. in Berlin und Wien tätig, ehe er als Korrespondent für die "Frankfurter Zeitung" alle europäischen Großstädte bereiste. Seit 1933 emigrierte Roth schrittweise über Wien nach Marseille, Nizza und schließlich Paris. Dort verfiel er aus Verzweiflung dem Alkoholismus und verstarb in einem Armenhospital.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traurige Abrechnung mit dem eigenen Leben 26. Juni 2011
Format:Taschenbuch
Roths "Testament" - so wird sein letztes Werk genannt - hat nicht den sprachlichen Esprit seiner vorherigen Werke. Die Geschichte ist eher traurig und wundersam, nicht völlig Fiktion, nicht völlig Realität, endet für den Trinker Andreas, der sich wie in einem Hamsterrad zu bewegen scheint, versöhnlich, kurz und schmerzlos. Die Interpretation gestaltet sich sicher als schwierig, eine Botschäft lässt sich nicht einfach entnehmen; umso interessanter ist es natürlich, die Intention des Autors zu ergründen. Im Endeffekt ist es m. E. eine traurige autobiographische Abrechnung mit dem eigenen Leben, mit seinen Höhen und Tiefen, seinem unvermittelt erlebten Glück, dem wiederholten Absturz durch den Makel der nicht zu zügelnden Sucht.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende eines Clochards 21. Januar 2006
Von xyz-gjw
Format:Taschenbuch
Der Trinker Andreas verbringt sein Leben unter den Bruecken von Paris. Eines Nachts taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, und uebergibt dem Andreas 200 Francs. Andreas soll das Geld am Sonntag zur Heiligen Therese in die Kirche St Marie bringen.

Die Erzaehlung schildert dann (maerchenhaft?) die folgenden drei Wochen: Durch viele kleine Zufaelle (Wunder?) kommt Andreas immer wieder zu kleineren Geldbetraegen. Sein Leben verbessert sich, er trifft eine fruehere Geliebte, einen frueheren Schulfreund (der zum Fussballstar geworden ist), und alle helfen ihm ein wenig weiter. An jedem Sonntag versucht Andreas das Geld zur Heiligen Therese zu bringen. Die ersten beiden Male kommt etwas dazwischen (einmal eine ehemalige Freundin, einmal ein ehemaliger Kollege). Mit dem dritten Mal endet das Buch. Gott gebe uns Trinkern einen so ruhigen und so schoenen Tod wie dem Andreas.

Wunderbar leicht geschrieben, und nicht ganz so wehmuetig und verzagt wie andere Buecher Joseph Roths.

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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Fluß der Illussionen 7. März 2002
Format:Taschenbuch
Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen einfach so auf der Straße 200 Francs geben würde?
Was glauben Sie, würde ein Clochard damit tun, dessen Bett ein Stück Ufer an der Sein zu Paris ist?
Joseph Roth spielt in seiner Erzählung ,,Die Legende vom heiligen Trinker‘‘ diesen Gedanken durch. Andreas, Clochard in Paris und Trinker, erhält jene 200 Francs – von einem wohlgekleideten Herrn. Eine Rückzahlung solle der Kapelle der kleinen heiligen Therese zu gute kommen, äußert sich dieser wohlgekleidete Herr noch kurz und verschwindet in der Dunkelheit.
Und Andreas beschließt, diese kurze Begegnung als denkwürdigen Moment zu nehmen, ihn als seinen Geburtstag zu feiern, als Tag seiner Wandlung zu etwas höherem, und er speist gut und läßt es sich auch sonst wohl ergehen. Und so zieht ihn das Leben dahin wie die Seine die ihr dargebotenen Steine mit sich nimmt. Andreas erwirbt durch einen Aushilfsjob noch ein wenig mehr Geld, vertrinkt und verschläft und verlebt davon einen Teil. Den anderen will er brav am Sonntag zur Messe wie vereinbart der kleinen heiligen Therese übergeben, doch die große schöne Karoline sieht dies anders. Und Andreas lädt sie zum Essen ein. ,,Bei dieser Gelegenheit hatte er das ganze Geld aus der linken inneren Rocktasche hervorgeholt, und nachdem er gezahlt hatte, sah er mit einigem, allerdings durch Weingenuß gemildertem Schrecken, daß er nicht mehr die ganze Summe besaß, die er der kleinen Heiligen schuldete. Aber es geschehen, sagte er sich im stillen, mir heutzutage so viele Wunder hintereinander, daß ich wohl sicherlich die nächste Woche noch das schuldige Geld aufbringen und zurückzahlen werde.‘‘
Und so war alles ganz wie in alten Zeiten.
Bald war ihm auch alles Geld wieder aus den Taschen geflossen, wie einige Pernod in die Kehle und einige wehmütige Tränen aus den Augen. Und sodann glaubte er, die Zeit der Wunder sei vorüber. Doch kaum ist dieser Gedanke zu Ende gedacht, hält er einen neuen Geldschein in der Hand. Und die Seine zieht noch ein wenig übermütiger durch ihr Land. ,,Denn es war einfach ein Wunder, und innerhalb eines Wunders gibt es nichts Verwunderliches.‘‘
Da er nach einer Zeit doch zur kleinen heiligen Therese gelangt, spricht er ,, ,Fräulein Therese!‘ – und tut seinen letzten Seufzer und stirbt. Gebe Gott uns allen, uns Trinkern, einen so leichten und schönen Tod!‘‘
Joseph Roth bedient sich – wie meist in seiner Prosa – einer fabelhaften, leichten, klingenden, melodiösen Sprache. ,,Sein Testament‘‘ - so nennt der Autor selbst ,,Die Legende vom heiligen Trinker‘‘, seine 1939 – kurz vor seinem Tod mit 45 Jahren – letzte entstandene Erzählung. Und er sagt selbst von sich: ,,Ich bin einer von denjenigen, die man Lyriker nennt, oder Narren, oder Bettler, oder alles zugleich.‘‘
Roth, 1894 in Galizien geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg, nahm am ersten Weltkrieg teil, wirkte ab 1918 als Journalist in Wien und Berlin, emigrierte 1933 nach Frankreich, wo er 1939 in Paris starb.
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4.0 von 5 Sternen Super Buch
Ein eindruckvolles Buch , das in etwa beschreibt wie es mit dem unkontrollierten Trinken anfängt.Ich kann es nur jedem Angehörigen empfehlen.
Vor 9 Monaten von Benno Kolm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Roths Erbe - ein Requiem auf das Leben
Mit dieser kurzen Novelle (Sie haben das Büchlein in etwa einer Stunde durch) feiert der begnadete Autor Joseph Roth zum letzten Mal das Leben. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Markus Ertl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Autobiographisch!
Ein offensichtlich wohlhabender Mann taucht eines Tages unter einer Seine-Brücke auf und gibt dem Clochard Andreas 200 Francs, mit dem Auftrag, die der heiligen Therese von... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Kiepura veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein literarischer Genuß
Ein Clochard, auf deutsch ein Landstreicher, in Paris erhält ganz plötzlich und nun immer von Neuem die Chance zu Geld zu kommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2011 von Guenter Brtnik
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Veröffentlicht am 12. September 2010 von Ines Müller
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Mit seiner ruhigen Art verleiht Mario Adorf dem Trinker und Clochard Andreas eine würdige Stimme. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 23. Februar 2010 von Fuchs Werner Dr
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Die Legende vom heiligen Trinker" ist geprägt von Phantasien, die aus Sicht eines Clochards als das große Glück empfunden werden muss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juni 2009 von Ichsoerso
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Wie meistens bei Joseph Roth spielt auch in dieser anrührenden Geschichte über die letzten 3 Wochen im Leben eines Pariser Clochards das Vergehen eine große... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2007 von hartmutw
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