Endlich ist das neue Buch da und dann wird man auf den ersten Seiten nur von Namen erschlagen. Es ist mir ja klar, dass neue Leute in den Plot mit einbezogen werden müssen aber bitte nicht so plump.
Die gesamte Hierarchie von Luskan, der Stadt der Segel, um die es hier geht, wird fast in einem Atemzug durchgehechelt und vor lauter Namen weiß man schon nicht mehr, wie der Titel des Buches war.
In dem Moment mußte ich die erste Lesepause machen, was mir bei allen anderen Büchern noch nie passiert ist, da der Anfang sehr langgezogen und langweilig war.
Das Buch soll ähnlich wie "Der Orkkönig" einen Nebenschauplatz in der Reihe aus anderen Perspektiven beleuchten. Das ist aber hier nicht so gut gelungen wie beim Orkkönig. Hier wurde krampfhaft versucht einen Bogen zu allen Hauptdarstellern zu schlagen, die einfach nicht notwendig sind. In erster Linie geht es um die politischen und demografischen Werte und deren möglicher Wandel in der Stadt Luskan, wobei das Ende tatsächlich bereits im ersten Drittel vorhersehbar wird und trotzdem wird noch schnell ein in diesem Zusammenhang zwar sehr schön geschriebenes aber vollkommmen unnützes Kapitel über das Eiswindtal, seine Bewohner und den Weg des Wulfgar eingeworfen.
Und in welchem Zusammenhang der Erzmagier der Arkanen Bruderschaft sich plötzlich mit dem Orkkönig verbünden will, obwohl jeder weiß, dass ein Friedensabkommen geschlossen wurde, erschließt sich leider gar nicht oder vielleicht erst im nächsten Band.
Meine Schlußfolgerung ist, dass man als Fan das Buch durchaus lesen kann, um sich warmzuhalten, aber ich denke, ich werde es nicht nochmal lesen, da es in Abschnitten tatsächlich einfach langweilig ist.