Das Wichtigste zuerst: Dieser neue Band von R.A. Salvatore über die Abenteuer von Drizzt Do'Urden und seinen Freunden ist definitiv nichts für Einsteiger.
Fans der vergessenen Welten treffen auf den ersten Band der neuen Trilogie, der sich nahtlos an die Geschehnisse in "Die Rückkehr des Dunkelelf" anschließt. Der Orginaltitel der Trilogie "Transitions" (Übergang) läßt zusammen mit dem Prolog bereits Befremdendes ahnen: Es gibt auch gute Orks!
Das ausgerechnet Obould Todespfeil, den Salvatore in immerhin drei Bänden zur Inkarnation des Bösen gemacht hat, diese Wandlung zum Positiven vollzieht, spiegelt das Dilemma des vorliegenden Buches wieder.
Die ganze Geschichte wirkt unausgereift. Das Niveau früherer Bände wird nicht erreicht.
Selbst Salvatores ureigenste Stärke, die furiose Schilderung von Gefechts- und Kampfszenen, kommt hier nicht wie gewohnt zur Geltung. Vielmehr wirken sie aufgesetzt und nicht in die schwache Story integriert.
Die vielen Handlungsstränge greifen nicht wie gewohnt ineinander und wirken unfertig (wie etwa Bruenors Suche nach der versunkenen Zwergenstadt). Andere Aspekte werden nur kurz angerissen (Wulfgars Weg, Nesme) und verschwinden in der Versenkung.
Insgesamt also eine eher schwache Geschichte. Dennoch natürlich ein klarer Kauf für alle Fans, die jedoch nicht zuviel erwarten sollten.