11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genau das richtige für Action-Liebhaber!, 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Legende von Beowulf (Director's Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Vorab kann ich absolut keine der schlechten Rezensionen nachvollziehen.
Die Qualität der Animation wirkt überraschend real und man könnte meinen, dass dieser Film gar keine Animation ist, sondern alle zu 100% echte Schauspieler sind.
Die BGMs und Soundtracks sind grandios komponiert und erheben das epische Gefühl nur noch mehr.
Ich gebe zu, dass die Altersfreigabe ab 12 Jahren keineswegs berechtigt ist und ich sie auch nicht verstehe.
Das Abreißen und Herumschmeißen von Gliedmaßen, Durchbohren von Körpern und folglich die Tonnen an Blut, die fließen, hätten den Testern ins Auge fallen müssen und zumindest eine Freigabe ab 16 hervorrufen sollen. Auch Suizid und vereinzelte Anspielungen auf "schmutzigen" Sex tauchen auf.
Aber nun ja, im angetrunkenen Zustand soll die Auffassungsgabe bekanntlich abnehmen.
Vor allem durch die realistische Darstellung, sollten daher Zuschauer unter 16 Jahren eher nicht dabei sein.
Ebenfalls erwähnenswert ist die aufwändige Motion-Capture-Technik in einem der weltgrößten Studios, speziell für diese Produktion.
Diejenigen, die die schlechten Bewertungen geschrieben haben, sind aus meiner Sicht eher auf Friede-Freude-Eierkuchen-Filme aus, mit einem kitschigen, klischeehaften Happy-End.
Es ist eine Art Gruppenzwang, der sich im 1-2 Sterne-Bereich durchzwängt und vermehrt hat.
Da sich dieses alberne Phänomen des Gruppenzwangs stetig ausbreitet, gehe ich noch kurz auf die 1-Stern-Kritikpunkte ein:
Es wird behauptet, dass die Menschen im Film wie Puppen wirken.
Eines steht fest: Es wurden tatsächlich Puppen verwendet, um die leblosen, durch die Luft geschleuderten Körper möglichst real darzustellen. (Wir erinnern uns: Es ist ein Motion Capture-Film!)
Na wie sieht denn so ein toter Mensch aus, wenn man ihn herumschleudert? Wird er wieder aufstehen? Wird er seine Hände schützend vor den Kopf nehmen?
Nein! Denn sie sind tot! Diese Menschen durch Puppen zu ersetzen, ergibt Sinn! Man hätte ja zudem auch keine lebenden Menschen für solche Stunts verwenden können.
Das zuständige Programm muss ja schließlich ein Objekt haben, welches animiert werden kann.
Es wird behauptet, dass die Story kaum oder gar nicht vorhanden ist!
Kaum oder keine Story bedeutet für mich: Beowulf und seine Recken sitzen im Stuhlkreis und starren sich gegenseitig an und zwar volle 100 Minuten!
Ist das der Fall? Nein! Die Story weist das typische Film-Muster auf: Es gibt eine Exposition, zwei Plot Points, eine Konfrontation und eine Auflösung.
Auch wenn Beowulf des öfteren sehr übertrieben dargestellt wird, ist er ein Charakter, welcher sich entwickelt und Stärken und Schwächen zeigt.
Man muss die Augen und die Ohren offen halten, um etwas vom Film mitzubekommen! Aber wer das nicht macht, empfindet den Film auch als schlecht.
Jeder Einzelne, der an der Produktion des Films beteiligt war, hat mit großer Sicherheit Besseres verdient, als so viele (oft) unbegründete Rezensionen.
Wer die dokumentierten Produktions-Videos zum Film gesehen hat, weiß ihn gewiss mehr zu schätzen. Dort werden die Mühen und der Aufwand gut sichtbar!
Wer actionlastige Animationsfilme mit einer ordentlichen Portion Gewalt mag, ist hier genau richtig.
Auch die Story und alles andere kommt dazu, noch seinen Teil beizutragen und das ist die Kunst an diesem Film!
Einer der besten Animationsfilme überhaupt! Die Legende von Beowulf!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurzweilige Wikinger-Saga aus dem Computer, 24. Juli 2009
"Beowulf" ist ein Heldenlied, dessen Ursprünge irgendwo im frühen Mittelalter liegen. Es erzählt die Geschichte des Gotenkriegers Beowulf, der übers Meer nach Dänemark fährt, um König Hrothgars Heldenhalle vom Monster Grendel zu befreien.
Regisseur Robert Zemeckis hat zwei Könner der Schreibzunft ins Boot geholt, um den etwas sperrigen Bardentext in ein modernes Drehbuch zu verwandeln: der eine ist Roger Avary ("Silent Hill"), der andere niemand Geringerer als Neil Gaiman!
Und auch das Schauspieler-Aufgebot lässt sich sehen: Sir Anthony Hopkins (König Hrothgar), Robin Wright Penn (seine Frau Wealthow), Brendan Gleeson (Beowulfs treuer Mitstreiter Wiglaf), John Malkovich (als Christenpriester) sowie Angeliona Jolie (Grendels goldhäutige Dämonenmutter). Die Hauptrolle hat der hierzulande weniger bekannte Ray Winstone übernommen.
Wobei das "Schauspiel" unter Anführungszeichen zu sehen ist, "Beowulf" wurde nämlich im Motion-Capturing-Verfahren gedreht, bei dem die Stars Trickfiguren ihre Bewegungen leihen. Was Zemeckis in "Polar Express" begonnen hatte, perfektionierte er hier.
Im großen und ganzen halten sich Regie und Drehbuch an den alten Legendenstoff. Was allerdings Grendels Mutter angeht, da liefert der Film ganz neue Antworten. Jolie als umtriebige Dämonin sorgt kraft ihrer erotischen Verführungskünste dafür, dass Könige zu Zeugern von Monstren werden, zuerst Hrothgar, dann Beowulf selbst. Krude!
Das Original von "Beowulf" ist in Altenglisch verfasst. Tatsächlich finden im Film die Dialoge zwischen Grendel und seiner Mutter in dieser alten Sprache statt - ein kreativer Einfall! Übrigens: J.R.R. Tolkien befasste sich als Uniprofessor in Leeds und Oxford intensiv mit "Beowulf".
Eine Schwachstelle hat "Beowulf": Während der goldene Drache am Filmende sehr gut gelungen ist, scheinen den Monsterdesignern bei Grendel die Ideen ausgegangen zu sein: er ist technisch billig gemacht und wirkt lachhaft - wie ein Troll mit Psychoknacks ...
Alles in allem ist Zemeckis "Beowulf" aber die bisher mit Abstand beste Verfilmung der rauen Wikinger-Saga um Beowulf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein