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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mittelalter light...,
Rezension bezieht sich auf: Die Lebküchnerin: Historischer Roman (Taschenbuch)
Eine zum Aufenthalt im Kloster genötigte Nonne mit einem Faible fürs backen, ein Fechtmeister mit Familiengeheimnis, ein Kloster, in dem allem Anschein nach das ganze Jahr nur Lebkuchen verspeist werden, Verrat von vorn bis hinten, Fluchten mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und nicht zu vergessen Mord und Totschlag. Und über all dem, als Alibi, Begründung oder Rechenschaft für all das: die Liebe... Was wie ein Kitschroman klingt - soll eigentlich ein historischer Roman sein.So hat Sybille Schrödter für ihren Roman "Die Lebküchnerin" zwar das mittelalterliche Nürnberg von 1387 als Kulisse gewählt, aber irgendwie hat der mehr oder minder geneigte Leser den Eindruck, daß die Autorin sich beim Schreiben unschlüssig war, wo sie ihren Schwerpunkt legen möchte: Krimi, Backbuch, Liebesschnulze oder doch Geschichtslektion!? Also kommt es zu einem Konglomerat an Themen, dem leider die Entwicklung der einzelnen Personen zum Opfer fällt: so wird einem die Protagonistin zwar als sexy Superheldin am Backofen präsentiert, aber die Einfältigkeit und Naivität, die diese das ganze Buch über an den Tag legt, wirkt mithin einfach nur anstrengend. Und auch die Wandlungen, die sie und neben ihr auch einige andere Personen von jetzt auf gleich durchmachen sind für den Leser zum großen Teil nicht nachzuvollziehen und wirken daher gelegentlich einfach nur lächerlich. Das kann auch die Liebe als Allzweckgrund für all das nicht mehr entschuldigen. Es bleibt also festzuhalten: "Die Lebküchnerin" ist ein historischer Roman ohne Tiefgang, der trotz seiner Zerlegung in drei Teile unstrukturiert wirkt, vielleicht für ein paar nette Abende auf dem Sofa ausreicht, aber ganz sicher kein neues Meisterwerk seines Genres darstellt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Und das nicht nur zur Winterzeit...,
Rezension bezieht sich auf: Die Lebküchnerin: Historischer Roman (Taschenbuch)
Eigentlich wollte ich ja keinen Roman mehr lesen, dessen Titel auf -in endet, zu viele schlechte Erfahrungen! Hier habe ich eine Leseprobe gelesen und habe mir das Buch dann nach Erscheinen gekauft, weil mich die Probe sehr angesprochen hat. Worum geht es?Benedicta wird nach dem Tod des Vaters gegen ihren Willen von der Stiefmutter abgeschoben ins Kloster. Natürlich gefällt es ihr nicht, nach den strengen Ordensregeln zu leben. Nur in der Küche fühlt sie sich wohl, und sie beginnt zu backen. Ein köstliches Lebkuchenrezept - Fastenspeise der Nonnen im Kloster und auch der Mönche der Umgebung - weckt die Aufmerksamkeit der Oberin und des Provinzials: Benedicta soll in großem Stil backen und das Kloster will auch auf den umliegenden Märkten verkaufen. Dumm nur, dass sich Benedicta verliebt hat: Julian, der Neffe der Priorin, hat es ihr angetan, und nach einigen Verwicklungen fliehen die beiden aus dem Kloster. Das geht natürlich nicht gut, die Flucht wird früh entdeckt, Julian getötet und Benedicta und die mit ihr geflohene Köchin Agnes schlagen sich nach Nürnberg durch zu Agnes' Verlobtem Anselm, einem Bäcker. Dort bleiben sie unerkannt, doch Benedicta droht immer die Entdeckung und damit eine harte Strafe. Jetzt wird es noch turbulenter: Anselm sollte nach dem Willen des Vaters Crispin eigentlich Nachbarstochter Lukarde heiraten, ebenfalls Bäckerin. Julian ist nicht tot, sondern erholt sich schwer verletzt auf der väterlichen Burg. Sein Bruder Konstatin lebt als Gewürzhändler in Nürnberg, er und Benedicta lernen sich kennen und verlieben sich, Crispin stirbt (oder wird er ermordet?), und so jagt ein Schicksalsschlag den anderen, ein richtiger Wiggel, wie wir Westfalen sagen. Fast ein wenig zu viel... Aber trotzdem liest sich das Buch schnell und hat mich bald in den Bann gezogen. Es ist flüssig geschrieben und sehr spannend, die Personen sind gut gezeichnet, wenn auch nicht klischeefrei. Alles in allem ein netter historischer Roman! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Backende Lebensbewältigung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lebküchnerin: Historischer Roman (Taschenbuch)
Am Anfang steht das beliebte Volksmärchen-Motiv von der bösen Stiefmutter, die das arme unschuldige Waisenkind, für das sie verantwortlich ist, aus dem Haus jagt. In diesem Fall nicht in den dunklen Wald, sondern in ein Kloster, wo es zwar nicht von wilden Tieren, sondern von fiesen Mitschwestern bedroht wird. Wie gut, dass der Prinz schon vor den Toren steht.Dass Benedicta zusammen mit ihrer Freundin, dem Küchenmädchen Agnes, fliehen kann, erzählt schon der Klappentext. Gemeinsam trotzden die beiden Gefahren und meistern Abenteuer: Ein Problem taucht auf, es folgen lange Diskussionen und Dialoge, dann wird der Gegner einsichtig oder ein Zufall springt zur Hilfe oder ein männlicher Retter bietet sich an. Das Problem ist weg. Dieses Thema und das Vorgehen der Autorin damit wiederholt sich ein paar dutzend Mal in jeweils unterschiedlicher Länge, angefangen vom Passieren des Stadttores über den Einzug in die Bäckerei bis zu diversen Intrigen. Auch Schicksalsschläge werden schnell bewältigt: Tränen, bittere Selbstvorwürfe, gelegentlich eine Ohnmacht, dann ist man drüber weg. Die Szenerie zeichnet das für dieses Genre übliche bunte Stadtbild, das Treiben auf den Märkten, die kleinen Häuschen und die herrschaftlichen Häuser, die Zünfte mit ihren strengen Regeln, Handwerker und Händler, Gefängniswärter und Büttel. Alle Personen sind entweder gut oder schlecht, einige machen eine für den Leser nicht nachvollziehbare Kehrtwendung von böse zu gut. Keine Entwicklung dagegen macht die Protagonistin Benedicta. Ihr sprunghaftes Wesen und ihr bisweilen dämliches Verhalten ziehen sich von der ersten bis zur letzten Zeile. Ein Roman, der sich nicht nur durch die -in-Endung im Titel in die Reihe gleichartiger History-Märchen einfügt. Schnell und mühelos gelesen werde ich ihn vermutlich ebenso schnell und mühelos vergessen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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