Die dreifarbige Glückskatze Mirza lernt das Klosterleben im Kloster Knechtsteden kennen. Neugierig wie Katzen nun einmal sind erkundet sie alle möglichen Geheimnisse der Umgebung und ihrer Bewohner.
Als erstes muss ich erwähnen, dass ich das Buch hauptsächlich wegen der Katze gelesen habe. Historische Romane haben mich bisher nicht wirklich gereizt, auch wenn ich ihnen nie ganz abgeneigt war. Bücher in denen Tiere die Helden sind, das war schon eher eine meiner Vorlieben bisher. Bei Tad Williams Katzenroman "Traumjäger und Goldpfote" bin ich allerdings nicht weit gekommen, fast zu sehr war hier die Welt der Katzen vermenschlicht. Auch bei William Horwoods "Die Wölfe der Zeit" habe ich bisher nur den ersten Teil hinter mir, obwohl sein Adlerroman "Die Flucht des Adlers" mich begeistert hatte.
Dieses Buch hier ist anders. Die Katze Mirza hat einen absolut typischen Katzencharakter, neugierig, schlau und eingebildet, vorsichtig und doch zutraulich gegenüber den Menschen, verspielt und verwöhnt, jederzeit hinter einem Leckerbissen her.
Wer Katzen mag wird mit der Heldin in diesem Buch von Anfang an sympathieren und sie liebgewinnen. Mau!
Die Geschichte an sich lässt sich gut lesen und wird Kapitel für Kapitel spannender. Die Kapitel sind vor allem auch nett untergliedert, und die Katze kommentiert ihren Inhalt fast so als wäre sie selbst die Schriftstellerin.
Bisher habe ich wie erwähnt keinen historischen Roman von Andrea Schacht gelesen, doch die damalige Atmosphäre weiss sie exzellent rüberzubringen, man kann sich das alte Kloster und die einfachen Leute aus jener Zeit sehr gut vorstellen.
Im Gegensatz zu den anderen Rezensenten finde ich den Roman wunderbar in sich abgeschlossen und halte eine Fortsetzung nicht für nötig, auch wenn ein Wiedersehen mit dieser Katze mir bestimmt viel Freude bereiten würde. Mau!