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Wie es der Zufall so will, liest ihn just in diesem haltlosen Moment eine Frau vom Straßengraben auf, die so ganz anders ist als Lucas durchorganisierte, effektive Freundin Anna. Alberta ist für Luca der Anstoß, Anna zu verlassen und sich auf die Suche nach dem Glück zu machen: Danach, "so zu sein, wie man möchte, mit wem man möchte und wo man möchte". Bei Albertas Schwester Maria Chiara scheint er am Ziel seiner Träume zu sein.
Um es gleich vorwegzunehmen: Die Laune eines Augenblicks, der neue Roman des italienischen Kultautoren Andrea De Carlo, erreicht nicht die erzählerische Stärke seiner Vorgänger wie Creamtrain oder Zwei von zwei. Während De Carlo die Frauen Alberta und Maria Chiara spannend inszeniert, ihre Geheimnisse nur zögernd und nie ganz lüftet, wälzt er das Innenleben des etwas larmoyanten Luca so detailliert aus, dass die Grenze zur Langeweile mitunter überschritten wird. Glücklicherweise finden sich daneben immer wieder sprachliche Perlen und elegante Bilder, die den Leser wieder mit dem Selbstfindungsroman versöhnen werden. Männer in der Midlifecrisis scheinen eben zu Nabelschau und Redseligkeit zu neigen. --Beate Strobel
Hier ist der Ich-Erzaehler einer, der aus seinem hecktischen Leben ausgebrochen ist, um einen Reiterhof auf alternative Weise zu fuehren, was er zunaechst mit Begeisterung macht.
Ein Sturz vom Pferd waehrend eines Ausrittes aendert seine Einstellung zum Leben, ihm scheint sein Leben zu entgleiten. Als er versucht, verletzt zum Stall zurueckzuhumpeln, wird er von einer jungen Frau mitgenommen, die einen Kastenwagen faehrt, eine sehr merkwuerdige Szene, denn der Ich-Erzaehler scheint ernsthaft verletzt zu sein, aber die junge Frau nimmt das nicht zur Kenntnis, faehrt ihn auch nicht zum Krankenhaus, sondern zu sich nach Hause, wo ein eifersuechtiger Mann die beiden in Empfang nimmt... eine surrealistische Szene.
Der Ich-Erzaehler verliert durch die Begegnung mit der jungen Frau die Orientierung; sein altes alternatives Leben entgleitet ihm gaenzlich, ohne dass ich wirklich nachvollziehen koennte, warum das passiert. Er wirkt sprunghaft und verwirrt ...
Ich hatte nicht den Eindruck, dass der Ich-Erzaehler sehr ueberzeugend dargestellt ist. Die Frauengestalten sind ebenso (wie oft bei DeCarlo) nicht zu ergruenden. Mich hat das Buch nicht besonders ueberzeugt...
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