Dieser Roman von Kundera erscheint mir mehr als ‚durchwachsen'. Eine offensichtlich genau geplante Konzeption schließt eine Entwicklung ins Konfuse, Zerschlissene mit ein, aber Kunderas Sprache, seine Waffe im Kampf mit der Wirklichkeit, wird zusehends schwächer, leichtsinniger, die Erzählung fällt auseinander. Irgendwie paßt das Vorhaben, einen kleinen, feinen Roman über die Nutzung eines Schlosses in verschiedenen Jahrhunderten und die Vermischung dieser Erzählungen, nicht mehr in seinen Rahmen. Hat Kundera hier die Lust verloren (dies ist die erste Veröffentlichung, die Kundera direkt auf französisch schreibt)? Oder ist mir der tiefere Sinn seiner Lustlosigkeit entgangen?
Sehr gespannt habe ich dieses Buch begonnen, enttäuscht habe ich es weggelegt. Die Mischung stimmt einfach nicht, auch wenn einige Elemente sicherlich lustig, anregend / aufregend, erotisch wirken bzw. wirken sollen - so richtig überzeugen kann der Autor hier jedenfalls nicht - jedenfalls nicht mich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)