| ||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Dazwischen liegen zahlreiche Erzählstränge; Kulturkritik, Assoziationen, erotische Obsessionen, Liebesgeschichten, zwischen denen zunächst einmal keinerlei Verbindung zu bestehen scheint. "Wenn jemand verrückt genug ist, heute noch Romane zu schreiben", bemerkt Kundera in seinem Esssayband Die Kunst des Romans "muss er sie, wenn er sie schützen will, so schreiben, dass man sie nicht adaptieren kann, mit anderen Worten, dass man sie nicht erzählen kann". Die Langsamkeit ist solch ein nicht erzählter Roman -- ein Buch, das aus lose aneinandergefügten Gedankenketten, Überlegungen und Personen besteht.
Am Anfang beschließen ein Schriftsteller, der Milan heißt, und seine Frau Vera, eine Nacht in einem französischen Schloss aus dem 18. Jahrhundert zu verbringen. Während seine Frau schläft, erfindet der Schriftsteller in dieser Nacht eine Reihe von skurrilen Figuren, die sich während eines Fliegenforscherkongresses, der in jenem Schloss stattfindet, begegnen. Der Schriftsteller entwirft diese Schicksale, indem er den Personen freien Lauf lässt, dann und wann ihr Handeln hinterfragt oder es benutzt, um es mit essaysitisch-philosophischen Bemerkungen zu garnieren.
Am Ende der Nacht treffen sich alle Personen am hoteleigenen Swimmingpool, nun ganz entblößt und einer grotesken Lächerlichkeit preisgegeben. Was diese Personen verbindet, bemerkt Vera, als sie in der Nacht aufwacht und glaubt, die vom Schriftsteller entworfenen Phantasien weitergeträumt zu haben: "Du hast mir oft gesagt, dass du eines Tages einen Roman schreiben willst, in dem es kein einziges ernsthaftes Wort gibt. Eine große Dummheit zu deinem Vergnügen. Ich fürchte, der Moment ist gekommen".
Die Phantasien des Schriftstellers wie auch der Roman als solcher sind nichts weiter als ein solches unernstes Szenario, sie sind ein Spiel mit Positionen, ein Spiel mit Menschen, unharmonisch nebeneinandergestellt, assoziativ verknüpft, absurde Verbindungen zwischen den größten Gegensätzen ziehend. Jede Geste wird kommentiert, alles auf seinen Sinn hin abgefragt. Diese Art der Reflexion setzt eine Art des Lebens voraus, die nur als intensiv, weil jeden Augenblick auskostend, bezeichnet werden kann.
Viele Passagen des Romans sind geistreich geschrieben, die philosophischen Bemerkungen essayistisch-intellektuell und die Charaktere sind Kundera gut gelungen, auch haben viele Beschreibungen die notwendige Würze an Originalität und Skurrilität. Letztlich bleibt der Roman allerdings eine Sammlung von Fragmenten, vieles ist kurz angerissen. Die Langsamkeit ist ein Roman, der kein Roman sein darf. Entstanden ist dabei ein Text wie ein zusammenkomponiertes Musikstück, dessen Töne kurz angerissen werden.--Christoph Steven
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Sehr gespannt habe ich dieses Buch begonnen, enttäuscht habe ich es weggelegt. Die Mischung stimmt einfach nicht, auch wenn einige Elemente sicherlich lustig, anregend / aufregend, erotisch wirken bzw. wirken sollen - so richtig überzeugen kann der Autor hier jedenfalls nicht - jedenfalls nicht mich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|