Kurzbeschreibung
Eine Sternschnuppe am Himmel der europäischen Geschichte -- Ein unbekanntes historisches Kapitel spannend und farbig erzählt
Klappentext
Am Ende einer langen Wanderschaft kamen sie aus Pannonien und übernahmen die Reste des römischen Kernlandes. Sie gaben der Lombardei den Namen, errichteten aber auch Königreiche im Benevent und Spoleto. Zuletzt von Karl dem Großen besiegt, gingen die Langobarden auf in dem Völkergemisch, aus dem sich die italienische Nation bilden sollte.
Die Langobarden betraten im Zeitalter der Völkerwanderung, als Europa neu gestaltet wurde, die Bühne der Geschichte. Jahrhundertelang befanden sie sich am Rande des Geschehens, wanderten von Skandinavien bis an die Niederelbe und die Donau, von den Römern nur am Rande wahrgenommen. Da gelang ihnen ein überraschender Coup: Das gesamte Volk zog von Ungarn aus über die Alpen und nahm fast ganz Italien in Besitz. Eine Tatsache, mit denen sich die gegnerischen Franken und Byzantiner - auch die Päpste - zähneknirschend abfinden mussten. Über zweihundert Jahre dauerte ihre Herrschaft, bis der Siegeszug Karls des Großen die Langobarden wieder in die Vergessenheit verbannte.
Hier wird die Geschichte der Langobarden aus Sicht der Zeitgenossen erzählt. Während eines Festes in einer herzoglichen Halle berichtet ein fahrender Sänger von den Ursprüngen dieses geheimnisvollen Volkes und seiner Wanderungen. Die Briefe eines römischen Gutsverwalters geben Einblick in die Ereignisse vor und nach der langobardischen Landnahme in Italien. Und das letzte Jahrhundert bis zur Eroberung durch Karl den Großen wird bei einem Festmahl im unabhängig gebliebenen Benevent lebhaft diskutiert.
Thomas Cerny lässt mit seiner unkonventionellen Erzählweise die Menschen von damals und ihre Geschichte, Traditionen und Mythen wieder lebendig werden. Bis heute ist der Einfluss der Langobarden auf Europa spürbar und es ist an der Zeit, ihnen einen Ehrenplatz in der europäischen Geschichte zuzuweisen.