In seinem Werk schildert Marcel Pagnol in einzigartig einfühlsamer Weise und mit viel Witz und treffendem Humor seine frühe Kindheit und Jugend in der geliebten Provence. Er vermag dem Leser seine über alles geschätzte Heimat lebhaft und in einer frischen, spritzigen Erzählweise vor Augen zu führen. Keinen Augenblick entsteht Langeweile, vielmehr fühlt sich, wer das Land kennt, sich in dieses hineinversetzt, erlebt die Menschen in ihren Handlungen, als sei er mitten unter ihnen; sieht die Landschaft vor dem geistigen Auge, als stände er mitten in karstigen Bergen rund um Aubagne. Die Provence um 1900 wird zu neuem Leben erweckt. Sehr sehenswert in diesem Zusammenhang auch die beiden Videos: "Der Ruhm meines Vaters" und "Das Schloß meiner Mutter" (beide Frankreich 1990, Regie Yves Robert, Atlas Film), eine selten gelungene Filmadaption der Pagnol'schen Jugenderinnerungen. Wirklich "eine Hymne an die Provence", nicht nur für eingefleischte Provenceliebhaber.