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Die Lady im Lieferwagen
 
 
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Die Lady im Lieferwagen [Gebundene Ausgabe]

Alan Bennett , Ingo Herzke
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 89 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (24. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803112257
  • ISBN-13: 978-3803112255
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 609.757 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Alan Bennett
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach seinem grandiosen Erfolg mit "Cos fan tutte" liefert Alan Bennett weitere Einblicke in den oftmals skurril anmutenden Alltag unserer Nachbarn auf den britischen Inseln - und in sein eigenes Leben.

Über den Autor

Alan Bennett, 1934 in Leeds geboren, hat in Oxford studiert und kurzzeitig auch unterrichtet. Anfang der 1960er Jahre trat er beim Edinburgh Festival auf; seitdem arbeitet er als Autor, Schauspieler und Regisseur für Theater, Radio, Film und Fernsehen.
In Großbritannien gilt er als einer der führenden Bühnen- und Drehbuchautoren, die von ihm geschriebenen TV-Serien, in einigen wirkte er auch selbst mit, mit ihren spitzzüngigen Dialogen haben längst Kult-Status erreicht. Er erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u.a. für das Theaterstück und den darauf basierenden Film "The Madness of King George" (deutscher Titel: King George: Ein Königreich für mehr Verstand), für dessen Drehbuch er 1995 für den Oscar nominiert war. Bennetts wenige Erzählungen und seine Erinnerungen waren BestsellerIngo Herzke lebt als Literaturübersetzer in Hamburg. Studium der klassischen Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow. Er übersetzt u.a. Werke von A.L. Kennedy, Paula Fox, Rick Moody und Jay McInerny.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Alan Bennett ist ein Komiker, der sein Talent in vielen witzigen und äußerst fantasievollen Texten bewiesen hat.

In dieser Erzählung geht es um eine schrullige Alte, Miss Shepherd, die sich mit ihrem Lieferwagen in einer guten Wohngegend Londons eingenistet hat.
Dort lebt der gehobene Mittelstand, dessen Wohnkomfort im Kontrast zur politisch fortschrittlichen und aufgeklärten Haltung seiner Bewohner steht.

Miss Shepherd kann nichts aus der Ruhe bringen. Sie nimmt ihren Aufenthalt für selbstverständlich und die Hilfen der Anwohner ebenfalls. Ihr gelb verfärbter und verbeulter Lieferwagen ist Wohnort, Schlafstatt und Vehikel in einem und parkt auf Dauer am Strassenrand der Wohnsiedlung. Das Fahrzeug springt nicht immer an, so dass helfende Hände es anschieben müssen. Vorbeifahrende Flegel pöbeln Miss Shepherd an, und als Alan das nicht mehr aushält, bietet er ihr zunächst Unterschlupf in einem Schuppen auf seinem Grundstück. Nicht genug damit ist eines Tages der ganze Lieferwagen breit auf seiner Hauseinfahrt platziert. Nachdem aus dieser vorübergehend gedachten Lösung ganze zwanzig (!) Jahre werden, kann man sich vorstellen, wie es am Ende im und um den Wagen herum aussieht!
Bennett führt ein Tagebuch über die Alte, das durch die Jahre von 1969 -1989 führt.

Dank seines Humors und seiner Erfindungsgabe mangelt es Bennett nicht an witzigen und skurrilen Einfällen, mit denen ihn Miss Shepherd auf Trapp hält. Das Verkommen von Frau und Fahrzeug ist mit der Dauer des Aufenthalts vorprogrammiert. Da geht es um Hygiene und Abfälle, um Reinlichkeit, Wünsche und Vorschläge der Alten und um die Würde, die Miss Shepherd bis zuletzt zeigt.

Bennett gibt in seiner Geschichte über die Lady im Lieferwagen eine seiner typischen Menschenbeobachtungen wieder, die, wenn auch übertrieben, so doch zur Unterhaltung auf höchstem Niveau anregt. Die Grenze zwischen skurriler Unglaubwürdigkeit und Realitätsnähe ist fließend, so dass menschliche Schwächen und Verrücktheiten immer nahe am menschlichen Sein entlang gleiten.
Bennett ist der begabte Dramatiker und Autor, der eine verrückte Lebensgeschichte herbei zaubert, die ihresgleichen sucht. Mit seinem trockenen Humor, mit dem er auch noch in den absurdesten Situationen die komischen Seiten aufzeigt, bringt er uns wie immer zum Schmunzeln und Kichern.

Hervorragend wie immer, ergötzlich und spaßig eignet sich das Büchlein zum selber Lesen und Verschenken gleichermaßen!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mogelpackung 5. März 2010
Format:Taschenbuch
Das ist das erste Bennett-Buch, von dem ich enttäuscht bin, und ich möchte alle Leser vorwarnen, denn der Klappentext weckt falsche Erwartungen!

Die Geschichte der "Lady im Lieferwagen" endet schon auf S. 48. Danach findet man einige Worte des Autors über das, was nach dem Tod der alten Dame geschehen ist. Das ist noch ganz nett zu lesen, weil man endlich mehr über sie erfährt, aber auch nur wenig. Die "Geschichte" besteht eigentlich nur aus kurzen, oberflächlichen Tagebucheinträgen des Autors, als hätte er mühsam versucht, nachträglich zu rekonstruieren, was geschah, um ein Buch oder einen Zeitungsartikel daraus zu machen.

Um das Buch "dicker" (was bei 90 Seiten insgesamt fast wie ein Hohn klingt) und damit druckfähig zu machen, wurden einfach zwei langweilige Erzählungen aus der Kindheit des Autors drängehängt: über Bücher, Straßenbahnen (jawohl, Straßenbahnen!)und einem Onkel. Sie sind weder skurril, noch bissig oder gesellschaftskritisch.

Ich war wirklich auf ganzer Linie enttäuscht über dieses Buch!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tragikomödie. 8. Juni 2010
Von Stefan TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Würde es sich hier um einen Film handeln, wäre die Bezeichnung Tragikomödie wohl recht passend. Und tatsächslich hat die Geschichte der mürrischen Miss Shepherd auch 5 Sterne verdient. Wir begleiten das Leben der alten Dame über 20 Jahre (es sind ihre letzten). Alan Bennett erzählt die Story mit dem ihm eigenen Humor und zaubert dem Leser immer wieder ein Grinsen auf's Gesicht, obwohl die Handlung doch eher traurig ist.

Im Wesentlichen erfahren wir über die Lebensweise der Miss S., die in ihrem Lieferwagen lebt (haust). Ihre Umwelt drangsaliert die alte Dame mit kleinen aber feinen Gemeinheiten. Der Autor macht den Fehler sie und ihre fahrende Behausung auf seinem Grundstück aufzunehmen ohne zu ahnen, dass dieser Zustand Jahrzehnte anhalten wird. Die Geschichte kommt einem irgendwie bekannt vor und scheint auch ziemlich vorhersehbar zu sein. Doch Alan Bennett erzählt sie mit so viel Charme, und seine teils skurrilen Einfälle und Wendungen machen einfach Spaß beim Lesen.

Leider ist dieser Teil des Buches schon nach etwas mehr als 60 Seiten vorbei. Da dies aber für ein Buch ein wenig kurz geraten wäre folgen noch drei Teile über Erinnerungen des Autors. Die Ausführungen über Straßenbahnen, einen im 1. Weltkrieg gefallenen Onkel oder auch das Verhältnis zu Büchern, welches der Autor im Kindesalter hatte, sind eher belanglos. Die 3 Teile wirken dann auch wie Lückenfüller und passen nicht so recht zur Titelstory, zudem fehlt den Erzählungen der Biss und Humor.

Auch wenn man die großartige Geschichte über Miss Shepherd betrachtet, so kann es dennoch für das Buch als Gesamtwerk nur 3 Sterne geben. Schuld daran sind die 3 lieblosen Restteile des Buches.
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