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Die Lady im Lieferwagen Gebundene Ausgabe – 24. August 2004

4.5 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Pressestimmen

Eigentlich ist der Brite Alan Bennett ja auf Fernseh- und Theaterdramen spezialisiert, in denen er den humorvollen Blick auf das scheinbar Nebensächliche pflegt. Und genau darum kann er auch die Geschichte einer Obdachlosen so völlig unpathetisch, geradezu komisch und doch keineswegs beschönigend erzählen. (Frankfurter Rundschau)

Wie die manchmal bösartige alte Dame den hilfsbereiten Autor während einiger Jahrzehnte unterwirft, zählt zu den Kleinodien der englischen Literatur. (Tiroler Tageszeitung)

Im Herzen ist Bennett Exzentriker, und er hat dort auch Platz für Kollegen. Etwa für jene ältere Dame, die in London in einigen Lieferwagen lebte. Brillant und unaufgeregt porträtiert er eine Frau, die ihre eigene Welt geschaffen hat. (Gregor Kessler, Financial Times Deutschland) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Alan Bennett, 1934 in Leeds geboren, wurde bekannt durch seine dramatischen Arbeiten, eine TV-Comedy-Revue sowie durch die BBC-Sendung Talking Heads. Seit Mitte der neunziger Jahre schreibt er auch Prosa. Mit seinem fünften Buch bei Wagenbach, "Die souveräne Leserin", hat er dem Verlag den ersten Bestseller in 45 Jahren gebracht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Alan Bennett ist ein Komiker, der sein Talent in vielen witzigen und äußerst fantasievollen Texten bewiesen hat.

In dieser Erzählung geht es um eine schrullige Alte, Miss Shepherd, die sich mit ihrem Lieferwagen in einer guten Wohngegend Londons eingenistet hat.
Dort lebt der gehobene Mittelstand, dessen Wohnkomfort im Kontrast zur politisch fortschrittlichen und aufgeklärten Haltung seiner Bewohner steht.

Miss Shepherd kann nichts aus der Ruhe bringen. Sie nimmt ihren Aufenthalt für selbstverständlich und die Hilfen der Anwohner ebenfalls. Ihr gelb verfärbter und verbeulter Lieferwagen ist Wohnort, Schlafstatt und Vehikel in einem und parkt auf Dauer am Strassenrand der Wohnsiedlung. Das Fahrzeug springt nicht immer an, so dass helfende Hände es anschieben müssen. Vorbeifahrende Flegel pöbeln Miss Shepherd an, und als Alan das nicht mehr aushält, bietet er ihr zunächst Unterschlupf in einem Schuppen auf seinem Grundstück. Nicht genug damit ist eines Tages der ganze Lieferwagen breit auf seiner Hauseinfahrt platziert. Nachdem aus dieser vorübergehend gedachten Lösung ganze zwanzig (!) Jahre werden, kann man sich vorstellen, wie es am Ende im und um den Wagen herum aussieht!
Bennett führt ein Tagebuch über die Alte, das durch die Jahre von 1969 -1989 führt.

Dank seines Humors und seiner Erfindungsgabe mangelt es Bennett nicht an witzigen und skurrilen Einfällen, mit denen ihn Miss Shepherd auf Trapp hält. Das Verkommen von Frau und Fahrzeug ist mit der Dauer des Aufenthalts vorprogrammiert. Da geht es um Hygiene und Abfälle, um Reinlichkeit, Wünsche und Vorschläge der Alten und um die Würde, die Miss Shepherd bis zuletzt zeigt.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Würde es sich hier um einen Film handeln, wäre die Bezeichnung Tragikomödie wohl recht passend. Und tatsächslich hat die Geschichte der mürrischen Miss Shepherd auch 5 Sterne verdient. Wir begleiten das Leben der alten Dame über 20 Jahre (es sind ihre letzten). Alan Bennett erzählt die Story mit dem ihm eigenen Humor und zaubert dem Leser immer wieder ein Grinsen auf's Gesicht, obwohl die Handlung doch eher traurig ist.

Im Wesentlichen erfahren wir über die Lebensweise der Miss S., die in ihrem Lieferwagen lebt (haust). Ihre Umwelt drangsaliert die alte Dame mit kleinen aber feinen Gemeinheiten. Der Autor macht den Fehler sie und ihre fahrende Behausung auf seinem Grundstück aufzunehmen ohne zu ahnen, dass dieser Zustand Jahrzehnte anhalten wird. Die Geschichte kommt einem irgendwie bekannt vor und scheint auch ziemlich vorhersehbar zu sein. Doch Alan Bennett erzählt sie mit so viel Charme, und seine teils skurrilen Einfälle und Wendungen machen einfach Spaß beim Lesen.

Leider ist dieser Teil des Buches schon nach etwas mehr als 60 Seiten vorbei. Da dies aber für ein Buch ein wenig kurz geraten wäre folgen noch drei Teile über Erinnerungen des Autors. Die Ausführungen über Straßenbahnen, einen im 1. Weltkrieg gefallenen Onkel oder auch das Verhältnis zu Büchern, welches der Autor im Kindesalter hatte, sind eher belanglos. Die 3 Teile wirken dann auch wie Lückenfüller und passen nicht so recht zur Titelstory, zudem fehlt den Erzählungen der Biss und Humor.

Auch wenn man die großartige Geschichte über Miss Shepherd betrachtet, so kann es dennoch für das Buch als Gesamtwerk nur 3 Sterne geben. Schuld daran sind die 3 lieblosen Restteile des Buches.
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Format: Taschenbuch
Ich gebe zu, daß Buch unter dem Eindruck der "souveränen Leserin", die mich köstlich amüsierte, gekauft zu haben. Hinter dieses fällt "Die Lady im Lieferwagen" ganz klar zurück, aber es ist trotzdem eine äußerst kurzweilige, unterhaltsame und britische Lektüre.
Das Buch enthält vier mehr oder minder autobiographische Texte, den des Titels (in Form eines Tagebuchs), "Der Verrat der Bücher", "Die Straßenbahnen von Leeds" und "Onkel Clarence". Auch wenn es immer Bennett ist, läuft er m.E. nur in seinen Tagebucheinträgen über seine mehr oder minder freiwillige Gartenmitbewohnerin zur Höchstform auf, die anderen Texte sind gut aber recht unspektakulär.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
und amüsant, wie alle Bücher von Alan Bennett. Hinzu kommt die gute Ausstattung. Ein schönes Geschenk, besonders für die Liebhaber des englischen Humors.
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