Zur Einstimmung auf meine Reise in die Bretagne habe ich dieses Buch verschlungen. Obwohl es Terhart nicht immer gelingt seine Leser tatsächlich in die mittelalterlichen Umstände zu versetzen, schreibt er spannend und inhaltlich gut nachvollziehbar. In der Bratagne angekommen versuchte ich dann die von ihm beschriebenen Orte aufzusuchen und seinen Roman nachzuempfinden. Hierbei wurde deutlich wieviel des Romaninhalts Terharts Phantasie entsprungen ist (z.B. heißt die Heldin Jeanne de Belleville und kommt aus der Vendée, war erst in zweiter Ehe mit Olivier de Clisson verheiratet, hatte fünf Kinder mit ihm usw.). Hier hätte ich mir von Terhart eine genauere Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Fiktion im Vorwort oder Nachwort gewünscht. Fazit: Wer einen spannenden Roman lesen möchte und einen allgemeinen Eindruck von den historischen Beziehungen zwischen der Bretagne und Frankreich bekommen möchte, für den ist dieses Buch genau richtig.