Dieser wirklich packende Roman handelt in einer Zeit und an einem Ort, welche doch sehr dem 11. Jahrhundert in Spanien ähneln. Der Handlungsrahmen weist entsprechend viele Ähnlichkeiten mit dem Zeitraum vor und während der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch die Christen auf. Einen der Hauptcharaktere könnte man fast für El Cid halten. Viele der Nebencharaktere haben ebenfalls auffällige Ähnlichkeiten mit historischen Personen aus dem Spanien des 11. Jahrhunderts. Die drei Hauptpersonen gehören Religionen an, die viele Parallelen mit denen des Christentums, des Judentums und des Moslems haben. Aber dadurch, dass der Autor eine Welt beschreibt, die der o.g. nur sehr ähnlich ist, schafft es sich mehr Freiheiten, als dieses ein historischer Roman zulässt. Ich glaube schon, dass die historischen Recherchen des Autors sehr gut sind, aber er erzählt nichts desto trotz eine Geschichte und macht dies auch deutlich. Die typischen Fantasyelemente wie z.B. Magie oder Fabelwesen kommen in diesem Roman nicht vor. Die Spannung hält er Autor durch überraschende Wendungen der Handlung und Wechsel in der Erzählperspektive hoch. Da der Text auch noch flüssig und angenehm lesbar geschrieben wurde, gebe ich leichten Herzens die in diesem System höchste mögliche Wertung. Das gilt übrigens auch für das englische Original!