"Die Löwen von Bagdad" erzählt die Geschichte eines Löwenrudels, dass nach einen Bombenangriff auf die irakische Hauptstadt, aus dem Zoo entkommen konnte. Die Geschichte spielt im Jahr 2003 und soll auf tatsächliche Begebenheiten basieren. "Die Löwen von Bagdad" ist ein recht ungewöhnlicher Comic, da dieser zu 98% aus der Sicht der Tiere erzählt wird. Die sozialkritische, aber auch spannende, gefühlvolle und traurige Geschichte erinnert ein bisschen an ein "König der Löwen" für Erwachsene. Sie schildert mit welchen Gefahren die Löwen in der zerbombten Stadt zu kämpfen haben und mit welcher Verständnislosigkeit sie der Kriegstreiberei der Menschen gegenüberstehen.
"Die Löwen von Bagdad" ist sehr gut und detailliert gezeichnet und koloriert. Wobei ich zu der Kolorierung erwähnen sollte, dass überwiegend Brauntöne herrschen, was dem Comic einen sehr realistischen Touch verleiht. Die Geschichte ist sehr gut und flüssig erzählt, so dass man das 140 Seiten starke Comic gar nicht erst aus der Hand legen will. Jede Seite verleitet zum Weiterlesen. Für die Kleineren ist der Comic vielleicht etwas zu schwer zu verstehen. Kenner der Comic-Szenen wissen allerdings ja schon, dass sich Vertigo-Comics eher an ein älteres Publikum wenden.
Fazit: Ich kann "Die Löwen von Bagdad" wirklich jedem Comic-Fan ans Herz legen, der zwischen Superman und Spiderman, mal einen wirklich außergewöhnlichen Comic lesen möchte. Die Geschichte, die in "Die Löwen von Bagdad" erzählt wird, weiß zu begeistern und fesselt von den ersten Seiten an. Comic-Fans und Freunde schöner Graphic-Novels sollten sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.