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Produktinformation
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Nicht mal eine halbe Seite und man ist "drin" - man hört fast ein *swooosh*-Geräusch, weil man förmlich in das Buch gezogen wird: "Weiterlaufen! Nichts anderes zählte. Nicht aufhören, nicht sterben! Der Stamm braucht seine stärksten Mitglieder, um zu überleben. Also rannte Stolperzunge in den Straßen des Reviers der Haarigen um sein Leben, während die nicht menschlichen Bewohner das Geschehen gleichgültig beobachteten. Die Rufe seines Bruders hinter ihm wurden bereits schwächer." ... will, oder besser gesagt, muss man da nicht weiter lesen??? Knapp dem Tod durch die Lebendverfütterung an die Brut der Panzerrücken entkommen und durch die Feigheit seines geliebten Bruders verraten, wird Stolperzunge Zeuge eines Absturzes von etwas Großem in seine Welt und begegnet bald darauf einer faszinierenden und unglaublich schönen Frau.
Selten hat man heute im Fantasy-überfluteten Buchmarkt noch dieses Gefühl, etwas Neues, Fesselndes zu lesen - Die Kuppel ist dabei eine erfreuliche Ausnahme und erfüllt sowohl die Leseanforderungen der Fantasy, als auch der Science Fiction-Leserschaft. Mit lebendigen Charakteren in deren Haut man ohne Widerstand schlüpfen kann, plastischen Beschreibungen und einer fesselnden Handlung treibt der Ire Peadar Ó Guilín den Leser vor sich durch die Seiten her. Herzrasen inklusive! -Wolfgang Treß
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolutes Spitzenbuch!,
Rezension bezieht sich auf: Die Kuppel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein junger Mann, der wegen seiner Stotterei 'Stolperzunge' genannt wird, lebt gemeinsam mit seinem Volk in einem Land, in dem Kannibalismus an der Tagesordnung steht.Die Hauptaufgabe der Männer besteht dabei aus jagen, um ihre Familien zu ernähren. Wer zu alt dafür ist und dem Volk auch sonst nicht mehr helfen kann, wird kurzerhand als Freiwilliger gegen Fleisch anderer Völker eingetauscht, denn es gibt nur ein Gesetz: Fressen oder gefressen werden. Stolperzunge hat auch einen älteren Bruder, der Wandbrecher genannt wird. Die Beiden sind auch die besten Freunde- bis sie von einer Schar Panzerrücken verfolgt werden und Wandbrecher gefangen genommen wird. Anstatt Hilfe zu holen, versucht Stolperzunge seinen Bruder auf eigene Faust zu retten- mit mäßigem Erfolg. Während Wandbrecher entkommen kann, wird sein kleiner Bruder gefangen genommen, kann sich jedoch mit Glück befreien und nach Hause flüchten. Doch aus der Wiedersehensfeier mit seinem Bruder wird nichts, denn Wandbrecher hat seinem Volk von Stolperzunges grausamen Tod berichtet. An diesem Tag bricht das unsichtbare Band der Brüder. Aus Freundschaft wird Hass und aus den Brüdern verbitterte Rivalen. Der Streit der Beiden wird erst unterbrochen, als sich Panzerrücken, Springer und Flieger- alles Monster, die eine Vorliebe für Menschenfleisch haben, zusammentun, um gemeinsam zu jagen. Stolperzunge und Wandbrecher erfahren durch einen Zufall, dass die Armee der ansonsten untereinander so feindlich gesinnten Kreaturen nur durch die Macht des 'Sprechers' zusammengehalten wird. Die lang anhaltenden Kampfhandlungen fordern viele Opfer auf beiden Seiten. Auch den Häuptling der Menschen ereilt der Tod. Wandbrecher übernimmt durch eine List den Posten des Oberhaupts und hat somit die uneingeschränkte Macht über sein Volk. Er beauftragt seinen Bruder, ihm den 'Sprecher' zu bringen. Falls Stolperzunge es schaffen sollte, würde Wandbrecher durch das Relikt seine Macht noch verstärken- versagt er jedoch, wäre sein Leben verwirkt. So beginnt für Stolperzunge ein Auftrag, bei dem er nur verlieren kann- seinen Bruder oder sein Leben' Es war sehr schwierig, 'Die Kuppel' nachzuerzählen und gleichzeitig nicht zu viel zu verraten. Peadar O Guilin hat hier ein kleines Meisterwerk erschaffen, das sich mit keinem anderen Fantasybuch vergleichen lässt. Die Namen der Menschen und Monster sind so gewählt, dass sie die Charakteristiken oder das Aussehen perfekt beschreiben. Auch das ganze Rundherum passt optimal zur Story. Alle Lebewesen sind gewissermaßen Kannibalen- die einen mehr, die anderen weniger. Aber das Hauptaugenmerk liegt bei der Fleischbeschaffung- um jeden Preis. Schwache, alte und kranke Menschen opfern sich freiwillig und lassen sich bei anderen Völkern gegen Fleisch eintauschen. Das einzelne Individuum zählt nicht- wichtig ist nur das Wohlergehen des Volkes. Und genau diese Thematik ist perfekt eingearbeitet. Das Buch liest sich sehr flüssig und überrascht mit immer neuen Ideen, sodass es unmöglich ist, den weiteren Storyverlauf auch nur zu erahnen. Die Kampfhandlungen und das anschließende Zerteilen der Opfer ist zwar nur knapp beschrieben, die Grausamkeit wird aber trotzdem gut vermittelt. Obwohl die Story einem einzigen Handlungsstrang folgt, ist sie nie langweilig oder linear. Alles in allem ein Buch, das neue Maßstäbe setzt. Ich hoffe, der nächste Teil wird bald kommen. Ein Werk, dass ich jedem Fantasyfreund ab 15 Jahren empfehlen kann- natürlich auch allen Erwachsenen! Solche Bücher sollte es mehr geben! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Buch ist 'anders'. Bemerkenswert anders und auf besondere Weise innovativ.,
Rezension bezieht sich auf: Die Kuppel: Roman (Gebundene Ausgabe)
'Die Kuppel' beschreibt eine degenerierte Welt, die von Verfall und Elend geprägt ist und in der jegliches Wissen verloren gegangen ist.Eine Welt, die von 'Menschen' bevölkert ist, die mehr ' so auch im Buch irgendwann genannt ' an Wilde erinnern, als an Menschen. Und neben den Menschen leben dort die sogenannten Bestien. Wesenheiten, vom Aussehen mehr Tier als Mensch, mit unterschiedlichen sozialen Strukturen und einer wahnwitzigen Physiologie. Insgesamt eine düstere Mischung. Eine Dystophie, so grausam und beängstigend, wie ich sie bisher selten gelesen habe. Das Buch ist eher in das Genre der Science Fantasy einzuordnen, da es Elemente der fantastischen Lietartur, der Science Ficiton und die von Endzeitromanen miteinander zu einer gelungenen Mischung verbindet. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Denn Niemand, oder besser nichts, ist ultimativ böse. Das Leben in dieser Welt ist geprägt vom täglichen Kampf ums Überleben. Hier gilt nur das Recht des Stärkeren. Es heißt, fressen oder gefressen werden. Wer körperlich oder geistig nicht mithalten kann, endet als Frischfleisch für andere. Und auch denen, die zu alt werden um noch nützlich sein zu können, ereilt das gleiche Schicksal. Es ist eine hoffnungslose und bedrückende Welt. Die Menschen wirken in den Augen des Lesers so fremdartig, dass es im ersten Moment schwer fällt, hier eine Identifikationsfigur zu finden. Aber der Protagonist Stolperzunge, ein junger, unsicherer, aber kluger Mann, mit dem Makel des Stottern, ist solch ein Sympathieträger, dass er es dem Leser einfach macht, sich nach und nach in seiner Welt zurecht zu finden. Dennoch bleibt eine gewisse Distanz bestehen. Und durch diese Distanz fiel es mir schwer mit Stolperzunge zu lieben und leiden. Immer ist es ein wenig so, als würde ich ihn und seinen Stamm durch eine Art Glasscheibe betrachten und nicht wirklich mit ihm fühlen. (Vor allem gegen Ende, zeigt sich, wie geschickt das vom Autor eigentlich gemacht ist und welchen Grund dieser Stil haben könnte.) Aber im Verlauf des Buches werden die Grenzen weicher, die Fremdartigkeit weicht einem Gefühl der Verbundenheit und plötzlich ist es Stolperzunge, der 'zivilisiert' wirkt und die anderen sind die 'Wilden'. Die Charakterentwicklung verläuft schleichend und zunächst unbemerkt. Gerade das macht Stolperzunge so glaubwürdig und die Handlung so erschreckend realistisch. Aber auch Indrani, die geheimnisvolle Frau, die irgendwann in dieser Welt landet, und die ' sagen wir ' dem Leser eigentlich näher sein sollte, als die Wilden, dient nicht als Identifikationsfigur. Ihre Gefühle und ihre Ambitionen bleiben lange im Dunkel und sind zunächst nicht nachvollziehbar. Außerdem ist sie als Figur zu erhöht, also auf andere Weise zu fremdartig für den Leser. Mit der Zeit entwickelte sich bei mir sogar eine richtige Antipathie gegen diese Figur, da sie immer arroganter wird und immer gefühlskälter. Aber auch sie macht gegen Ende eine erschreckende Entwicklung durch. Viele der anderen Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Der Autor schafft es ihnen mit wenigen Sätzen und Beschreibungen ein sehr deutliches Gesicht zu geben. Auf den ersten Seiten war mir zunächst auch nicht klar, worauf die Geschichte hinaus laufen sollte. Die Beschreibungen waren eher dem Alltag angepasst, wirkten wie die Erläuterungen normaler Abläufe. Was spannend zu lesen war und auch wichtig um sich zurecht finden zu können, aber an mancher Stelle auch etwas arm an Höhepunkten, was dazu führt, dass das Buch keinen richtigen Sog entwickelt konnte. Dennoch ist es absolut empfehlenswert. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, wo das Ganze hinführen soll und hier beginnt dann auch die wahre Spannung ' und auch das wahre Entsetzen. Denn der Autor schont seine Leser nicht. Die Hoffnungslosigkeit der Welt und das bedrückende Gefühl, der sich immerfort wiederholenden Verhaltensweisen und Handlungen machen das Buch auf unvergleichliche Weise bedrückend und schwer. Der Kannibalismus, der ständige Kampf und das Blut tun ihr Übriges dazu. Trotz der relativ einfachen Zutaten und des einfach gestrickten Handlungsbogens ist das Buch nicht unbedingt ein Buch für Zwischendurch. Es lädt auch zum Nachdenken ein, zum Nachdenken über unsere heutige Situation und unser Verhalten in dieser Welt. Wie fremd sind uns die Wilden wirklich? Ansonsten kann ich das Buch nur schlichtweg empfehlen. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön, gebunden, mit einem Prägedruck auf dem Schutzumschlag. Das Buch darunter ist blutrot und schlicht gehalten. Format und Zeichengröße sind angemessen und angenehm. Aber auch inhaltlich hat das Buch einiges zu bieten. Es weicht auf interessante Weise vom normalen Mainstream des Genres ab. Hier hat der Verlag definitiv alles richtig gemacht. Zum Ende hin, wird die Handlung noch mal Richtung spannend und der Actionfaktor steigt noch mal an. Das Ende selbst ist bitter. Bitter auf eine ganz besondere Art und Weise. Es bleibt im Kopf hängen, auf den Lippen kleben und lässt einen nicht mehr los. Die zuvor eher fehlenden Emotionen, kommen hier zwar sanft, aber plötzlich in geballter Ladung. Viele Geheimnisse werden gelüftet. Aber auch das erst ganz zum Schluss und ohne einen großen Aha-Effekt zu hinterlassen. Denn vieles konnte der Leser bisher erahnen ' oder besser befürchten. Auch wird erklärt, was es mit der Kuppel wirklich auf dich hat und gerade die Offenbarung hat mich erschreckt und mit einem flauen Gefühl im Magen zurück gelassen. Das Buch wirkt zwar rund, bedient den Leser aber mit einem sehr offenen Ende. Wie es weiter gehen wird/kann, ist unklar und lässt viel Raum für Spekulationen und Hoffnungen. Bei einem so düsteren Setting und dieser bedrückenden Atmosphäre ist das Ende aber sehr treffend. Denn hier ein klares Happy End, oder ein Ende ohne Fragen, hätte nicht richtig gepasst. Da es sich bei dem Buch um den Beginn einer Trilogie handelt, dürfte dieser Cliffhangar sowieso zu verschmerzen sein. Fazit: Für jeden, der gerne Mal über den Tellerrand, der 'normalen' fantastischen Literatur blicken möchte, ist das Buch definitiv geeignet. Es bekommt 4 von 5 Punkten von mir, einen halben Punkt Abzug für die anfängliche etwas unnatürliche Distanz und die fehlenden Emotionen im Mittelteil. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Originelle Geschichte, hebt sich aus der Masse heraus,
Von Irrlicht (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Kuppel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich lese viel und vor allem Fantasy-Bücher. Für mich ist es wichtig, schnell in die Geschichte 'reinzukommen, was hier unbedingt der Fall ist. Und was erfährt man? Einen Überlebenskampf der ganz besonderen Art. Hier müssen sich die Menschen um eine Altersversorgung keine Gedanken machen und auch keine Schwachen mit durchbringen. Atemlos verfolgt man das Geschehen und ist heilfroh, dies nicht selbst erleben zu müssen - obwohl es nicht undenkbar ist, dass so etwas geschehen könnte - mit der notwendigen Technik. Es ist auf jeden Fall eine originelle Geschichte und dazu noch so erzählt, dass man immer weiterlesen will. Man forscht lange nach dem Sinn des Ganzen. Ist es ein Experiment? Sind die Menschen da vielleicht nur zufällig hineingeraten - was aber eigentlich nicht sein kann, da sie ja beobachtet werden. Und der Schluss ist so gehalten, dass es eine Fortsetzung geben könnte. Ich vergebe 4 Sterne, weil es meiner Meinung nach zum Schluss einige Längen aufweist, aber meines Erachtens ist das Buch unbedingt empfehlenswert.
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