Dieses Buch ist so richtig nach meinem Geschmack, es ist spannende Unterhaltung mit historischen Fakten verbunden. Es geht um Rom in der Zeit der Renaissance. Es geht um den Petersdom und Michelangelo ....
Der Autor:
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Der historische Roman Arminius stammt auch aus der Feder des Autors, der Germanistik studiert hat und Geschichte. Zuerst schrieb er für das Theater, den Rundfunk und das Fernsehen. Dann kamen historische Bücher hinzu.
Die Handlung:
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Papst Julius II und ein Petersdom in der Renaissance, der dem Verfall preisgegeben ist führt uns in die Romanhandlung in das Jahr 1564. Wir befinden uns im Prolog erst einmal in Florenz.
Donato Bramante soll es sein, der eine neue Basilika bauen soll, aber es kommt alles anders...
Dieser Bau soll laut Julius II. ein mächtiger Bau werden, der die Macht der Kirche wider spiegelt. Aber nicht jeder ist der gleichen Meinung und Bramante hat es nicht leicht, die Gegner schrecken auch vor einem Mord nicht zurück, sie gehen sozusagen über Leichen. Gut, dass es Imperia die Kurtisane gibt. Sie ist die Geliebte von Donato.
Hinzu kommt dann noch Michelangelo, der einen gänzlich anderen Petersdom in seinem Kopf hat.
Gliederung:
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Das Buch ist in 4 Teile und insgesamt 60 Kapitel gegliedert. Es beginnt mit einem Prolog und endet mit einem Epilog.
Meine Meinung:
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Auf Grund der absoluten Spannung und der Verknüpfung der fiktiven Handlung mit den historischen Fakten und der genialen bildhaften und charakterlichen Beschreibung der handelnden Personen in ihrer Entwicklung während der Handlung hat mich dieses Buch besonders gefesselt. Ich konnte es nicht aus den Händen legen und habe noch nachts lange gelesen.
Die Handlung ist in erzählender Schreibweise in der Vergangenheit geschrieben und flüssig zu lesen. Oft ist die wörtliche Rede verwendet worden, sodass man sich leicht in die Handlung, die Personen und Szenen hinein versetzen kann.
Die historischen Fakten finde ich besonders schön in die Handlung eingebunden, sie lockern auf und geben Einblick in die Zeit und Gegebenheiten. Der Autor muss perfekt recherchiert haben, um so umfassend beschreiben zu können.
Auch architektonisch bekommt man sehr viel zu lesen, was mich fasziniert hat und mit die Handlung noch besser vor Augen geführt hat. Der Glaube und die Auswirkungen von Macht und Herrscherdrang werden ebenso eingebunden wie die Schicksale, die die Menschen um das Bauwerk und die Stadt ereilen.
Anfangs sind einige Zeitsprünge zu verzeichnen, bei denen man sich konzentrieren sollte, die aber im Nachhinein sehr wichtig sind, um die nachfolgende Handlung komplett verstehen zu können.
Die Schreibweise ist ausschweifend, wird aber nicht langwierig, sondern ist an den Stellen, wo es erforderlich ist auf den Punkt bringend, sodass Spannung von der ersten bis zur letzten Seiten gegeben ist. Die faktischen Einfügungen in die fiktive Handlung halten die Spannung. Der Spannungsbogen wird gleich zu Beginn aufgebaut, weil man verständlich und spannend in die Handlung eingeführt wird. Die Handlung ist durchdacht und sehr schlüssig aufgebaut. Alles, was der Autor beschreibt, ist eindrucksvoll und inhaltlich ausgereift. Die Entwicklung der Charaktere und ihre Arbeit - besonders der genannten Künstler - kann man sehr gut nachvollziehen und bekommt einen umfassenden Einblick und ihre Zeit und Arbeit, die so viel mehr ist, als nur" Handwerk. Ein roter Faden zieht sich durch die Handlung und passt sich dem Aufbau des Buches perfekt an.
Rundherum eine geniale Idee mit einer gelungenen Umsetzung, die Fans des Genres historischer Roman ansprechen wird, aber auch solche, die sich für die Renaissance und Architektur dieser Zeit interessieren.
100 von 100 Punkten und absolute Leseempfehlung !!!