Montaigne macht es Spaß zu streiten zu schwadronieren, für ihn ist das Bücherstudium letztlich eine zermürbende und fade Tätigkeit, die einen kalt läßt, das Gespräch dagegen belehrt und schult zugleich den Verstand. Sich im Gespräch zu üben hält er für das Köstlichste was wir in unserem Leben tun können.
Er sieht die Welt als eine Schule der Wahrheitssuche an, sie zu besitzen ist für ihn alleine einer höheren Macht vorbehalten. So pflegt er den Austausch mit namhaften Geistern, nicht um von ihnen belehrt zu werden, sondern um sie kennenzulernen. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit den Büchern von Tacitus, Plutarch und Seneca. Dabei verbrachte er täglich eine Stunde mit dem Bücherstudium.
Wie er selber schreibt, erlaubt er sich gerne auch mal ein Späßchen, bei dem ihn nie ganz wohl ist, und gewisse sprachliche Tüfteleien sträuben ihm schon auch die Haare, er verstellt sich jedoch nicht mit seinen angeborenen Eigenheiten.
Für ihn ist alles in dem folgenden Satz enthalten: "Kurzum, wir müssen mit dem Leben leben und dem Strom unter der Brücke seinen Lauf lassen, ohne eingreifen zu wollen und, vor allen Dingen, ohne uns darüber aufzuregen. Sei's drum!"
Fazit: Montaignes ungewöhnliche frische und freie Gedanken findet man auf 58 Seiten in dem Buch, das Nachwort von Hans- Martin Gauger hat 31 Seiten.
Lesenswert!