Durch ein Interview mit Katharina Ley in der Tagespresse bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ihre Antworten, die sich nicht in das von der Journalistin vorgespurte Schema pressen liessen, haben mich fasziniert. Im Buch geht es nicht bloss ums Beenden von Beziehungen sondern ums Beenden im Allgemeinen - Arbeitsstelle, Freundschaften, Elternbeziehungen und, das wichtigste, Handlungsbögen im Alltag. Sie plädiert dafür, im Kleinen zu üben, eine Sache von Anfang bis zum Ende auszuführen, sich nicht ablenken lassen, nicht hundert Dinge gleichzeitig anfangen. Auch die ganze Thematik über das Trauern fand ich interessant. Ich habe mir nie gross Gedanken darüber gemacht, um etwas dass ich beendet habe, zu trauern. Und es damit würdig zu beenden und hinter sich zu lassen. Ausserdem ist das Buch formal lesefreundlich gestaltet, gute und eher kurze thematische Abschnitte, mit vielen Fallbeispielen mit Lösungsansätzen angereichert.