Birger Schäfermeier ist eine Koryphäe in der Börsen Landschaft. Viele sehen in ihm ein Vorbild. Ein Mann, der locker darüber plaudert, wie er mal eben eine Million an der Börse verdient und innerhalb kürzester Zeit wieder verloren hatte. Einer, der in seinem Geld auf seinem Broker Konto nur Zahlen sieht und ziemlich entspannt damit umgeht. Ein Mann, der schon mehrfach sein Konto an die Wand gefahren und dennoch wieder aufgestanden und weiter gemacht hatte.
Wie sagte er einst in einem Interview auf der WOT in Frankfurt: "...ich habe nichts anderes gelernt, außer traden. Also mache ich nichts anderes!" Und das tut er seit 20 Jahren. Ein großes Anwesen in Mülheim/Ruhr, ein großes Büro unweit der Düsseldorfer Kö, zwei Porsche... , wer will da nur ansatzweise zweifeln, das Traden nicht reich macht.
Nun gut, über die Aussage über das Reichtum kann man noch streiten. Nicht aber darüber, dass Trading dazu führen kann. Egal, wie alt oder jung man ist. Egal, ob man mit einem Guthaben von 1000¤ oder 100.000¤ anfängt. Die einen haben gezeigt, dass sie anfang des Jahres ein Konto mit 1.000¤ eröffneten und es 12 Monate später auf über 75.000¤ hoch getradet hatten. Die anderen fingen mit 100.000¤ an und hatten drei Monate später nichts mehr auf dem Konto.
Es geht also, so oder so. Wie es funktioniert, beschreibt Schäfermeier in seinem Buch. Quasi, so, wie er spricht und denkt. Manchmal etwas tiefsinnig, sehr, sehr ausführlich, vielleicht auch etwas langatmig. Aber die Botschaft: "Finde deinen Trading Stil, so habe ich es gemacht...", kommt an.
Man kann, wie der Trader mit seinem 1000¤ Konto innerhalb eines Jahres sein Konto auf 75.000 oder wie der andere sein 100.000¤ Konto drei Monate später ins Aus bringen. Dabei kommt es nicht nur allein auf die Technischen oder Fundementalen Analysen, sondern auch und ganz besonders auf die eigenen Gedanken an. Gier der Angst, die uns immer wieder beim Traden befallen, müssen ausradiert werden. Deshalb sieht Birger Schäfermeier sein Geldkonto auch mit anderen Augen an. Er zeigt auf, wann man den richtigen Einstiegspunkt wählen sollte. Aber auch, dass man mit Verlusten rechnen muss und soll. Wie in jedem Geschäftsleben. Der mentale Rückhalt, das Denken, das Streben und das Handeln beschreibt Birger Schäfermeier sehr eindringlich und ausführlich in diesem Buch. Wir treffen diese Einstellungen auf fast jeder Seite an. Auch, dass wir Gewinne laufen lassen sollen und das Herz haben sollten, auch mal einfach den Verlust Trade zu unterbrechen und nicht in der Hoffnung laufen zu lassen, dass sich der Trend wieder dreht. Er bricht auch manches Mal seine eigenen Gesetzesmäßigkeiten, wenn er etwa die Lotgrößen erhöht, obwohl es eigentlich dem eigentlichen Moneymanagment zuwider laufen würde. Damit hebelt er deshalb nicht gleich alle Vorgaben aus, sondern will uns nur zeigen, dass man beim Traden auch manches Mal die Fünf als gerade Zahl durchgehen lassen muss. Das Buch ist in einem festen Einband und seinen Preis wert. Es zeigt dem Leser nicht nur einige Trader-Möglichkeiten auf, sondern gibt ihm immer wieder den Mut, auch weiter zu machen und an sich zu glauben. Das Birger so etwas nicht nur schreibt, sondern auch meint, beweist auch der Inhalt des oben genannten Interviews auf der WOT. Man fragte ihn, ob er denn auch seinen Kindern den Beruf als Trader empfehlen würde. "Ja, natürlich," sagte er. " Es ist ein spannender Beruf, einer mit der Freiheit da zu arbeiten, wo man ist und wenn es den Kindern genauso viel Spaß macht, wie mir, dann auf jeden Fall!"
Dieses Buch sollte sich jeder Trader, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, kaufen und lesen.