In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rolle einer jungen FBI-Agentin, die einen Serienmörder verfolgt. Die Spur des Mörders führt uns durch unterschiedliche Locations in New York und in Südamerika.
Pro:
- die Grafik ist recht ansprechend
- das Spiel animiert trotz der offensichtlichen Mängel (siehe Contra-Liste) zum Weitermachen. Das liegt aber meines Erachtens daran, dass man das ganze Spiel über darauf wartet, dass die Rätsel anspruchsvoller werden.
- die Story ist nicht ganz unspannend.
- das Spiel dauert ca. 10 - 11 Stunden. OK, ist auch nicht gerade lang, aber es gibt weitaus kürzere Games.
- klassische Point & Click-Steuerung. Man sammelt viel und kombiniert.
- die Dialoge lassen sich weggklicken.
- viele Locations
- symphatische Protagonistin
- ich konnte bei diesem Spiel den Safe ohne externe Lösung knacken. Ist auch mal schön, wenn man die Lösung tatsächlich nachvollziehen kann ;-)
Contra:
- die Rätsel sind bis auf eines viel zu einfach, die Lösung meist mehr als offensichtlich.
- man hat nicht das Gefühl, dass man sich autonom durch das Spiel bewegt. Durch ständige "Regieanweisungen" hinterlässt das Spiel eher den Eindruck, man sei der Schauspieler in einem Film.
- die eingebaute Hilfe in Form einer Lupe, die sämtliche Hotspots anzeigt, verleitet einen leider dazu, diese auch zu nutzen.
- den viel zu einfachen Rätseln stehen wenige unfaire Rätsel gegenüber, deren Lösung schlicht und ergreifend unlogisch ist.
- das Spiel wirkt abgekupfert. Es erinnert sehr an "Geheimakte Tunguska", leider ohne den Rätselanspruch, den Humor und die Ideenvielfalt.
- im Spiel steht uns ein PDA zur Verfügung, über welches man auch Telefonate führen kann. Nervig: Ruft man die falsche Person zur falschen Zeit an, muss man der Protagonistin jedes Mal zusehen, wie sie wählt, ein Besetztzeichen erhält und das PDA wieder wegsteckt.Diese Sequenzen kann man nicht wegklicken. Es wäre schöner gewesen, wenn man vorher einen Hinweis erhalten hätte, so wie man das auch aus vielen anderen Spielen kennt.
- Unsinniges Zeiträtsel, während dem man auch sterben kann. Entweder man versucht, dieses Rätsel selber zu lösen (was nicht spannend sondern nur nervig ist) oder man guckt gleich in der Komplettlösung nach. Hier kann man sich nicht des Gefühles erwehren, dass mittels dieses Rätsels nur Zeit gewonnen werden sollte. Gott sei dank gibt es nur ein Zeiträtsel.
- die Rätsel sind nicht nur einfach, sondern auch sehr einfallslos. Statt selber originelle Lösungsmöglichkeiten suchen zu müssen, reicht es in der Regel, einfach noch mal mit einer sich in der Nähe befindlichen Person zu sprechen, die einem dann auch prompt hilft.
Fazit: Mäßig netter Zeitvertreib mit niedrigem Anspruch. Hat nicht annähernd das Potential und die Klasse von Black Mirror oder Geheimakte Tunguska. Bestens geeignet für Anfänger. Fortgeschrittene werden sich langweilen und häufig das Gefühl haben, dass die Rästel "geklaut" wirken. Insgesamt drei Sterne für die Grafik, die gutgemeinte Idee und die Tatsache, dass man trotz der einfachen Rätsel wenigstens ein bisschen Spaß hat.