Die Autorin behandelt das Thema "Loslassen" auf eine ganz einfache Art und Weise: Sie erzählt uns in verschiedenen Anekdoten Geschichten über das Loslassen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis und aus ihrem eigenen Leben.
Die sehr persönlichen Geschichten erzählen aus den Leben junger und älterer Paare, Berufsaufgaben, Trauerbewältigungen, Scheidungen, Fernbeziehungen, Auszug aus Lebensgemeinschaften, Festhalten an Erinnerungen, Krankheit und Tod.
Auch vor heiklen Themen macht sie authentischer Weise keinen Halt, erklärt warum eine Mutter ihre Familie verlässt und somit ihre Kinder oder warum der Tod eines Menschen für den Hinterbliebenen eine Art Befreiung sein kann. Diese für Aussenstehende unmoralisch erscheinenden Formen der Loslösung haben ihre Berechtigung als "Ja" zum eignen Leben oder gegen eine Form der Unterdrückung oder Selbstaufgabe.
Nicht für jeden wird diese Herangehensweise genung Power vermitteln, seinen eigenen Weg des Loslassens zu gehen, doch findet ein Zweifler leichter einen Weg über die Konditionierungen seines Umfeldes nachzudenken, das man dieses oder jenes nicht machen kann, weil es sich ja nicht "gehört".