Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein sehr gutes Buch!, 9. September 1999
Von Ein Kunde
"Die Kunst des Krieges" von Sunzi gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Werken über die Kriegskunst. Aber auch außerhalb von kriegerischen Auseinandersetzungen kann man aus Sunzis "Kunst des Krieges" viel über Strategie und Taktik lernen. Ferner ist dieses Buch auch leicht zu lesen und verständlich geschrieben. Die Anmerkungen, die es in einigen Kapiteln gibt habe ich - anders als andere Leser - auch nicht als störend oder verwirrend empfunden. Einige Anmerkung auch zu den schlechten Kritiken zu diesem Buch: Wer Strategien für die Börse in einem Buch sucht, welches vor fünfundzwanzig Jahrhunderten in China geschrieben wurde und den Titel "Die Kunst des Krieges" trägt, der sollte sich doch fragen lassen, ob er seine Lebensmittel auch im Baumarkt einkauft. Darüber hinaus gilt für dieses Buch, was für alle Bücher zu diesem Themenkreis gilt: Es KANN einem helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, aber einem Dummen nützen auch alle Weisheiten dieser Welt nichts. Mein Fazit: Eines der ganz großen Bücher über strategisch richtiges Handeln, sollte man unbedingt lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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105 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Taoistische Philosophie in der Kriegsführung, 23. Juli 2005
Über 2500 Jahre ist dieses Werk bereits alt, Napoleon soll es angeblich besessen und als Feldherr stark von seinen Weisheiten profitiert haben, in Maos roter Armee war es ein zentrales Werk in der Offizierausbildung. Die werbenden Argumente für Sunzis legendäres Werk (Sun Tzu oder auch Sun Tsu) sind eindrucksvoll und schreiben ihm eine zeitlose Wahrheit zu, auch wenn heute Kriege nicht mehr mit Streitwägen und Speeren sondern Panzern und lasergesteuerten Raketen geführt werden.
Basierend auf taoistischer Philosophie und ähnlichen Werken, die heute der Vergessenheit anheim gefallen sind, hat der Philosoph Sunzi der Legende nach sein Wissen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als ihm als Test befohlen wurde aus den Konkubinen seines Königs ein folgsames Heer zu formen. Als keine die Befehle des Heermeisters befolgen wollte und unter Gekicher, der Beweis zu scheitern drohte, entschloss Sunzi einen besonderen Teil seiner Philosophie anzuwenden. Wenn die Anweisungen der Generäle klar und verständlich sind, die Armee diesen dennoch nicht folgt, ist das ein Fehler der Offiziere. Folglich ließ Sunzi diese exekutieren und von da an, wurden alle Anweisungen ohne Widerrede und Gekicher ausgeführt.
Die Weisheit von Sunzis Worten liegt darin, dass er strategische Grundregeln anspricht und im Zusammenhang mit der Kriegsführung seines Zeitalters erläutert. Für Sunzi waren Information und Flexibilität Eckpfeiler erfolgreicher Kriegsführung. Wer 100 Schlachten gewinnt ist laut ihm nicht unbedingt begabt, denn der wahrlich Begabte kann 100 Schlachten gewinnen ohne sie zu führen. Dieser scheinbar offene Widerspruch ist der taoistische Kern von Sunzis Kriegs-Philosophie, die totale Flexibilität und unsichtbare Übermacht. Nicht große Heere, mit teurer Ausstattung, sondern kleinere Einheiten, die sich aus dem Feindesland ernähren können, werden von Meister Sun empfohlen. Damit diese siegen können, auch ohne Schlachten zu führen, ist es notwendig den Informationsvorteil zu erringen. Zu wissen was der Feind kann, was er denkt und wie er reagieren wird, aber auch zu wissen, was man selbst kann. Interessant ist natürlich Sunzis Argumentation, die Geheimdiensten und verdeckten Operationen, hinter feindlichen Linien, einen hohen Stellenwert einräumt. Diese Art der unsichtbaren Kriegsführung, der Kämpfe, ohne Schlachten zu führen, spricht für eine andere Sicht als Fortführung der Politik unter Anwendung militärischer Mittel.
Ein Krieg, so Sunzi, soll sich etwa nicht gegen das fremde Volk, sondern den feindlichen Herrscher und seinen Machtapparat richten. Im Volk etwa durch Terror für Angst zu sorgen, kann die Macht einer Regierung nur vordergründig schwächen, denn die freigesetzte Energie und Angst lässt sich kanalisieren und so ein nicht selten noch härterer Kurs, mit gestärkter Loyalität einschlagen. Sunzis Strategie, verlangt es die Legitimität des Feindes zu untergraben, ihn auch außenpolitisch diskret herabzusetzen, um Rahmenbedingungen zu ändern, denn wer das Schlachtfeld bestimmt, siegt.
Mit der Kunst des Krieges hat Sunzi unumstößliche Grundsätze zur effizienten und erfolgreichen Kriegsführung geschaffen, die vor allem eines Voraussetzen, Wissen, über den Feind und sich selbst, über den Boden auf den man kämpft, und Kontrolle, die man erringen muss, um Schlachtfeld und Modalitäten selbst zu bestimmen. Würde man sich in realer Kriegsführung mehr an Sunzis Grundsätzen orientieren, viele klägliche Niederlagen und Verluste ließen sich wohl vermeiden. Dennoch ist Sunzis Werk ein philosophisches, über dessen Inhalte es sich lohnt auch nachzusinnen, wenn man nicht als Offizier beschäftigt ist, denn die Kunst des Krieges ist nicht zuletzt auch eine Kunst der Konfliktbewältigung.
Fazit:
Ein überzeugender philosophischer Leitfaden für aggressive Konfliktbewältigung.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der älteste Strategieklassiker, 17. Februar 1999
Von Ein Kunde
Sun Tsu schrieb das erste Traktat über die Kriegskunst. Wie auch Lao Tse oder andere chinesiche Klassiker besticht er durch Prägnanz und Kompaktheit. Selbst 2500 Jahre nach dem Entstehen dieses Werkes kann man nur staunen, daß auf den wenigen Dutzend Seiten alles, was zum strategischen Denken und Planen gehört, gesagt wurde, und keiner Ergänzung bedarf. Sagt Clausewitz nüchtern: "Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln", so beginnt Sun Tsu mit der Mahnung: "Der Krieg ist ein großes Wagnis für den Staat, er ist Ausgangspunkt für Leben und Tod, Weg zum Weiterbestehen oder zum Untergang. Dies zu verstehen ist notwendig." Die dreizehn Kapitel der Kriegskunst können auf alle Lebenslagen angewandt werden, also verwundert es nicht, daß er nicht nur manchmal von Mao Tse Tung zitiert wird, sondern auch im Wirtschaftsleben erhebliches Echo findet. Bummelt man durch einen Singapurer Buchladen, so stimmt die Fülle englischer Literatur gegenüber der mageren deutschen zu diesem Thema nachdenklich. Um Jugendliche an das strategische Denken heranzuführen, wurde Sun Tsu sogar als Comics aufgelegt. Für Menschen, die sich mit Strategie auseinandersetzen, ist Sun Tsu neben den 36 Strategemen oder "Das Buch der fünf Ringe" von Musashi eine Pflichtlektüre. Ich benutze diese Quellen seit Jahren und bin immer wieder überrascht, wie unbekannt sie sind, wenn ich das Material das erste Mal vorstelle.
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