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5.0 von 5 Sternen
Zurück zum Wesentlichen fürs Kind, 21. November 2005
Ich habe eine 1,5 Jahre alte Tochter, bin Redakteurin im Gesundheitsbereich und so auch schon oft mit diversen Beiträgen zur 'modernen Kindererziehung' in Berührung gekommen. Rein intuitiv empfand ich viele dieser Methoden wie Triple P etc. als fraglich. Noch viel zerstörender für kleine Kinderseelen ist ja sicherlich noch der Trend der Super-Nanny. Ich war privat daher bislang der Typ Mutter, der gar keine so genannten Erziehungsratgeber im Bücherregal haben wollte, denn die einen sagten Hü, die anderen Hott und so richtig weiter gedacht, kamen mir keine der Ratschläge vor. Nun habe ich aber - zunächst über den beruflichen Zugang-dieses Buch von Herrn Bergmann gelesen und muss sagen, dass ich gerade zu froh bin, darauf gestoßen zu sein. Er geht so sehr auf das Wesentliche für kleine Kinder ein, das andere Ratgeber nur zu gerne vergessen (oder selbst nicht mehr kennen oder für 'zu weich' halten), dass ich beim Lesen viele Momente des 'Aha, mein Gefühl hatte also doch recht' hatte. Diesem Gefühl sollten mehr Eltern trauen, es würden sicherlich weniger Kinder einsam in ein Zimmer gesperrt, auf den stillen Stuhl gesetzt oder bei 'so genanntem Trotzverhalten' bestraft oder gar ignoriert. Herr Bergmann macht auf sehr plausible Weise klar, was man den Kindern damit eigentlich alles antut und was Elternliebe hingegen wirklich bedeutet, welche Verhalten des Kindes eben gerade aus der Bindung zur Mutter (und dem Vater) resultieren. Ich werde Bekannten und Freunden nur noch raten, legt den Wust an Elternratgebern zur Seite, nehmt dieses Buch und vielleicht noch 'die gute Autorität' von Herrn Bergmann und dann besinnt euch auf euer hoffentlich liebendes Gefühl - mehr braucht ihr nicht.
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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absolut empfehlenswert, 3. Juli 2007
Ich vergebe hier die volle Punktzahl, weil...mich dieses Buch sehr berührt hat.
Meine Tochter ist gerade 3 geworden und ich habe das Buch nun schon 2x gelesen (und ich habe kaum Zeit zum Lesen!), da es etwas sehr Wesentliches in mir bewirkt hat:
trotz meines ungeduldigen und leicht hitzigen Wesens schaffe ich es nun, sehr ruhig und besonnen mit meiner Tochter umzugehen.
Ich habe erkannt, dass es tatsächlich nicht der pure Trotz ist, mit dem Kinder ihre Eltern zur Weißglut treiben.
Die Kleinen versuchen einfach nur - was ja nur legitim ist - ihren kleinen, immer stärker werdenen Willen durchzusetzen.
Etwas anderes tun wir "Großen" doch auch nicht! Nur schaffen wir es in der Regel ;-) uns etwas mehr zu beherrschen.
Die Kleinen können ihren ganzen Ärger nunmal noch nicht runterschlucken.
Provokationen sind sicherlich zu 100% auch welche...aber man muß nicht nur das Symptom "behandeln", sondern auch die Ursache herausfinden. Kinder flippen in der Regel nicht ohne Grund aus...und wir Eltern sollten auch mal mehr bei uns schauen.
Meine Tochter ist erst 3, bei uns sind es noch kleine Dinge, die den Haussegen gerade halten: auf Augenhöhe zuhören, Ernst nehmen, sich Zeit nehmen...intuitiv handeln...ganz doll lieb haben und es auch zeigen.
Diese Erkenntnisse (und noch mehr) habe ich aus dem Buch gewonnen...ich kann nur allen Eltern raten, es zu lesen...es hat meinen Blick jedenfalls auf die anstrengenden Seiten/Zeiten des Elterndaseins sehr positiv beeinflusst.
Ach ja.... und dass Mama nunmal Mama ist, aber der Papa auch ganz toll und ebenso wichtig, kann ich nur beipflichten.
Die Natur hat uns gewisse "Aufgaben" zugedacht...warum versuchen wir immer wieder, uns gewissen Gegebenheiten zu widersetzen? Aus Arroganz oder falsch verstandener Emanzipation? Die Quittung gibts sowieso immer..
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antwort auf Reinhold Stansich, 27. August 2005
na ja, das mit den punkten ist jetzt blöd, ich habe das buch nämlich selber geschrieben, und ich finde keineswegs alle meine bücher gut - aber dieses!
gebe ich mir alle punkte, ist das irgendwie unangenehm, nenne ich keinen punkt, bekommt die gesamtwertung ein schiefes bild, das will ich auch nicht.
ich will aber unbedingt dem reinhold stansich ein bißchen widersprechen. zunächst schönen dank - eigentlich schreibt er ja sehr freundlich! aber etwas ganz wichtiges stimmt überhaupt nicht.
nein, in diesem buch steht nirgend - und schon gar nicht "völlig unabgeschwächt" -, dass mütter und väter fehler machen - und die haben dann furchtbare folgen. da steht haarscharf das gegenteil.
soll ich mal zitieren?
"nein, eine einzige kleine begebenheit, an der eine mutter mal schlechte laune hat, schadet keinem kind. all das wird unter der fülle schönerer erfahrungen schnell vergessen".
wer macht denn da schuldgefühle?
an derer stelle erzähle ich, dass ich selber in meiner familie gut geschätzt 70 prozent falsch mache, und 30 richtig. die aber mit viel liebe. und dann sage ich: die 30 prozent reichen. weil es nicht auf das richtig-machen ankommt, sondern auf die gefühle von eltern und kind.
ich rede zum beispiel davon, dass alle menschen ihr ganzes leben lang ihre "muttersprache" sprechen. mögen sie vier fünf weitere sprachen perfekt lernen - der klang, die lockung, der tonfall von "mama" schwingt in ihrer sprache ein leben lang mit.
so tief wirkt mama, ein leben lang. papa auch!
was für eine kraft das ist! darüber bin ich doch froh, und kriege keine schlechten gefühle...
ich erzähle aus der entwicklungspsychologie (sogar sehr vollständig, wer alles gelesen hat versteht hinterher sehr viel von entwicklungspsychologie, mehr als mancher fachmann!), ich berichte immer wieder mal von meiner kleinen tochter, ihrem hamster, der zeit auf dem spielplatz und mehr.
Ich spreche also von der freude der liebe. am reinsten und tiefsten ist sie im zusammensein mit kindern.
und ganz zuletzt: ich sage auch - wörtlich -, "dass die elternliebe, besonders die mutterliebe, der ursprung des humanen ist. die zukunft einer zivilen gesellschaft und kultur liegt bei den müttern".
das soll ein schlechtes gewissen machen?
das macht mut - und soll es auch.
im übrigen klingt bei Ihnen, lieber herr stansich, alles so, aber sei das buch ein bissel pädagogisch-sauertöpfisch. aber so ist es doch gar nicht, das haben Sie bestimmt gemerkt. es ist heiter, und oft nachdenklich, und manchmal ein bißchen traurig.
ich grüße Sie herzlich, und mit dank, trotz der kleinen einschränkungen
wolfgang bergmann
PS ... die fünf punkte, die ich mir selber gegeben habe, sind mir immer noch peinlich, aber wie soll ich es denn sonst machen? soll ich mich etwa selber in die pfanne hauen?
aber das urteil überlasse ich schon gern den lesern selbst, sie sollen nur wirklich wissen, was sie erwartet und worum es mir geht: um eine stützung von familie als elementarer wert, und um liebe als grundlage von allem (sonst ist die ganze erziehung nix wert!)
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