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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Deutsche Filme mit Hollywood-Dramaturgie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst des Drehbuchlesens. (Taschenbuch)
Dieses Buch bietet einen guten Einstieg in die Beurteilung von Drehbüchern. Nach dem Lesen sollte man im Idealfall ein (Dreh-)Buch seriöser beurteilen können als mit der Bezeichnung "das ist langweilig".Auf etwa 140 Seiten geht Autor Oliver Schütte auf die Grammatik des filmischen Erzählens ein, bespricht die wichtigsten Elemente der Dramaturgie und liefert einige der Grundlagen zur Drehbuchanalyse. Leider fallen diese einzelnen Punkte sehr knapp aus: 41 Kapitel lassen sich auf 140 Seiten eben nicht ausreichend behandeln. Zwischen den Kapiteln bleiben noch dazu manche Seiten als 'Trennelement' leer. Immer wieder werden Gedanken abgebrochen und zu wenig ausführlich erklärt: mehr und ausführlichere Beispiele hätten gut getan. Platz wäre gewesen, denn mit knapp über 200 Seiten ist das Buch eher ein Büchlein. Apropos Beispiele: dieses Buch fällt vor allem dadurch auf, dass ausschließlich deutsche Filme als Beispiele für eine gelungene Dramaturgie angeführt werden. Ein Paradies für die Hollywood-Hasser? Nein, denn Autor Schütte kennt natürlich die Dramaturgie-Vordenker von Aristoteles über Syd Field und Linda Seger bis Christopher Vogler. Was z.B. in Hollywood funktioniert, funktioniert natürlich auch beim dt.Film - wo es angewendet wird. Und so werden Szenen aus 'Schtonk', 'Lola rennt', 'Jenseits der Stille', 'Knocking on heavens door' oder 'Stadtgespräch' zitiert und flüchtig besprochen. Gerade diese mutwillige Beschränkung auf deutsche Filme wirkt seltsam, weil jedes angeführte Beispiel ein Beweis ist, dass die Hollywood-Rezepte auch in Europa funktionieren (könnten). Schütte wundert sich gelegentlich über den Erfolg der Filme, bei denen man den Dramaturgie-Rezepten nicht völlig gefolgt ist. So liest sich dieses Buch wie die Kurzfassung von Voglers 'Odyssee des Drehbuchautors' und Fields diversen Handbüchern. Warum aber nicht gleich die ausführlicheren Originale lesen? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eigene Texte beurteilen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst des Drehbuchlesens. (Taschenbuch)
Die Kunst des Drehbuchlesen will nicht das Schreiben von Drehbüchern lehren, sondern das kritische Lesen, wie man Stärken und Schwächen eines Buches erkennt. Schwerpunkt ist dabei die Dramaturgie und deshalb ist es auch für Romanschriftsteller interessant. Es zeigt nämlich, wie man in einem Text erkennt, wo Änderungen angebracht sind, wo die Handlung oder die Figuren durchhängen, aber auch, was der Kern und die Stärke der Geschichte ist.Schütte behandelt die Figuren, den Konflikt, das Thema, die Struktur und Dramaturgie, die einzelnen Szenen und liefert eine ausführliche Frageliste für die Beurteilung eines Buches mit. Alle Beispiele, die er wählt, sind deutsche Filme. Schwerpunkt ist immer die Dramaturgie, da es sich um Drehbücher handelt. Das Buch ist verständlich geschrieben, logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Wer sich sich allerdings schon längere Zeit mit der Beurteilung von Texten befasst, wird nur bedingt neues entdecken. Da jeder Buchautor sein Projekt, wenn die erste Fassung steht, beurteilen muss, sollte er seinen Text möglichst mit den Augen eines Lesers sehen können. Von daher ist Die Kunst des Drehbuchlesens auch für Romanautoren nützlich, vor allem solchen, die es noch wenig Übung darin haben, dem eigenen Text objektiv zu betrachten. Natürlich sollte man den Text nicht als Bibel betrachten, aber das gilt schließlich für alle Schreibbücher. (c) Hans Peter Roentgen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klar und nützlich!,
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst des Drehbuchlesens. (Taschenbuch)
Hier wird in präziser Sprache ein dramaturgischer Rahmen entwickelt, der nützlich ist! Und die Anwendbarkeit reicht über den von Herrn Schütte beanspruchten Bereich hinaus. Zum einen lässt sich das Konzept nicht nur auf Filme, sondern ( mit kleinen Änderungen ) auch auf andere Formen von Geschichten wie Romane, Comics, und mitunter sogar die eigene "Geschichte" anwenden. Zum anderen taugt das Konzept zum Verständnis von Filmen als Zuschauer und Liebhaber ebenso wie zum kritischen Lesen und Überarbeiten von Drehbüchern.Und: trotz gegenteiliger Warnung des Autors kann mich die Lektüre seines Buches unmittelbar zum Schreiben animieren - so wie ein Jazzmusiker, der gerade einfache, vorgegebene Formen individuell ausgestaltet, und so aus einem "konventionellen" Rahmen ein individuelles Werk entstehen lässt. Der kreative Prozess besteht eben auch aus einem Wechselspiel von Abstraktion und Konkretisierung. Hier ist dem Autor eine fruchtbare Abstraktion gelungen. Vielen Dank! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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