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Die Kultur der Unhöflichkeit [Gebundene Ausgabe]

Thomas Mießgang
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

16. Oktober 2013
Dieses Buch ist weder ein weiterer Ratgeber für das Überleben in unhöflichen Zeiten noch ein neues kulturpessimistisches Lamento. Denn nicht jede Form von Unhöflichkeit ist Indiz für den beschleunigten Verfall der Umgangsformen. Strategischer Grobianismus kann auch eine heilsame Wirkung entfalten: Ein derbes Wort oder die gezielte Verletzung gewisser Regeln schafft - bisweilen - Emanzipation und enttarnt den Unsinn manch leerer Konvention. Heute kommt man mit dem Hute in der Hand nicht mehr durch das ganze Land. Gelegentlich muss man auch die Baseballkappe verkehrt herum aufsetzen. Thomas Mießgang analysiert mit leisem Spott verschiedene Gesellschaftsbereiche und die ihnen eigenen Unzivilisiertheiten und erklärt, wo wir wirklich jeden Anstand verloren haben und wo der Regelbruch dagegen eine gezielte Provokation des Establishments ist.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 205 Seiten
  • Verlag: Rogner & Bernhard (16. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395403025X
  • ISBN-13: 978-3954030255
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 268.611 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Thomas Mießgang, geboren 1955 in Bregenz, studierter Germanistik und Romanistik in Wien. Er war viele Jahre journalistisch tätig (Falter, Profil, Die Zeit, OFR). Von 2000 bis 2011 war er Kurator in der Kunsthalle Wien. Mießgang publiziert zu Kunst, Musik und Kulturpolitik und lebt in Wien. Bei Rogner und Bernhard veröffentlichte er zusammen mit Christoph Steinbrener die Kunstsatire der Phantastische Phallus

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Von Jouvancourt HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
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Der ehemalige österreichische Kunstkurator und Publizist Thomas Mießgang kritisiert in seinem neuen Buch die zunehmende Proletarisierung unserer Gesellschaft. Sie lässt sich gehen... Kleidungsordnungen gäbe es so gut wie nicht mehr, alle Vorbilder aus dem TV sind grobschlächtig, und vulgär ( Lugners, Geissens) und gerade diese TV-Kultur, meint Mießgang, zieht die Bevölkerung nach unten. Man verlernt elementare Höflichkeit, es ist oft sogar "hipp", keine Manieren mehr zu zeigen. Im Fernsehen sieht er das Epizentrum des Proletenkultes, dort würden "ungustiöse" (herrlich!) Geschichten abgeliefert und die Haupttäter sind schnell geortet: Atze Schröder, Cindy von Marzahn und Mario Barth!

In diesem Niedergang der gesellschaftlichen Werte sieht er ein erhöhtes Potenzial für einen Bürgerkrieg. Es gäbe immer mehr Superreiche und immer mehr arme Schweine. Die Mittelschicht wird ausgehöhlt und prekarisiert, die Kleidung universalisiert und die Sitten werden immer unwichtiger. Große Firmen beschäftigen Rechtsanwälte und Manager, die dem Kunden ein bestimmtes Wording entgegensetzen, um ihn zu verschaukeln, im Supermarkt sei der ebenfalls nur mehr eine Nummer. Die menschlichen Beziehungen werden verflacht, gutes Benehmen wird nicht mehr honoriert, seine Frage ist am Ende des Buches: wohin geht der Mensch?

Der Untertitel des Buches wird schon von vielen Suchmaschinen und auch dem Amazon-System als "gefährlich" eingestuft und würde ich den Titel hier wiederholen, müsste meine Rezension erst einen Tag lang manuell geprüft werden! Wir sind also tatsächlich immer mehr in den Händen von Computern, die uns ausspähen und kontrollieren.
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