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Die Kultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch. [Taschenbuch]

Jacob Chr. Burckhardt
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Kurzbeschreibung

Januar 1987
Das Werk ist in sechs Abschnitte gegliedert, von denen der erste und derletzte dem Staat bzw. der Religion als den tragenden Kräften gewidmet ist. Die vier dazwischen liegenden Abschnitte behandeln die Entwicklung des Individuums, die Wiedererweckung des Altertums, die Entdeckung der Welt und des Menschen sowie die Geselligkeit und die Feste als besondere Merkmale des neuen Zeitalters. Der Autor beschränkt sich räumlich auf das italienische Gebiet und zeitlich auf das 15. und frühe 16. Jahrhundert, nicht ohne notwendige Rückgriffe auf das Mittelalter. Während die Menschen im Mittelalter in einer von der Religion bestimmten Ordnung lebten, sind jetzt die moralischen Werte verloren gegangen. In dieser chaotischen Zeit versuchen die Humanisten und Künstler einen Standpunkt zu finden, sind jedoch macht- und ruhmsüchtig und setzen sich und ihr Schaffen absolut. Dennoch entfalteten sich vor diesem wirren Hintergrund ein neues Menschenideal, dem umfassende Bildung als hohes Gut galt, und eine kulturelle Blüte von noch heute sichtbarer Ausprägung. Burckhardt beschreibt die wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen der Zeit von den Entdeckungsreisen des Kolumbus über die Sternkunde, die Botanik, die Zoologie bis zur Kunst der Poesie bei R Dante Alighieri, Giovanni R Boccaccio oder Francesco R Petrarca. Des Weiteren widmet er sich der neuen Stellung der Frau in der Renaissance. In den höheren Ständen erhielten Frauen die gleiche Bildung wie die Männer und erbrachten auch bemerkenswerte künstlerische Leistungen in Malerei und Dichtkunst. Schliesslich untersucht Burckhardt die moralische Situation des Landes einschliesslich der Kirchen und ihrer Vertreter. Er stellt fest, dass Italien sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts in einer schweren sittlichen Krise befand, die sich auf alle gesellschaftlichen Kräfte auswirkte. Der Glauben war erschüttert und das Misstrauen gegenüber der Kirche gross.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 604 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen (Januar 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150068371
  • ISBN-13: 978-3150068373
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 9,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.058.772 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Kultur der Renaissance in Italien
OA 1860 Form Sachbuch Bereich Kulturgeschichte
Die Kultur der Renaissance in Italien ist das populärste Buch von Jakob Burckhardt, das die Vorstellungen von der Renaissance nachhaltig prägte. Dem Werk liegt ein völlig neuer, von Burckhardt entwickelter vielschichtiger Kulturbegriff zu Grunde, der die gesamte menschliche Lebensgestaltung umfasst. Er schließt den Staat als kulturelle Äußerung ebenso ein wie die Religion und die Produktion von Kunst aller Art sowie die Formen der Geselligkeit und der Feste. Der große anhaltende Erfolg des Buches ist auch seiner erzählerischen Qualität zu verdanken.
Inhalt: Das Werk ist in sechs Abschnitte gegliedert, von denen der erste und der letzte dem Staat bzw. der Religion als den tragenden Kräften gewidmet ist. Die vier dazwischen liegenden Abschnitte behandeln die Entwicklung des Individuums, die Wiedererweckung des Altertums, die Entdeckung der Welt und des Menschen sowie die Geselligkeit und die Feste als besondere Merkmale des neuen Zeitalters. Der Autor beschränkt sich räumlich auf das italienische Gebiet und zeitlich auf das 15. und frühe 16. Jahrhundert, nicht ohne notwendige Rückgriffe auf das Mittelalter. Während die Menschen im Mittelalter in einer von der Religion bestimmten Ordnung lebten, sind jetzt die moralischen Werte verloren gegangen.
In dieser chaotischen Zeit versuchen die Humanisten und Künstler einen Standpunkt zu finden, sind jedoch macht- und ruhmsüchtig und setzen sich und ihr Schaffen absolut. Dennoch entfalteten sich vor diesem wirren Hintergrund ein neues Menschenideal, dem umfassende Bildung als hohes Gut galt, und eine kulturelle Blüte von noch heute sichtbarer Ausprägung. Burckhardt beschreibt die wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen der Zeit von den Entdeckungsreisen des Kolumbus über die Sternkunde, die Botanik, die Zoologie bis zur Kunst der Poesie bei R Dante Alighieri, Giovanni R Boccaccio oder Francesco R Petrarca. Des Weiteren widmet er sich der neuen Stellung der Frau in der Renaissance. In den höheren Ständen erhielten Frauen die gleiche Bildung wie die Männer und erbrachten auch bemerkenswerte künstlerische Leistungen in Malerei und Dichtkunst. Schließlich untersucht Burckhardt die moralische Situation des Landes einschließlich der Kirchen und ihrer Vertreter. Er stellt fest, dass Italien sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts in einer schweren sittlichen Krise befand, die sich auf alle gesellschaftlichen Kräfte auswirkte. Der Glauben war erschüttert und das Misstrauen gegenüber der Kirche groß.
Wirkung: In seiner Darstellung der Epoche der Renaissance hat Burckhardt zahlreiche Bezüge zur modernen Zeit hergestellt. Für die Kunst- und Kulturgeschichte schuf er ein bahnbrechendes Werk, auf das bis heute Bezug genommen wird. Es gelang ihm, eine unüberschaubare Fülle von Einzelwissen in einen Zusammenhang zu ordnen und dem Kulturbegriff eine neue, erweiterte Bedeutung zu geben. Burckhardt band das Kunstwerk ein in die Gesamtheit historischer Entwicklungen. Wenn die Renaissance-Forschung auch in vielen Punkten zu neuen Erkenntnissen gelangt ist, so ist sie ohne Burckhardt nicht denkbar. N. B.
Literatur: I. Siebert, Jacob Burckhardt. Studien zur Kunst- und Kulturgeschichtsschreibung, 1991.

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5.0 von 5 Sternen Facettenreiche Darstellung, gut zu lesen 21. Dezember 2006
Von M. Höh
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor gibt sich wissenschaftlich-bescheiden mit der Qualität seiner Darstellung, aber auch nach über 100 Jahren scheint dieses Buch eine der gelungsten Zusammenfassungen dieser wichtigen Epoche in Italien zu sein.

Der Text ist gut zu lesen und trotzdem reichlich mit Daten und Fakten gespickt, die gemachte Thesen untermauern.

Besonders gelungen finde ich, dass sich der Autor auf viele Bereiche der damaligen Zeit konzentriert: Politik, Kunst, Kultur und die Wissenschaft haben alle einen sinnvollen Stellenwert in den Beschreibungen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut - für Menschen mit wenig Vorwissen. 17. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Hallo,

ich habe leider was Geschichte betrifft ein schwarzes Loch im Kopf. Also bestellte mir mein Philosophie-Sohn dieses Buch. Ich hatte bedenken wegen der zu erwartenden Verständlichkeit, aber keine bange. Diese Lektüre nimmt einen mit auf eine Reise ins 15. Jahrhundert und man fühlt sich nicht nur belehrt auf angenehme Art und Weise, sondern auch gut unterhalten. Die Themen Kunst, Zusammenleben, Bildung, Ehe, Familie, Politik werden aberundet behandelt. Man will das einfach weiterlesen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unverzichtbar 19. November 2006
Von Woody W.
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Packend, informativ, kenntnisreich - seit Jacob Burckhardt schrieb kaum ein anderer Autor so eindrucksvoll und detalliert über diese Epoche in Italien. Der Titel trügt, es ist kein Versuch, sondern meisterlich. Ein Muss für alle Geschichtsinteressierten.
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