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Produktinformation
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Schivelbuschs kulturgeschichtlicher und -psychologischer Impetus verlangt, auch die Niederlagenkultur in das Scheinwerferlicht einer Totalperspektive zu zwängen. Doch wer zusammenstimmende Muster sichtbar machen will, der muss die richtige Vorauswahl treffen. Und wohl daran liegt es, dass der Autor den Ersten und nicht den Zweiten Weltkrieg, den amerikanischen Bürgerkrieg und nicht Vietnam als Untersuchungsgegenstände gewählt hat. Hierin mag eine Schwäche der Arbeit liegen, in deren Titel das "Die" vielleicht ein wenig zu hoch greift. Doch all dies ändert nichts daran, dass wir dem Autor auch diesmal wieder ein äußerst inspirierendes Lese- und Bildungserlebnis verdanken. Zum Beispiel auch den brillanten Exkurs "Der Tanzboden der Inflation und die Girlmaschine". In Zeiten existenzieller Bedrohung hat es in der Geschichte immer wieder kollektiv-pathologische Ausbrüche obsessiven Lebensgenusses gegeben. Von wahren Tanzepidemien wird bereits im Mittelalter berichtet. Auch nach dem Ersten Weltkrieg war das nicht anders. Dass es zudem kein Zufall ist, was denn jeweils in welcher Krise getanzt wird, zeigt uns der Autor im Blick auf die deutschen Tanzböden der 20er-Jahre, auf denen die amerikanischen Importe Jazz und Shimmy dominierten.
An anderer Stelle ist dem Autor vorgeworfen worden, dem Leser hier "unverdünnten Unfug" zu servieren (Franziska Augstein in der SZ). Das ist natürlich selbst blanker Unfug! Im Gegenteil geben gerade die beiden Exkurse am Ende des Bandes dem Leser die Gewissheit, seine Lesezeit nicht verschwendet zu haben. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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"Der Verlierer weiss, wovon der Sieger noch nicht mal eine Ahnung hat."
Jürg Näf, dipl.Arch.ETH/SIA, Wien
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