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Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2003
John Wyon Burrows "Die Krise der Vernunft" hat dem "upj." zeichnende Rezensent gut gefallen. Begrüßenswert findet er vor allem, dass Burrow, unbeeindruckt von akademischen Moden, Ideengeschichte in "guter alter englischer Manier" betreibe und auch den "großen erzählerischen Bogen" nicht scheue. Vor dem Hintergrund der europäischen Ideenlandschaft, so der Rezensent, zeichnet Burrow die großen Auseinandersetzungen und Verwerfungen zwischen den Revolutionen von 1848 und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges nach. Dabei erscheine das mittlere 19. Jahrhundert sowohl als Geburtsstunde der Demokratie als auch der modernen Großstadt. Evolutionstheorie, "Unbewusstes", Anarchismus kommen nach Auskunft des Rezensenten ebenso zur Sprache wie das neue "Ich", das sich in diversen Figurationen zeigte, die vom Künstler über den Komponisten bis zum philosophierenden Literaten und professionellen Nihilisten reichten.
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Robert Tombs (Times Literary Supplement)
»Burrow hat mit einer bewundernswerten Leistung die Geschichtsschreibung einer Epoche, die sonst episodisch, bruchstück- und skizzenhaft bleibt, erweitert und vervollständigt. Das umfangreiche Material in einem Buch mit bescheidenem Umfang unterzubringen ist ein Meisterwerk der Verdichtung und setzt neben einer unstillbaren Wissbegier eine heroische Selbstdisziplin voraus. Dieses Buch ist konzentrierte Nahrung, die langsam aufgesogen werden muss unschätzbar.«
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.