Das Buch ist ein geschichtlicher Rückblick auf die Zeit vom 17. bis zum 19.Jahrhundert und deckt deutlich auf, dass die Frauen zu dieser Zeit nicht unbedingt nur die Hausfrauen, ohne Recht auf ein eigenständiges Leben waren, sondern durchaus bereits damals die Emanzipation (wenn auch in einer weitaus schwächeren Form als sie dann im 20.Jahrhundert einsetzte) ihren Einzug hielt. Abgesehen von den Fällen, in welchen die Damen unfreiwillig reisten (z.B. aufgrund einer Verbannung des Ehemannes), gab es schon damals Männer, welche die Reiselust ihrer Gattinnen akzeptierten bzw. sogar förderten, indem sie sie auf ihren Geschäftsreisen mitnahmen - dies war anno dazumal sicher keine Selbstverständlichkeit.
Die einzelnen Berichte sind sehr interessant und zeigen auf, dass das damalige Reisen überhaupt nicht mit unserem heutigen Reisekomfort zu vergleichen ist. Auch zeigt sich das offene Wesen der Reisenden Damen, z.B. auch in der Form ihrer Partnerwahl, wobei die Ehe nicht unbedingt Voraussetzung für eine Beziehung war. Durch den tragischen Verlauf einiger Lebensgeschichten wird auch immer wieder das Mitgefühl angesprochen, v.a. auch dadurch, dass Abbildungen vieler besprochener Damen gezeigt werden, sodass sich der Leser auch wirklich die Menschen hinter den Daten und Fakten vorstellen kann.
Das Buch ist gesamt gesehen eine Reise in die Vergangenheit, und obwohl unser heutiger Reisekomfort nicht zu missen ist, wäre es doch auch äußerst interessant, für einige Zeit die Uhr zurückzudrehen um an einem dieser aufregenden Abenteuer teilnehmen zu können.