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Die Kreutzersonate [Taschenbuch]

Lew Tolstoj
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

29. April 1984
Während einer nächtlichen Zugreise macht Posdnyschew, der Held von Tolstojs Erzählung, einem Mitreisenden ein aufwühlendes Geständnis: in seiner maßlosen Eifersucht - noch zusätzlich durch Beethovens Kreutzersonate geschürt - sah er keinen anderen Weg mehr, als seine vermeintlich untreue Frau umzubringen. Schritt für Schritt gerät er stärker in den Sog seiner heftigen Gefühle.

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Die Kreutzersonate + Eine Frage der Schuld: Roman - + Sofja Tolstaja: Ein Leben an der Seite Tolstojs (insel taschenbuch)
Preis für alle drei: EUR 28,99

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 175 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag (29. April 1984)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458324631
  • ISBN-13: 978-3458324638
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.512 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

Leo N. Tolstois Erzählung die Kreutzersonate (1891) gibt die Geschichte einer tragisch mißglückenden Ehe. Nach Junggesellenjahren zügellosen, insgeheim bereuten Genusses beschließt der adlige Grundbesitzer Posdnyschew, zu heiraten und fortan ein bürgerlich-sittliches Leben zu fuhren. Doch bald nach der Eheschließung empfindet er Gleichgültigkeit, Gereiztheit, ja Haß und Abscheu gegenüber seiner Frau, die er zugleich mit einem Verlangen, das er für »tierisch« hält, wider Willen begehrt. »Der Geschlechtstrieb ist ein Übel, ein schreckliches übel, das man bekämpfen und nicht, wie es bei uns geschieht, fördern soll«, meint er, unfähig, die sexuelle Liebe zwischen Mann und Frau als etwas Positives zu begreifen. Als Dreißigjährige ist seine Gattin eine Schönheit; sie widmet sich nun, nachdem sie fünf Kinder geboren hat, ihren persönlichen Neigungen, besonders dem Klavierspiel. Posdnyschew vermutet, daß sie nach einer neuen Liebe Ausschau hält, und er vergeht vor Eifersucht, wenn sie in dem gemeinsamen Haus mit einem Geiger, einem schönen, eleganten Mann, musiziert. So kommt es zur äußersten Zuspitzung des Ehekonflikts, dem Racheakt Posdnyschews, der keinen anderen Ausweg sieht, als die vermeintliche Ehebrecherin umzubringen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Lew Tolstoj wurde am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren und starb am 20. November 1910 in Astapowo, heute zur Oblast Lipezk an einer Lungenentzündung. Tolstoj entstammte einem russischen Adelsgeschlecht. Als er mit neun Jahren Vollwaise wurde, übernahm die Schwester seines Vaters die Vormundschaft. An der Universität Kasan begann er 1844 das Studium orientalischer Sprachen. Nach einem Wechsel zur juristischen Fakultät brach er das Studium 1847 ab, um zu versuchen, die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana mit Landreformen zu verbessern. Er erlebte von 1851 an in der zaristischen Armee die Kämpfe im Kaukasus und nach Ausbruch des Krimkriegs 1854 den Stellungskrieg in der belagerten Festung Sewastopol. Die Berichte aus diesem Krieg (1855: Sewastopoler Erzählungen) machten ihn als Schriftsteller früh bekannt. Er bereiste aus pädagogischem Interesse 1857 und 1860/61 westeuropäische Länder und traf dort auf Künstler und Pädagogen. Nach der Rückkehr verstärkte er die reformpädagogischen Bestrebungen und richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau, und in Sankt Petersburg. Im Jahre 1862 heiratete er die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs, mit der er insgesamt 13 Kinder hatte. In den folgenden Jahren seiner Ehe schrieb er die monumentalen Romane Krieg und Frieden sowie Anna Karenina, die Tolstojs literarischen Weltruhm begründeten.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgründe einer Ehe. 10. September 2010
Format:Taschenbuch
Die Kreutzersonate steht den beiden bekanntesten Werken von Leo Tolstoi
"Krieg und Frieden"und " Anna Karenina" in nichts nach.

Mit Scharfblick hat Leo Tolstoi verborgene menschliche Triebkräfte
offengelegt,und eine psychologische Meisterleistung vollbracht.
Der neben Dostojewski, grösste russische Dichter, erzählt die Geschichte
einer konventionellen Ehe.Am Anfang scheint es eine glückliche Ehe zu
sein, die letztendlich ein tragisches Ende nimmt.Wir erleben wie sich
die Ehegatten entfremden.Die anfängliche Liebe wird als bloße Leidenschaft
dargestellt, und schlägt in mörderische Eifersucht um.

Durch diese Eifersucht,einhergehend mit Erniedrigungen,lassen die junge
Frau verzweifeln, und vereinsamen.Sie sucht Trost bei dem gemeinsamen
Musizieren mit einem Freund des Hauses.Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
Ein Roman der unter die Haut geht, und uns zeigt welche menschlichen
Abgründe durch verstossene Liebe, und Eifersucht sich auftun können.

Die Eifersucht wird zwar immer mit der Liebe geboren,
aber sie stirbt nicht immer mit ihr.

Belaste dich nicht mit Haß.
Er ist eine schwerere Bürde, als du denkst!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kreutzersonate - Tolstoj - sehr lesenswert 23. Oktober 2012
Von Carmen B.
Format:Taschenbuch
Die Kreutzersonate von Tolstoj spiegelt das Innenleben eines verheirateten Mannes, der eine Frau hat, fünf Kinder, wie es sich für einen guten anerkannten Bürger zur damaligen Zeit gehörte.

Mir hilft das Wort "Sonate" um eine abschließende Rezension schreiben zu können.
In der Sonatensatzform, eine Kompositionsform, ist das Leitthema das zentral tragende Element. Die Erzählung wählt die Ich-Erzähler-Perspektive eines verheirateten Mannes. Neben Dialogen gibt Tolstoj dem Leser viele gedankliche innere Monologe mit, die Ausdruck des gefühlten Innenlebens des Ich-Erzählers sind. Sein Gefühlsleben wird getragen von den Leitthemen Eifersucht, Hass und Rachsucht. Das Gefühl von Liebe seiner Ehefrau gegenüber kommt eher in der Vergangenheitsform zum Ausdruck; erst wenn er sich erinnert, das seine Frau auch eine begehrenswerte schöne, hübsch aussehende Frau war und ist, bekommt der Leser den Eindruck, dass dieser Mann seine Frau immer noch liebt. Das Leitthema, welches über mehrere Kapitel tragend ist, ist wie er seine Eifersucht und Rachsucht in seiner gedanklichen Welt anschürt. Tolstoj beschreibt die Eifersucht anschürenden Gedankengänge des Ich-Erzählers sehr detailliert und ausführlich. So dass man als Leser mit verfolgen kann wie die Dynamik in der Psyche eines Menschen der aus Eifersucht mordet aufgebaut sein kann. Der Ich-Erzähler erwischt gegen Ende des Buches, so wie er es auch erwartet hat, seine Frau "in Flagranti" beim Fremdgehen mit einem Musiker. Er tötet dafür seine Frau indem er sie erdolcht. Daher ist der Handlungsstrang relativ einfach zu erläutern, aber die Tiefe mit der Tolstoj in die Psyche des Mannes hineinleuchtet ist interessant nachzuvollziehen. Eifersucht und Wutausbruch und daraus resultierende Affekthandlungen existieren auch noch heute. Der Ich-Erzähler empfindet am Ende der Erzählung Reue, nur hatte ich den Eindruck, so wie es in dem Buch geschildert wurde: Hätte er noch einmal die Wahl, er würde seine Frau wahrscheinlich wieder töten. Vermutlich ein befreiender Akt für ihn. Wer sich für das Thema interessiert dem kann ich das Buch nur empfehlen.

Ein abschließendes Nachwort gibt dem Leser ergänzende Ausführungen des Autors zu Fragen über sein Werk die "Kreutzer Sonate", die ihn zu seiner Zeit noch erreichten. Hierbei beleuchtet Tolstoj den herrschenden Zeitgeist, der die Menschen und Gemüter zu seiner Zeit bewegte, daher sollte man das Buch vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Strömungen lesen und einordnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
''''..hübsche Frauen anzusehen pflegen'.. ' schreibt Tolstoi über den Geiger Truchatschewskij. Das "zu spät", das sich in Podzdnysevs Name birgt nimmt sein Leiden voraus. Zu spät hat er die Lügenhaftigkeit der gesellschaftlichen Normen und Werte erkannt, die in ihm sich aufbauende Diskrepanz die er sich als junger Mann noch nicht erklären konnte.

Unterwegs mit der Bahn kommen zwischen einigen Reisenden Themen wie Ehe, Scheidungen und Bildung auf. Unter Ihnen ist Posdnysev der seine Ehefrau umgebracht hat. In der Folge schildert er dem Ich-Erzähler wie es dazu kommen konnte. Er erzählt von jugendlichen Ausschweifungen, die ihn um die Möglichkeit gebracht hätten ein ideales reines Familienleben zu begründen.
In eine junge Frau verliebt hält er um ihre Hand an und heiratet sie. Glücklich sind die beiden nicht geworden. Für ihn heiligt Kindergebären und sie nähren die Ehe, ist die Aufgabe der Ehefrau und vorher, so meint er, sollte Jungfräulichkeit ihr höchster, idealster Zustand sein. Als seine Ehefrau mit Truchatschewskji zu musizieren beginnt, wächst seine Eifersucht ins unermessliche. Durch Beethovens Kreutzersonate fühlt er sich diesem Hypnotiseur, wie er den Geiger insgeheim nennt, und dieser ihn erregenden Musik, ausgeliefert, in eine andere Wirklichkeit versetzt. Solch strahlende Augen hat er an seiner Ehefrau noch nie gesehen, diese Hingabe, was er der gleichen Ursache zuschreibt. Seine Eifersucht wächst ins unermessliche. Als er aus der Kreisversammlung vorzeitig zurückkehrt trifft er seine Gemahlin und Truchatschewskji, die zusammen musiziert haben. In blinder Raserei ermordet er seine Frau.
Die Geschichte moralischer und physischer Zerstörung zweier Menschen, beide unfähig wirklich zu lieben.

Ein Kreuzzug gegen die Ehe? Das sehe ich anders. Strebte Tolstoi doch eine Reform des Zusammenlebens der Geschlechter an, ein Thema das auch heute an Aktualität nicht verloren hat.

Tolstoj's Denken half objektive Misstände aufzudecken, möglicherweise Misstände nicht ausschliesslich des 19. Jahrhunderts. Wahrheitssuche war seine Triebfeder.

Und deswegen meine Empfehlung: unbedingt lesen.
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5.0 von 5 Sternen Geniale Beobachtung und brilliante Beschreibung einer zerrütteten...
Messerscharf beobachtet Tolstoi wie eine Beziehung ab dem ersten Tag, an dem sie eingegangen wird, verfällt und wie aus anfänglicher Zuneigung Abneigung bis hin zu Hass... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Pj veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Weltliteratur
Nein, man muss die krause Philosophie, die ein russischer Landadeliger im vorletzten Jahrhundert von sich gibt, mit der er letztlich gar die Tötung seiner Ehefrau... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Susanne Preusker veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erschreckend, wundervoll und durchaus aktuell
Eines vorweg: mir ist durchaus klar, dass die Bezeichnung 'aktuell' im Zusammenhang mit dieser Erzählung nicht bei jeden auf Zustimmung trifft. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von beate1971 veröffentlicht
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Vor 18 Monaten von eskapist veröffentlicht
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Veröffentlicht am 20. November 2010 von Adam66
4.0 von 5 Sternen Große Literatur, mit unnötigen Erklärungen
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Veröffentlicht am 15. April 2009 von M. Burger
1.0 von 5 Sternen Ein Manifest gegen die Liebe und die Emanzipation der Frau
Ich habe das Buch im Anschluss an die Lektüre von Matts "Liebesverrat" gelesen, denn in "Liebesverrat" erscheint die Handlung der "Kreutzersonate" als klassisches Beispiel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. September 2008 von ludwigwitzani
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Erzählung mit vielen philosophischen Gedanken
Ein Reisender trifft in einem Zug einen Herrn mit Namen Posdnyschow, welcher im Lauf eines sich entwickelnden Gespräches zugibt, seine Frau ermordet zu haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von lady_stgermain
2.0 von 5 Sternen Anti-sexuelles Pamphlet
"In der Theorie ist die Liebe etwas Ideales, Erhabenens; in der Praxis aber ist sie etwas Gemeines, Schweinisches; Scham und Ekel faßt einen, wenn man davon... Lesen Sie weiter...
Am 3. August 1999 veröffentlicht
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