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Die Kreutzersonate
 
 
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Die Kreutzersonate [Gebundene Ausgabe]

Leo Tolstoi , Raphael Löwenfeld
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 143 Seiten
  • Verlag: Anaconda (20. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938484721
  • ISBN-13: 978-3938484722
  • Originaltitel: Krejtserowa sonata
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 159.654 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Leo N. Tolstoi
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Die "Klelne Bibliothek", die neue Geschenkbuchreihe der Winkler Weltliteratur, schöpft aus dem Fundus der Winkler Dünndruckbibliothek, der größten lieferbaren Sammlung der Weltliteratur. Ausgewählte Texte repräsentativer Autoren der europäischen Literatur erscheinen ungekürzt in edler Ausstattung auf hochwertigem Papier, mit farbigen Vorsätzen, Halbleineneinband mit Kapitalband, Lesebändchen, vierfarbigem Lesezeichen. In den Text eingestreut sind jeweils ca. 16 werkbezogene vierfarbige Abbildungen. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, erscheinen jeweils sechs Bändchen. Eine erlesene Geschenkbuchreihe. Eine Einladung zum Lesen großer zeitprägender Autoren. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Leo Tolstoi (1828-1910) entstammte einem alten russischen Adelsgeschlecht. Nach ausgedehnten Reisen durch Europa zog er sich auf sein Familiengut zurück und schrieb dort seine großen Werke. Unter dem Eindruck Rousseauscher Ideen verurteilte er Kultur und Zivilisation als das natürlich Menschentum verfälschende Elemente. Werke u.a.: "Krieg und Frieden", "Anna Karenina", "Die Kreuzersonate", "Meine Beichte". -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Pj VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Messerscharf beobachtet Tolstoi wie eine Beziehung ab dem ersten Tag, an dem sie eingegangen wird, verfällt und wie aus anfänglicher Zuneigung Abneigung bis hin zu Hass wird. Dazu kommt rasende Eifersucht, die - wie man so schön sagt - mit Eifer sucht was Leiden schafft. Ohne je einen Beweis für Untreue bekommen zu haben, zergeht der Protagonist vor Eifersucht aufgrund der Freundschaft und dem gemeinsamen Hobby seiner Frau mit einem anderen Mann. Zum Ende der Beziehung hat der Protagonist den Glauben an die menschliche Verbindung völlig verloren und sieht Mann und Frau nur als zwei sich gegenseitig hemmende Pole, die fälschlicherweise versuchen, in Form von sexuellen Gepflogenheiten, Liebe zu finden. Er vertritt letztendlich die These, daß die sexuelle Verbindung von Mann und Frau nur einen Zweck habe, nämlich Kinder zu zeugen, und daß diese sonst enthaltsam und respektvoll miteinander leben sollten und dadurch viel Unheil abwenden könnten.

Altmodisch? Aber ganz und gar nicht! Tolstoi schreckt in seinem Buch vor keinem Tabu zurück, er beschriebt - ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen - die Beziehung zwischen Mann und Frau als ein von Anfang an zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Sicher ist das Thema in der Kurzgeschicht sehr verdichtet und entspricht dadurch nicht dem täglichen Erleben, aber Hand auf's Herz, wer hat nicht schon einmal erlebt, daß er seinen Partner mit echter Abneigung angeblickt hat? Wer hat sich nicht schon einmal in eitler Eifersucht gesuhlt, die nichts mit der Liebe zum Partner zu tun hat sondern rein aus der verletzten Eitelkeit kommt? Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, welchen Sinn die Beziehung, in der er lebt, eigentlich hat?

Tolstois Nachwort ist natürlich sehr moralistisch, aber zu seinem Lebensende hin hat Tolstoi sich von der Kirche abgewandt und einen extreme gelebte christliche Moral gepredigt. Das ist die Basis seiner Gedanken und der Geschichte. Diese Moral entspricht vermutlich den Grundsätzen der wenigsten Leser, aber in sich betrachtet ist das Nachwort schlüssig und hochinteressant und gibt noch einmal einen Schlüssel zum Geschehen in der Kreutzersonate.

Außerdem: mich fasziniert es sehr, so pointierte Gedanken von einem Menschen zu lesen, der vor 130 Jahren gelebt hat und der die universelle Natur des Menschen in all seinen Werken so zeitlos beschreibt. Wer sich nach diesem Buch an etwas größeres wagen möchte, dem kann ich Anna Karenina wärmstens empfehlen. Besser kann auch ein moderner Ehebruch nicht beschrieben werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bücher-Liebhaberin TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Posdnyschew, ein Fahrgast in einem nächtlichen Zug, erzählt, nachdem er einige Passagiere über die Liebe als Fundament für eine glückliche Ehe reden hört, sein eigenes Leben: Er glaubte verliebt zu sein, stürzte sich in eine Ehe, zeugte fünf Kinder, ließ Hass gegenüber seiner Gattin aufkeimen, war rasend eifersüchtig und brachte sie letztendlich darauf um.

Tolstois Werk spricht viele Komponenten an, z.B. dass vorehelicher Geschlechtsverkehr nicht gut ist und ins Verderben führt, dass Freudenhäuser gegen die Moral verstoßen oder, dass - das Hauptthema des Buches - die Frauen an vielerlei Schuld tragen und provozieren durch ihr provokantes Auftreten (Kleidung, Flirten mit anderen Männern etc.), sodass die Männer Gefühle der Eifersucht pflegen und letztendlich in Wut und Raserei verfallen und sich einem Mord liebend gerne hingeben. Tolstoi war als Schriftsteller ein Perfektionist und veröffentlichte kein Werk, bevor er nicht eine noch so kleine Ausbesserung vorgenommen hätte. Darum ist "Die Kreutzersonate" in ihrer Überzeugungskraft dem Leser gegenüber gewaltig und lässt nicht zu wünschen übrig. Man fühlt mit der Hauptfigur mit und bringt sogar Verständnis für seine eigentlich unverzeihliche Tat auf. Diesem Werke steht "Eine Frage der Schuld" von Sofja Tolstaja gegenüber, Tolstois Frau. Sie ist das Kontra-Werk auf die frauenfeindliche Kreutzersonate Tolstois. Ich empfehle beide Werke zu lesen, nur so kann man darüber sinnieren und sich ein Urteil bilden bzw. beide Sichtweisen der Dinge kennenlernen. Die Anaconda-Ausgabe enthält noch ein Nachwort Tolstois, indem er beantwortet weswegen er dieses Werk geschrieben hat und was für eine Intention er damit verfolgte.

Einfach ein kurzes und bündiges Meisterwerk, das man gelesen haben sollte!

Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannendes Buch! 12. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
An Beethovens "Kreutzersonate" denkt man beim Titel. Und die Lektüre des Buches rief auch etwa die gleichen Emotionen wie die Musik bei mir hervor: Man erlebt ganz intensiv mit und bleibt am Ende ein wenig allein zurück.

Verschiedene Reisende sitzen während einer Zugfahrt in einem Wagen: der Erzähler, Posdnyschow, ein Advokat, eine Dame... aus diesem Umstand ergibt sich ein Gespräch und man wird unmittelbar vor die gleichen Fragen gestellt, die auch da Thema der fiktiven Unterhaltung sind: Was ist Liebe? Welche Rolle spielen Mann und Frau in einer Ehe? Ist es einzig und allein die Liebe, die die Ehe heiligt?

Nach dem erschreckenden Geständnis Posdnyschows, seine Frau umgebracht zu haben, sind er und der Erzähler allein in dem Wagen und Posdnyschow beginnt seine Geschichte zu erzählen.

Während seines Berichts war ich hin und hergerissen zwischen Verstehen und Unverständnis, am Ende jedoch bleibt Verständnis für Gefühle und Handlungen der Personen, weil Tolstoi es vermag, in die Psychologie der Menschen zu sehen und derart präzis zu schildern, wie ich es bisher nur von Dostojewski kannte.

Es ist ein Buch Tolstois, dass sicher nicht an "Anna Karenina" oder gar "Krieg und Frieden" heranreicht, aber das auf jeden Fall lohnt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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Die neuesten Kundenrezensionen
Unmögliche Ausgabe !
Vom Erwerb dieser Ausgabe ist abzuraten, weil im gesamten Buch jegliche wörtliche Rede ohne Anführungszeichen gedruckt ist - mehr als anstrengend beim Lesen!
Vor 20 Monaten von Rita Klinski veröffentlicht
Tolstoi - mit Vorsicht zu genießen!
Was meine seltsam klingende Überschrift anbelang, dazu später mehr, zuerst muss man sagen was dieses Buch zu bieten hat und das ist eine Menge. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2009 von P.A.
Die "zweite" Kreutzersonate
Erst Beethoven, dann "er" Tolstoi und dann "sie" Tolstoja, das lohnt in dieser Reihenfolge sehr!
Aber danach muss man spazieren gehen und sich erholen von der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2009 von Alexandra
Das Verhängnis der Ehe
Tolstois Alterswerk Die Kreutzersonate ist ein merkwürdiger Zwitter: Da ist einerseits das packende Drama einer vergifteten Ehe, die meisterhafte, psychologisch subtile... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2008 von Rolf Dobelli
Pure Leidenschaft
Im Zug, Tee wird gereicht, die Herrschaften unterhalten sich. Plötzlich ein seit langer Zeit sehr ruhiger Fahrgefährte beginnt zu erzählen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2008 von Günther
Psychogramm einer zerrütteten Ehe
Ein Reisender trifft in einem Zug einen Herrn mit Namen Posdnyschow, welcher im Lauf eines sich entwickelnden Gespräches zugibt, seine Frau ermordet zu haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von lady_stgermain
Lässt sich durchaus auf unsere Zeit übertragen
am Anfang denkt man sich noch, nicht gerade überagend. Aber wenn man erst mittendrin in der Geschichte des Eifersüchtigen Ehemannes steckt, ist es als ob der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2001 von "4tsetse"
Dogmatisch, Orthodox und katholisch verbohrt
Eine Geschichte von Tolstoj, die wie fast jede endet: "erstens will ich damit sagen, daß vorehelicher Sex von den heranwachsenden als normal angesehen wird. Lesen Sie weiter...
Am 16. September 1999 veröffentlicht
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