Neu kaufen

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,94

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Jetzt eintauschen
und EUR 0,45 Gutschein erhalten
Eintausch
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Krankheitserfinder: Wie wir zu Patienten gemacht werden [Taschenbuch]

Jörg Blech
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (57 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 14 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Dienstag, 28. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 8,95  
Audio CD, Audiobook, CD --  

Kurzbeschreibung

11. März 2010
Lassen sie sich nicht für krank verkaufen Sie sind gesünder, als Sie denken! Jörg Blech enthüllt, wie wir systematisch zu Patienten gemacht werden und wie wir uns davor schützen können. Die Pharmaindustrie definiert die Gesundheit des Menschen gegenwärtig neu, so dass Gesundheit ein Zustand ist, den keiner erreichen kann. Viele normale Prozesse des Lebens Geburt, Alter, Sexualität, Nicht-Glücklichsein und Tod sowie normale Verhaltensweisen werden systematisch als krankhaft dargestellt. Global operierende Konzerne sponsern die Erfindung ganzer Krankheiten und Behandlungsmethoden und schaffen so ihren Produkten neue Märkte. Denn indem man zappelnde Kinder medikamentös ruhig stellt, Cholesterin zum Risikofaktor Nummer eins erklärt oder fragwürdige Vorsorgeuntersuchungen einführt, kann man viel Geld verdienen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Wird oft zusammen gekauft

Die Krankheitserfinder: Wie wir zu Patienten gemacht werden + Heillose Medizin: Fragwürdige Therapien und wie Sie sich davor schützen können + Heilen mit Bewegung: Wie Sie Krankheiten besiegen und Ihr Leben verlängern
Preis für alle drei: EUR 26,85

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen


Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe 2005. (11. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596158761
  • ISBN-13: 978-3596158768
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (57 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.150 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 29.09.2003
Dieses Buch wird weder bei Ärzten und der Pharmaindustrie, noch bei Patienten Freude auslösen, sagt Lorenz Beckhardt voraus. Autor Jörg Blech versucht darin nachzuweisen, dass viele Krankheiten gar keine sind, sondern lediglich dem Absatz von Medikamenten dienen, fasst der Rezensent die Hauptthese des Buches zusammen. Er führt einige Beispiele des Autors wie die Osteoporose oder ADHS an und lobt die Argumente Blechs als ziemlich überzeugend. Die "Stärke" der Darstellung sieht Beckhardt in der wiederholten Demonstration, wie aus einem "harmlosen Zipperlein" eine behandlungswürdige Krankheit wird. Nur bedauert er, dass der Autor Zusammenhängendes über verschiedene Kapitel ausbreitet und dies wegen der "blumigen" Überschriften schwer auffindbar ist. Und dass dem Patienten in diesem Buch kein Rat zuteil wird, was er tun soll, wenn an ihm eine der vermeintlichen Krankheiten diagnostiziert wird, findet der Rezensent auch schade.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de

Das sollten Sie wissen, bevor Sie wieder zu Ihrem Arzt gehen

Blitzlichtartig beschreibt Blech die Verflechtungen von pharmazeutischer Industrie, Ärzteverbänden und Ärzten, die sich zu Fürsprechern bestimmter Produkte machen. So werden Praktiken einer "legal abgesicherten Ausbeutung der Sozialversicherung" in zahlreichen Beispielen greifbar. Blechs Buch ist populär geschrieben; es will den "informierten Patienten", auf den die Pharmaindustrie zielt, ein wenig mündiger machen. -- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. September 2003

Ein bemerkenswertes Buch -- Monitor, 7.8.2003

Pointiert geschrieben, genau recherchiert, brillant.

Diagnose: Absolut lesenswert. -- Der Tagesspiegel, 17.08.2003

»Genau mein Thema! [...] Der Verlag sagt: ›Lesen Sie dieses Buch, bevor Sie zum Arzt gehen!‹ - Ich lese dieses Buch, während ich zum Arzt gehe!« -- Harald Schmidt in seiner Show, 6. November 2003 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Eigentlich, sollte man meinen, gibt es auf Erden von Natur aus genügend Krankheiten, und man muss nicht noch weitere hinzufantasieren. Aber genau das tun bestimmte Interessengruppen, behauptet der Journalist Jörg Blech in seinem neuen Buch. Dem markigen Titel »Die Krankheitserfinder« hat der Verlag die Anweisung »Lesen Sie dieses Buch, bevor Sie zum Arzt gehen!« hinzugefügt. Und der Rücktitel spricht von einem »Aufklärungsbuch«, in dem der Autor »enthüllt, wie wir systematisch zu Patienten gemacht werden«.
So viel Anmache macht misstrauisch. Schon wieder einer dieser endlos vielen Gesundheitsratgeber über Analfisteln, Pilzbefall oder das Zappelphilippsyndrom, die beim Leser außer Panik nichts bewirken?
Der provokante erste Eindruck täuscht: Der Inhalt des Buchs stimmt weniger nutzlos-aufgeregt als zutiefst nachdenklich. Jörg Blech will an diversen Beispielen aufzeigen, wie Krankheiten erfunden werden, um pharmazeutischen Unternehmen neue Märkte für ihre Produkte zu erschließen und Arztpraxen schleichend in Verkaufsstätten umzuwandeln. Dies gelingt zumeist, indem hinlänglich bekannte Krankheitsbilder so erweitert oder umgedeutet werden, dass aus einem Gesunden ein Kranker oder zumindest irgendwie Behandlungsbedürftiger wird.
Da gibt es etwa das »Aging Male Syndrome«, die Menopause des Mannes. Die wissenschaftliche Basis für die »männlichen Wechseljahre« ist dürftig. Nichtsdestotrotz propagieren Hormonfirmen die »Andropause« als ernste, weit verbreitete Erkrankung mit Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Leistungsabfall, denen mit Testosteron-Gelen in Monatspackungen ab 65 Euro abzuhelfen sei.
Ein besonders schönes Beispiel dafür, wie man sich therapiebedürftige Menschen generieren kann, ist die sexuelle Unlust der Frau. Zur »weiblichen sexuellen Dysfunktion« pathologisiert, soll sie ausgerechnet mit dem Medikament kurierbar sein, das den Hersteller Pfizer zur weltgrößten Pharmafirma hat aufsteigen lassen: der Männerpille Viagra – einzunehmen, wohlgemerkt, von der Frau.
Keine »Indikationserweiterung«, sondern eine Erfindung im wörtlichen Sinn ist wohl das »Sissi-Syndrom«, eine Krankheit, die erstmals 1998 in den Medien auftauchte. Menschen, die darunter leiden, wurde behauptet, sind aktiv und lebensbejahend, allerdings nur dem Anschein nach. Denn im Grunde sind sie depressiv und damit Kandidaten für Psychopharmaka, wie die legendäre und in dem gleichnamigen Film verewigte österreichische Kaiserin Elisabeth (»Sissi«). Mediziner der Universitätsklinik in Münster, schreibt Blech, haben das benannte und angeblich drei Millionen Menschen quälende Leiden mittlerweile als Schöpfung der Industrie enttarnt.
Der Autor lässt es nicht bei der Aufzählung mehr oder weniger eindrücklicher Beispiele für »neue« Krankheiten bewenden. Er zeichnet vor allem die raffinierten Marketingstrategien nach, mit denen die Gesundheitsindustrie ihre Kunden – Ärzte und ihre Patienten – erreicht. Da werden vermeintlich unabhängige Meinungsforschungsinstitute angeheuert, teure PR- und Werbeagenturen beauftragt, Professoren angesehener Universitäten als Meinungsbildner – bei Insidern »Mietmäuler« genannt – gedungen und Journalisten als unkritische »Multiplikatoren« benutzt. Der enormen Medienpräsenz des genannten Sissi-Syndroms, die von Fachzeitschriften über »Spiegel« und »Stern« bis zur Yellow Press reichte, rühmt sich beispielsweise noch heute eine PR-Firma aus Oberursel auf ihrer Internetseite. Man habe, heißt es dort, eine »neue Depression« etabliert, die mittlerweile von Medizinern und Patienten akzeptiert sei. Zu den Erfolgen des Unternehmens zählt auch ein lanciertes Sachbuch, verfasst von einer Ärztin und Medizinjournalistin und eingeleitet vom Chefarzt einer neurologischen Fachklinik. Bis zu 80 Prozent aller Artikel und Beiträge zu Medizinthemen in den Medien, schreibt Blech, sollen auf eine derart gezielte, von langer Hand geplante Öffentlichkeitsarbeit zurückgehen.
Man sollte das Buch nicht lesen, wenn man wirklich zum Arzt muss. Wer krank ist, braucht nicht noch mehr Beunruhigung, sondern Vertrauen. Aber man sollte das spannend und populär geschriebene Buch lesen, um sich die fließende Grenze zwischen Gesund- und Kranksein zu vergegenwärtigen und sich die kritische Frage zu stellen, ob es klug ist, den Medizinbetrieb allein den Trivialgesetzen des Marktes zu überlassen.
-- Claudia Eberhard-Metzger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
164 von 179 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Schulthe, Hendrik VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Wer sich nicht für krank hält, ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden." - Dies ist, wenn man dem Wissenschaftsjournalist Jörg Blech glauben will, einer der Leitsprüche eines Großteils der Institutionen unserer Schulmedizin. Ärzte, Pharmakonzerne, Kliniken und Massenmedien - sie alle sind an einer Verschwörung gegen den wünschenswertesten und (solange er währt) selbstverständlichsten Zustand des Menschen beteiligt: der physischen und psychischen Gesundheit. Krankheiten werden frei erfunden und gezielt propagiert, damit die entsprechenden Behandlungen auf breiter Basis vermarktet werden können, Arztpraxen und Therapiezentren optimal (d.h. gewinnträchtig) ausgelastet sind und stets noch ein wenig mehr Geld vom leidenden Verbraucher für die Wiedergewinnung seines entschwundenen Wohlbefindens aufgewendet wird.

Denn unendlich krank sind wir alle, wie die alarmierenden Statistiken der Gesundheitsbeilagen in TV-Zeitschriften beweisen: wir leiden an Modekrankheiten wie dem "Aging Male Syndrom" oder am "Sissi-Syndrom", unsere Kinder sind Opfer des "Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndroms" (ADHS) und so fort. Lt. Blech sind äußerst viele dieser neuen Krankheiten lediglich künstlich medikalisierte Alltagsphänomene, "Befindlichkeiten in der Grauzone zwischen krank und gesund" (S. 51) oder über willkürlich festgesetzte Normwerte erst erschaffene Krankheitsbilder (wie im Falle der Cholesterinphobie). Man ist z.B. nicht mehr einfach nur schüchtern, sondern leidet an "Sozialphobie", die man aber zum Glück jetzt endlich mit Psychopharmaka behandeln kann. Der beste Arzt ist nicht etwa jener, der kranken Menschen das gibt, was sie tatsächlich brauchen (vielleicht nur Ruhe und einen Zuhörer), sondern der, der bei jedem Menschen eine furchterregende Krankheit findet und wunderbarerweise auch stets gleich eine Therapie dazu verkaufen kann.

Es geht Blech nicht darum - wie oft in mehr oder weniger wissenschaftlichen alternativmedizinischen Abhandlungen der Fall -, die gesamte Schulmedizin in Bausch und Bogen zu verdammen. Aber er verweist auf ihre auf Selbsterhaltung und Zugewinn ausgerichteten Strukturen, denen das ursprünglich primäre Ziel Gesundheitsbewahrung und -wiederherstellung mehr und mehr zum Opfer fällt.

Das Buch enthält eine auf breiter Ebene recherchierte Vielzahl von Einzelbeispielen aus den letzten Jahrzehnten, und einiges davon wird so ziemlich jedem Lesenden (u.U. aus eigener Erfahrung) bekannt sein. Besonders in den Bereichen der psychischen und geriatrischen Erkrankungen (oder eben: Pseudoerkrankungen) ist die Industrie der Krankheitserfinder dabei offenbar äußerst rege. Wie schrieb schon Harry Rowohlt so schön: "Früher, wenn man sich Namen nicht mehr merken konnte, hieß das vergeßlich. Heute heißt das Alzheimer. Und schon wie-der muß man sich einen Namen merken."

Worauf Jörg Blech nicht eingeht (und es vielleicht in diesem Rahmen nicht kann), sind - neben der Gewinnorientiertheit - die tieferen Hintergründe für diese ungesunde Entwicklung unserer Zivilisation. In einer auf Leistung und Perfektion getrimmten Gesellschaft stellt Krankheit eine der letzten akzeptierten Möglichkeiten für Nichtperfektion dar. Und indem wir unter dem Druck des permanenten Konsumterrors zusammenbrechen und erkranken, werden wir einfach zu Konsumenten anderer Art und somit wieder zu funktionierenden Beiträgern des Systems.

Was Blech ebenfalls nicht erwähnt (weil es ein eigenes Thema wäre): zahlreiche alternativmedizinische Richtungen weisen mittlerweile durch-aus vergleichbare Strukturen auf.

"Die Krankheitserfinder" regt - obwohl manchmal eine Spur zu reißerisch geraten, um ohne Stirnrunzeln zitierfähig zu sein - zu einer kritischen Neubewertung des eigenen Verhältnisses zu Krankheit und Gesundheit an. Es beantwortet nicht die vielleicht wesentlichste Frage - warum sich so viele Menschen so bereitwillig ihre eigene Verantwortlichkeit dem eigenen Befinden gegenüber aberziehen lassen. Es zeigt allgemeine Kriterien auf, die auch dem Laien eine kritischere Bewertung so manchen aus dem Nichts auftauchenden Syndroms vielleicht etwas leichter machen, indem bestimmte Verkaufs- und Überzeugungsstrategien bloßgelegt werden. Umgekehrt ist leider die ebenfalls beigefügte Checkliste von "Fragen zur Erkennung von Nicht-Krankheiten" für den Nichtmediziner unverwertbar, da ihm die erforderlichen Grundlagen für eine Beantwortung (mangels unverfälschter Zahlen, wie Blech selbst wiederholt schreibt) fast immer fehlen dürften.

Dennoch läßt das Buch aufmerksamer werden gegenüber dem merkwürdig verbreiteten hypochondrischen Streben, bei jeder Symptombeschreibung eines neuen 'Volksleidens' mit grimmiger Befriedigung festzustellen, "He! Davon paßt etwas ja auch auf mich!" Und das ist u.U. schon eine ganz gute Impfung gegen die Infektion durch eine erfundene Krankheit.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
111 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heutzutage ist jeder Blutdruck gefährlich.. 18. April 2005
Von Harribald
Format:Taschenbuch
So wirklich verstehe ich manche Rezensionen vor mir nicht. Der Autor behauptet ja nicht, es gäbe keine Krankheiten. Die Hauptaussage des Buches ist die, dass normale Vorgänge im Körper als Krankheiten verkauft werden um Tabletten in die Welt zu werfen. Welcher Schulmediziner verschreibt bei etwas erhöhtem Blutdruck schon Kneippsche Güsse? Es gibt doch Betablocker. Welcher Arzt lößt einen Husten durch Inhalation von Kamilledämpfen? Es gibt doch Chemie. Welcher Doc empfiehlt einem Schlaffi es mal mit einer neuen Bekanntschaft zu versuchen, wo sich doch Liebe heute über Viagra steuern lässt? Zwar viel teuerer dafür ohne Aufwand. Einfach Rezeptblock auf den Tisch geknallt und den hörigen Patienten zu einem netten Apotheker schicken; schließlich muß der ja auch seinen Porsche zahlen.
Das der Autor wohl recht hat, wurde kürzlich im TV wieder klar. In einer eigentlich seriösen Sendung über Blutdruck lies sich der eingeladene Arzt sinngemäß zu folgender Aussage herab: "Jeder Blutdruck über 120/80 gehört medizinisch behandelt sonst sinkt die Lebenserwartung um bis zu 15 Jahre" Mich würde interessieren, wie viel Kohle sich der nette Weiskittel in den selbigen stopfte und welcher Pulverproduzent das Geld dezent überreichte. Nun sind alle Menschen aber irgendwie Individuen und es gibt sicher einen Haufen Leute, die mit 135/90 topfit und gesund sind und ein stolzes Alter erreichen werden. Sterben wir denn auch früher, wenn wir nicht durchschnittlich blond sind? Es ist also im Prinzip egal. Blutdruck an und für sich scheint in den Augen der Mediziner langsam schon tödlich zu sein - im Prinzip hatten schließlich alle Toten als sie lebten einen Blutdruck - das gilt als bewiesen und nun sind sie tot; welchen Blutdruck auch immer. Die gefährlichen Obergrenzen von "was auch immer" werden nun mal von irgend jemandem festgelegt. Und das hier Geld eine Rolle spielt ist doch klar. Und wenn irgendwelche Gremien, die aus Pharmavertretern und ein paar Pillenverschreibern festlegen, dass zukünftig nur ein Blutdruck von 60/12 als gesund gelten kann und wir das alle glauben, dann haben wir ein echtes Problem... Ich wünsche gute Gesundheit. Ach eines noch: Medikamente über Jahrzente eingenommen könnten dummerweise auch zu einem rechtzeitigen Ableben verhelfen. Aber das wissen wir ja... Begierig sehnen wir uns aber nach Unsterblichkeit, nie endender Potenz und dem Aussehen von Romy Schneider bei Lebensalter 150. Genau das Wissen die CEOs aus Leverkusen und Co und genau das verkaufen die uns auch!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überfällige Attacke gegen Rattenfänger 23. November 2004
Format:Gebundene Ausgabe
"Not lehrt beten!" - die Religionen wussten das schon immer und verstanden es, den Menschen mit Angsterregern einzuheizen. Das damit verbundene Geschäft war lukrativ.
Beten ist aus der Mode gekommen. Wäre wohl auch mit zu viel Aktivität verbunden. Da das Etikett "krank sein" entlastet, Zuwendung verbürgt und Märkte öffnet, tun sich bequemere Wege auf. Immerhin schon 7 Prozent der Bevölkerung leiden unter "ausgeprägten Krankheitsängsten" - eine Zahl, die sich steigern lässt durch "healthism", "eine von der Medizin eingehauchte Angst vor lächerlichen oder nicht existeten Gesundheitsgefahren" (S. 222).
Die eingeredete Not lehrt die Segnungen der Medizin zu nutzen. Jörg Blech trägt reichlich überzeugendes Material zusammen, das die Krankheitserfinder entlarvt und aufdeckt, wie wir an der Nase herumgeführt und zu Patienten gemacht werden.
Man wird ihm Einseitigkeit vorwerfen. Man wird an die wirklich Kranken und ihre schwer erträglichen Beschwerden erinnern. Doch solche mitmenschlich-sozialen Plädoyers schaffen das Phänomen nicht aus der Welt, dessen Existenz der Autor belegt und das eine Verhöhnung der von Krankheit Geschlagenen ist. Die Attacke gegen Rattenfänger, die unter Gesunden Kranke rekrutieren, war überfällig.
Seine fünf Vorschlägen (S. 228 - 231), diese Entwicklung einzudämmen, wünscht man alsbaldige Realisierung und Erfolg:
1. eine "Stiftung Warentest" für Krankheiten zur Enttarnung erfundener Leiden;
2. Studien zu Krankheiten und Therapien durch unabhängige Forschungspools;
3. von der Industrie unabhängige Fortbildungskurse für Ärzte;
4. Offenlegung der Verbindungen zwischen Pharmafirmen und Ärzten (Ehrenkodex der Ärzte);
5. Rigorose wissenschaftliche Kontrolle der Heilkunde unter dem Gesichtspunkt des Nutzens ("evidenzbasierte Medizin").
Es ist dem Autor dafür zu danken, dass er "Zwölf Fragen zum Erkennen von "erfundenen" Krankheiten und unsicheren Behandlungen" (S. 235 - 236) angehängt hat, die es ermöglichen, dass man selbst die Verantwortung wahrnehmen kann und auf diese Weise gefeit davor ist, krank geredet zu werden.
Wie überhaupt das Buch eine Botschaft enthält, die leicht überhört werden kann, aber sehr tröstlich ist: wir sind gesünder, als wir glauben.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen sehr gut
In guter Qualität wie beschrieben in kürzester Zeit erhalten- vielen herzlichen Dank! Weiter zu epfehlen und nichts zu beanstanden :-)
Vor 2 Monaten von Corinna veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant aber leider Überholt
Das Buch ist verständlich und hällt was es verspricht. Leider ist es veraltet. Aber wen interressiert, wie wir alle manipuliert werden, der solte sich das Buch... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Bianca Kraemer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wie die Lemmige
Es ist schon schlimm, wie 99 % der Menschen sich wie Lemmige verhalten Aber mit viel Geld, PR und Marketing lässt sich vieles erreichen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Manfred Hamann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein ehrliches Buch, wenn alles zutrifft
Ein sehr gutes ehrliches Buch man müßte es wirklich den behandelnden Ärzten vorlegen, man kann richtig wütend werden, wenn die Angaben alle stimmen
Vor 3 Monaten von C. Krüger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Krankheitserfinder
Wer das Buch liest. Denkt hoffentlich mehr über unsere Welt besonders Medienwelt nach und lernt selbst zu denken ohne manipuliert uu werden. Geht das??????
Vor 4 Monaten von Wagner, Elfrun veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gefällt mir....
aber scheinbar nicht meinem behandelnden Arzt.
Mit einer unerwarteten Erkrankung musste ich ganz plötzlich ins Krankenhaus. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Klaus-peter Sprung veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Notwendig
stimmt alles ! In der Medizin ist es oft noch viel schlimmer ! Bin selber seit mehr als 20 Jahren Chefarzt und kenne den oft mafiösen Betrieb ! Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ullrich Katz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Grhe nie zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst
Vor dem Arztbesuch unbedingt lesen, denn erst nach der Lektüre können Sie beurteilen, zu wessen Wohl die Sie betreffenden Entscheidungen und Anordnungen getroffen werden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Klaus Radloff veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eigentlich zwangsläufig
Medizin- und Pharmafirmen tun viel, um Gewinn und Umsatz zu steigern. Das Vermarkten von Medikamenten und Therapien bringt viel Geld. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Anna Verano veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet
So sehr ich dem Autor auch recht geben möchte in puncto Werte-Hysterie bei Blutdruck- und Cholesterinwerten, so sehr bin ich der Meinung, dass Herr Blech hier über das... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von evelyn veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
"Schlank im Schlaf" - Wer hat Erfahrungen mit dieser Diät gemacht? 124 Vor einer Stunde
Was läuft falsch in unserer Gesellschaft? 1494 Vor 4 Stunden
Ratgeber zur Selbstfindung 26 Gestern
Reizdarm, Ängste und Nahrungsmittel-Intoleranzen heilen 13 Gestern
Neurodermitis 106 Gestern
Sinnliche Erotik ohne Schmutz und Perversionen - eben mal anders 41 Vor 3 Tagen
Selbsthypnose, bringt wirklich was? 45 Vor 9 Tagen
Suche einen Scheidungsratgeber 17 Vor 12 Tagen
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de