Das Buch ist leider sehr teuer. Viele Aspekte hätte der Autor sicher auch etwas kürzer darstellen können ohne dass die Qualität der Informationen gelitten hätte. Manche Kapitel erscheinen mir für die überwiegende Mehrzahl der Leser überaus uninteressant..
Was soll zum Beispiel das Kapitel über Holzbau und Vasati Baumkreis?
Wer baut schon mit Eiche, Zirbe, Kirsche, Linde, Eibe !!! oder anderen wertvollen Hölzern (Siehe Seite 315)?
Ökologisch ist dies äußerst unsinnig und nur etwas für eine betuchte und äußerst ignorante Minderheit.
Auch das Kapitel über Lehmbau wünsche ich mir nicht in einem Vastu-Buch. Ist für mich Themaverfehlung bzw. weiterer unnötiger Füllstoff.
Problematisch ist auch, wenn beim ersten Beispiel zur eh schon komplizierten vedischen Zahlenjongliererei bei den Yoni-Zahlen auf S. 352 in allen Belangen falsch gerechnet wird.
(201*8)/12 ergibt dummerweise genau 133 Rest 0. korrigiert man auf U=200, ergibt sich 133 Rest 4 (nicht 3). In einem Werk, das als DAS Standardwerk propagiert wird, sollten solche Schnitzer eigentlich nicht zu finden sein. Es handelt sich bei dem ganzen übrigens um Modulorechnung. Hätte man erwähnen können, denn nicht jeder ist ein Laie auf dem Gebiet und würde sich die unschöne Breirednerei gerne schenken.
Wer mit Vastu Proportionen rechnen will sollte daher lieber das Buch von Dr. Talvane Krishna zur Hand nehmen. Dort wird das Ganze besser, unkomplizierter weniger weitschweifend und ohne Fehler erklärt.
Auf Seite 307 wird eine Wohnung mit angeblich guten Vastu- Eigenschaften vorgestellt.
Ich halte das nach Lektüre anderer Bücher für irrig. Es fehlt der Nordosten. Dies führt nach A.R Hari, Autor des Buches Indian Feng Shui for American Homes, zu finanziellen und gesundheitlichen Problemen.
Der Süden ist fensterlos. Es gelangt kaum Sonnenlicht in den gesamten Komplex.
Habe in so was mal gewohnt. Schimmelpilze sind in unseren Breiten bei einem solch Vasati- Gerechten Bauwerk an der Tagesordnung.
Ich meine was für Indien gilt funktioniert nicht immer in Europa.
Abgesehen davon widerspricht eine solche Wohnung den Prinzipien des Feng Shui.
Ein fensterloser Süden klammert die wichtigen Energien dieser Himmelsrichtung aus. Dies führt zu fehlendem Ruhm und Anerkennung. Meiner Erfahrung nach hat das Feng Shui hier recht. Ich würde daher niemandem empfehlen nur einseitig auf ein bestimmtes Architekturkonzept zu setzen.
Weniger Dogmatik erscheint mir sehr sinnvoll. Insgesamt gibt es bessere und kürzere Bücher zum Thema die der Problematik besser gerecht werden.