Ich erwartete mir von diesem Buch Tipps, wie man den Hormonhaushalt bewußt beeinflussein kann. Dies versprach zumindeste der Titel.
Über die ersten 70 Seiten gibt es eine sehr dünne Abhandlung über die Hormone Melatonin, DHEA und Seratonin. Die Frage drängt sich auf ob es sonst keine wichtigen Hormone gibt? Die Kapitel werde größten Teils in Frage - Antwort Form abgehandelt - wobei auf die Frage fast immer mit nein beantwortet wird - nicht sehr spannend. Wobei meines Erachtens die Grundhaltung des Autors "Finger weg von Hormonbeeinflussung" zu stark den wissenschaftlichen Faktenstand färbt. Dies gipfelt in der Aussage, das Kunden, die in den USA frei verkäufliche Hormone wir DHEA oder Melatonin über Internetapotheken besorgen, meist betrogen werden? Gibt es dazu eine wissenschaftliche Studie oder wie hat der Autor dies nachgeprüft?
Wie immer kommt das beste zum Schluss. Bis zur Seite 110 hätte ich noch 2 Sterne vergeben, doch dann gibt es einige Aussagen, die mich veranlassten das Buch zur Seite zu legen.
Tipps wie man die Hormone selbst beeinflussen kann (Das Kernversprechen des Buches)
Beispiel 1 Seite 110ff:
"Am Wichtigsten ist es, stets positiv zu denken: Wer freudig den Tag beginnt und kaum Gedanken an negative Dinge verschwendet, beeinfluss seinen Hormonhaushalt bereits nach dem Aufstehen positiv".
Beispiel 2
"Häufige Stressauslöser im Arbeitsbereich sind wichtige Termine .... deshalb haben Führungskräfte in den Firmen eine Sekretärin ... zur Regelung der Termine".
noch nicht genug - ein Tipp geht noch
" Ein gesunder Egoismus kann sehr hilfreich sein. Denken sie ruhig etwas mehr an sich als an andere".
Dieser Stil ist sogar für Zeitschriften wie Tina oder Für Sie zu seicht - Allerweltsaussagen die oberflächlicher nicht sein könnten.