Bruce Kumar Frantzis betreibt Kampfkunst seit 1961 und hat sich nach ausgiebigen Erfahrungen in Karate, Judo und Aikido 1968 den sogenannten inneren Kampfkünsten zugewandt. Dabei hat er in China, Amerika und Japan bei sehr unterschiedlichen Traditionsträgern gelernt und sich dabei mehr und mehr auch mit den heilende Aspekten, sowie den spirituellen Hintergründen der inneren Kampfkünste beschäftigt.
Dieses Buch zeichnet in neun Kapiteln, die von einem Prolog und einem umfänglichen Anhang eingerahmt sind - diesen Lebens- und Lernweg nach. Dabei werden zunächst die Grundlagen von Kampfkünsten allgemein betrachtet und dann die inneren und äußeren Kampfkünste voneinander abgetrennt. Im Weiteren werden die Parallelen und Unterschiede des Tai Chi, des Hsing-I und des Ba Gua näher erläutert, bevor die nächsten drei großen Abschnitte des Buches sich jeweils eine dieser inneren Kampfkünste widmen.
In den letzten drei Kapiteln geht es dann um das Trainieren von Geschwindigkeit, Chi-Training als Grundlage der Heilkunst und die spirituell-daoistische Dimension der inneren Kampfkünste. Interessant sind dann im Anhang vor allen Dingen die Darstellung der möglichen Traditionslinien des Tai Chi und des Ba Gua und der zentralen, rechten und linken Hauptmeridiane für die Energiearbeit.
Traurig ist, dass die Endredaktion dieser Fassung ein wenig zu wünschen übrig lässt, so dass die Fehler im Text den Lesefluss ein wenig hemmen. Ansonsten aber ein schwer empfehlenswertes Buch.