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Die Kraft Afrikas: Warum der Kontinent noch nicht verloren ist
 
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Die Kraft Afrikas: Warum der Kontinent noch nicht verloren ist [Gebundene Ausgabe]

Rupert Neudeck
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Die Kraft Afrikas: Warum der Kontinent noch nicht verloren ist + Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann: Mit einem Vorwort von Rupert Neudeck + Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck; Auflage: 1 (23. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406598579
  • ISBN-13: 978-3406598579
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 170.848 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rupert Neudeck
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Während andere einst zur "Dritten Welt" gehörende Länder in den letzten Jahrzehnten an Wohlstand gewonnen haben, scheint die Mehrzahl der Staaten Afrikas trotz westlicher Entwicklungshilfe weiter zurückzufallen. Mit viel Empathie für die Betroffenen analysiert Rupert Neudeck die Hintergründe der heutigen Situation, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und fordert eine andere Afrikapolitik, die auf Eigeninitiative von unten setzt statt auf "Entwicklung" von oben.
Afrika hat Vieles, was wir in Europa als Entlastung und Ausgleich brauchen: Öl und wichtige Rohstoffe im Überfluss, eine wunderschöne Natur, gute landwirtschaftliche Produkte, die noch nicht durch Chemikalien verseucht sind und viel Sonne und Wind für alternative Energien. Und es besitzt zahlreiche Menschen, die ehrgeizig sind und ihre Situation verbessern wollen. Aber der Kontinent ist auch belastet durch das Erbe von Kolonialismus und Sklaverei und durch die Misswirtschaft der meisten afrikanischen Regierungen in den letzten 50 Jahren. Das Fehlen verantwortlicher politischer Eliten ist für Rupert Neudeck die wichtigste Ursache der afrikanischen Misere, aber auch die westliche Entwicklungspolitik ist reformbedürftig. Der Gründer von CAP ANAMUR kennt die Probleme der humanitären Hilfe seit vielen Jahren aus eigener Anschauung und spart nicht mit Kritik an der Selbstbezogenheit vieler Hilfsorganisationen. Vor allem aber plädiert er im Jahr der afrikanischen Fußballweltmeisterschaft dafür, endlich den kolonialen Blick abzulegen und mehr Vertrauen zu haben in die "Kraft Afrikas".

Über den Autor

Rupert Neudeck gründete 1979 das KOMITEE CAP ANAMUR Deutsche Notärzte e.V., das seitdem als humanitäre "Feuerwehr" auf der ganzen Welt im Einsatz ist. Jetzt engagiert er sich für die neue Hilfsorganisation "Grünhelme", die unter anderem in Ruanda, Uganda, Simbabwe, Mauretanien und im Kongo Projekte durchführt.


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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der ehemalige deutsche Diplomat Volker Seitz hat unlängst in einem Buch mit dem Titel "Afrika wird arm regiert" (DTV 2009) die von Journalisten schon seit längerem scharf kritisierte herrschenden Praxis und Ideologie der Entwicklungspolitik aufgegriffen und in dieser Debatte neue Maßstäbe gesetzt, an denen niemand vor bei kann, der an ihr kompetent und weiterführend teilnehmen möchte.

Eine schonungslose Analyse und eine hoffnungsvolle Perspektive gleichermaßen hatte Volker Seitz beschrieben. Afrika sei nicht nur reich an Rohstoffen, sondern sein eigentlicher Reichtum sind die Menschen und die reichen Kulturen, aus denen sie stammen. Wichtig sei, auf sie mehr zu hören, auf die kleinen Bauern, denen man mit Kleinkrediten helfen kann, auf die Frauen, die unterstützt werden müssten. Wichtig sei mindestens genauso, die Herrschaft der Machteliten zu brechen, und die Korruption zu bekämpfen, die sich wie ein Schatten über die afrikanischen Länder gelegt habe und sie zu erwürgen drohe.

Sechs Wahrheiten formuliert er am Ende seines Buches, "sechs Wahrheiten zur Entwicklungspolitik:

1. Malaisen in Afrika dürfen nicht schön geredet werden
2. Erfolg muss überprüft werden.
3. Auch die Arbeit der Nichtregierungsorganisationen sollte regelmäßig überprüft werden.
4. Wir sollten so wenig Geld wie irgend möglich und nur so viel wie dringend nötig fließen lassen
5. Eine schlechte Regierungsführung muss Folgen haben
6. Die Schlüsselrolle im Kampf gegen die Armut müssen die afrikanischen Regierungen selbst übernehmen"

Rupert Neudeck hatte in seinem Vorwort gesagt, Volker Seitz gebe "dem Gebäude der Entwicklungshilfe den letzten Stoß." Nun legt er selbst in einem bei C.H. Beck erschienenen Buch eine sich auch auf Volker Seitz beziehende Analyse des afrikanischen Kontinents vor unter dem Titel "Die Kraft Afrikas. Warum der Kontinent noch nicht verloren ist". Ähnlich wie im Buch von Volker Seitz nimmt er kein Blatt vor den Mund, aber er spart auch nicht mit Hoffnung, begründeter Hoffnung, wie viele seine Berichte und auch die Zahlen in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen zeigen.

Die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist für Rupert Neudeck der Anlass, von den Hilfsorganisationen, deren Politik und Praxis er schonungslos kritisiert, zu verlangen, ihre Selbstbezogenheit abzulegen und von der Öffentlichkeit, endlich den kolonialen Blick abzulegen und Afrika mit anderen Augen zu sehen, mit mehr Vertrauen in seine unbändige Kraft und seine Ressourcen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gromperekaefer TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Rupert Neudeck analysiert die Probleme Afrikas, welche nicht nur eine Folge des Kolonialismus, des Kalten Krieges und der wirtschaftlichen Ausbeutung sind, sondern auch durch eigenes Verschulden bedingt sind. Die bisherige Entwicklungshilfe der Europäer hat ebenfalls nicht zu einer Verbesserung der Lage beigetragen, sondern eher das Gegenteil bewirkt. Die bereit gestellten Mittel flossen grösstenteils in die falschen Hände oder die geleistete Hilfe führte dazu, dass die Einheimischen später keine Eigeninitiative mehr entwickelten. Die Landesressourcen werden in den meisten Fällen zweckentfremdet, wobei Spitzenpolitiker ihren eigenen Geldbeutel füllen, hierbei den Aufbau sozialer und wirtschaftlicher Infrastrukturen vernachlässigen. Das Resultat ist dann des öfteren ein gescheiterter Staat, wo korrupte Politiker oder Militäraristokraten kein Interesse am Wohlergehen des eigenen Volkes haben.

Um aus diesem Teufelskreis herauszufinden muss diesen Staaten klargemacht werden, dass sie selbst die Verantwortung für Wohlergehen und Leid ihrer Völker tragen. Entwicklungshilfe soll nur geleistet werden, falls finanzierte Projekte instandgehalten werden. Man soll den Afrikanern zudem nicht unsere Kultur aufzwingen, und den Kontinent nicht durch die europäische Brille betrachten. Bei allem Leid besteht die Haupthoffnung dass die Afrikaner Lebenskünstler sind, und trotz allem eine positive Denkweise haben.

Weitere empfehlenswerte Bücher mit der gleichen Thematik:
Grill - Ach Afrika
Ziegler - Das Imperium der Schande
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