Gestern abend lief ja nun der Tip des Tages lt. einer bekannten TV-Zeitschrift. Ich gab meiner Frau die Zeitschrift damit sie sich einen Film aussuchen kann, im ersten Impuls meinte sie das nichts laufen würde, aber man könnte ja wenigstens mal den Anfang der Krähen anschauen.
Oh je, hätten wir nur auf den ersten Gedanken gehört.
Woraus besteht dieser Hammerfilm:
- eine absolut überaktive, übernervöse, überflüssige Hauptdarstellerin die aus einem schlechten unlogischen Drehbuch noch mehr Tiefe herausholt (Vorsicht Ironie) als man es für möglich hält.
- Krähen die tatsächlich dressiert werden konnten.
Worum gehts genau ?
Ein Ehepaar zieht in die Umgebung von Berlin. Die Frau ist schwanger und nebenbei Tierärztin, rennt die ganze Zeit rum wie im 8 Monat ist aber erst im 6. Sie arbeitet nicht, bis auf einen Besuch bei einem renitenten Bauern und hat Zeit um die Gott und die Welt verrückt zu machen. Der Ehemann (Stefan Jürgens, habe ich irgendwann schon mal besser gesehen) ist ein Weichspüler der im Job scheinbar einen total schwierigen Fall zu bewältigen hat aber im Leben scheinbar neben der Spur steht. Ständige Liebesschwüre zwischen den beiden Protagonisten erheben den Film fast schon auf Soapniveau.
Ein Besuch bei der Mutter der Hauptdarstellerin offenbart die ersten fiesen Schliche der überaus intelligenten Piepmätze. Frau wird misstrauisch und lässt nicht locker, wird zwischendurch immer mal wieder von Ehemann, Freundin, Mutter und Vogelkundler vergebens beruhigt und agiert zunehmend hektischer und für den Zuschauer nervender. Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin das jemand die letzten Pisatests zum Anlass genommen hat einen Neurotransmitter an Krähen zu erproben, bzw. diesen mit dem späteren Einsatz am Menschen zu entwickeln. Die werdende Mutter klappert daraufhin alle möglichen Ansprechpartner ab und bekommt so die erforderlichen Infos, dieses geschieht aber auf einer darstellerischen Ebene die einen nur noch staunen lässt, Logiklöcher, Folgefehler inklusive.
Beispiel gefällig: Die Krähen nisten plötzlich im September, gedreht wurde im Sommer. Die Jungs mit den Giftködern fahren nach der Installation im Dunkel davon, nächste Blende ist plötzlich wieder nachmittag und wohlgemerkt es ist der gleiche Tag.
Motiv des Einsatzes: Die Sorge um mein Baby, ich habe Angst das diese Killerkrähen mein Baby auffressen.
Das es besser geht konnte man bei dem 4-teiler Blackout sehen. Dieses Machwerk dagegen ist so schlecht das ich am liebsten keinen Stern vergeben möchte.
Zum Schluß wurde der Film wieder mal mit der abgenudelten Idee eines Nestes mit drei Eier geadelt. Wir hoffen doch das wir von der Fortsetzung verschont bleiben.
Selten so etwas erlebt ... .