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Die Kosmonauten: Roman [Taschenbuch]

Richard David Precht
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

7. September 2009
Richard David Prechts wunderbarer Liebesroman

In einer Kölner Straßenbahn erobert Georg das Herz einer Unbekannten – Rosalie. Schon bald zieht es die beiden jungen Liebenden aus dem Westen nach Berlin, wo nach Wende und Wiedervereinigung für einen kurzen Moment alles möglich scheint. Während weit oben im All ein letzter sowjetischer Kosmonaut in der letzten sowjetischen Raumkapsel seine Bahnen zieht, erkunden Georg und Rosalie die Stadt wie einen fremden Planeten und lassen sich treiben. Doch die Schwerelosigkeit währt nicht ewig, und schon bald müssen sich die beiden Sternenzähler der neuen Zeit stellen.

Ein humorvoll erzähltes, zärtliches Buch über Liebe, Freiheit und Aufbruch.


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Die Kosmonauten: Roman + Die Instrumente des Herrn Jørgensen + Liebe: Ein unordentliches Gefühl
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. auflage (7. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442472210
  • ISBN-13: 978-3442472215
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 174.079 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Berlin, zu Beginn der neunziger Jahre. Georg und Rosalie, beide Ende zwanzig, sind hierhergekommen, um ihrer jungen Liebe im Brodeln der Wiedervereinigung die richtige Kulisse zu geben. Kennen gelernt haben sie sich im rheinischen Köln: Georg hatte Rosalie einfach in der S-Bahn angesprochen. Jetzt tanzen sie sich durch das leben, balancieren über Bahnbrücken und füllen das Vakuum Berlins mit Liebe. „Sie begriffen ihr Leben hier und jetzt“, heißt es im Roman. Sie „zählten die Sterne, die ins Meer fielen, und erwarteten die Kinder wie den Regen“. Und über allem kreist der russische Kosmonaut Sergej Krikaljow, mit dem das Buch beginnt. Mit über 22.000 Stundenkilometern saust er über die Welt hinweg, und sieht nicht, wie zwei Menschen ihre große Chance auf Gemeinsamkeit zunichte machen...

Einem breiten Publikum wurde der Schriftsteller Richard David Precht bekannt, als die damals überaus populäre Fernseh-Literaturkritikerin Elke Heidenreich in ihrer Literaturtipp-Sendung „Lesen!“ sein philosophisches Einführungs- und „Reisebuch“ Wer bin ich – und wenn ja wie viele? in den höchsten Tönen lobte. Wie der Nachfolger Liebe. Ein unordentliches Gefühl, so verkaufte sich auch Wer bin ich anschließend mehrere hunderttausend Mal. Zuvor aber hatte sich Precht als Autor belletristischer Romane versucht. In diese Reihe der Frühwerke gehört auch Die Kosmonauten, ein Roman, der 2003 zum ersten Mal erschien und jetzt, auf der Woge des Erfolgs, wieder nach oben geschwemmt worden ist.

Das hat auf den ersten Blick durchaus seine Berechtigung. Denn der Gedanke, eine Liebesgeschichte von sich findenden und wieder verlierenden Menschen auf ein Berlin im Umbruch zu projizieren, das seine alte Ikonografie gerade abgestreift und seinen neuen Mythos noch nicht erfunden hat, hat etwas Bestechendes. Precht aber nutzt die Chance nicht, oder doch zu wenig. In ihrer ausgesprochenen Schwerelosigkeit bleiben seine Figuren doch steinschwer, das Epische eines Mythos klingt über Strecken geschwätzig. „Die Sonne sank, die Menschen wurden blasser“, heißt es am Ende – als seien sie zuvor farbiger gewesen. Und rasend, die Geschichte überblickend sind Die Kosmonauten ebenfalls nicht. -- Thomas Köster

Pressestimmen

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Interessant findet Ijoma Mangold diesen Roman allein schon, weil er es versuchsweise mit dem neuen Berlin und der Nationalgeschichte aufnimmt. Ein frisches Liebespaar zieht nach Berlin-Mitte, um dort am Puls der Zeit zu fühlen und die Liebe naturgemäß scheitern zu lassen. Precht, Jahrgang 1964 und wie seine Protagonisten aus Köln stammend, schreibt ein hübsches Deutsch, das aber diesem großen Thema nicht Genüge trägt, meint Mangold. So einfach lasse sich eben eine private Biografie nicht in die Weltgeschichte einfügen, die Beziehungsgeschichte dümpele "wie ein toter Appendix" neben der großen Geschichte. Die beiden Hauptfiguren bleiben schematisch, während Precht die Nebenfiguren recht gut gelingen, bemerkt Mangold. Auch die Position des allwissenden Erzählers hält er für einen Missgriff des Autors: er deute viel zu viel aus, was den Roman eher langatmig werden lasse. Möglicherweise wäre eine Novelle die geeignetere Form für den Stoff gewesen, überlegt Mangold.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2003
Im Grunde genommen keine schlechte Idee, meint Georg Diez, wenn man denn schon unbedingt einen Berlin-Roman schreiben muss, diesen in die Zeit vor dem großen Berlin-Hype zu verlegen. Im Grunde genommen, so Diez weiter, hat Richard David Precht auch gar keinen schlechten Berlin-Roman geschrieben, wenn, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Wenn sich der Autor nicht zu viel vorgenommen hätte. Wenn der Roman kürzer, straffer, zielbewusster ausgefallen wäre. Wenn Prechts Sprache weniger selbstgefällig wäre. Erzählt wird die Geschichte von Georg und Rosalie, die sich verlieben und von Köln nach Berlin ziehen, wo sie, was sonst, eine Berliner Boheme-Existenz führen. Der Roman kommt Diez vor wie eine große leere Wohnung, in der jede einzelne Gegenstand großes Gewicht erhält, betastet und zurückgestellt wird, eine "Benennungs- und Befindlichkeitsprosa", die manchmal wie Herbert Grönemeyer klingt ("Sie begriffen ihr Leben hier und jetzt, zählten die Sterne, die ins Meer fielen, und erwarteten die Kinder wie den Regen", zitiert Diez zur Illustration seines Grönemeyer-Feelings) und ab und zu auch ein paar Treffer landet. Vielleicht war ja genau diese Gefühligkeit, dieses Ungefähre und In-der-Schwebe-halten das Ziel des Autors, gibt Diez zu bedenken; doch ändert dieser Einwand für ihn nichts an der Tatsache, dass der Autor seine Geschichte, seine Figuren und letztlich sogar Berlin aus den Augen verloren hat.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Perlentaucher.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entdeckungsgeschichte in fabelhafter Sprache. 25. April 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Die Kosmonauten, das sind Georg und Rosalie. Beide treffen im Kosmos von Köln aufeinander, und für beide verändert sich ihr Leben schlagartig. Gemeinsam brechen sie auf in eine neue Galaxie: Berlin. Das Berlin kurz nach der Wende, ein noch nicht erforschter Raum den es zu entdecken gilt. Und gemeinsam bauen Georg und Rosalie dort ihre Raumstation, eine Altbauwohnung in Berlin-Mitte, in einem Haus mit Ost-Hausmeister, Besetzern, Künstlern. Sie finden Freunde zusammen, unternehmen Exkursionen in die nähere Umgebung, entdecken nach und nach die Stadt. Eine Stadt die voll ist mit skurilen Typen, Möchtegern-Berlinern, Ewig-Gestrigen, Tagträumern, falschen Freunden. Aber mit der Zeit verlieren sie sich, ihre Liebe. Die Wende kommt mit dem Finden von Jobs. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein: Georg wird Hilfstierpfleger, Rosalie geht in eine Werbeagentur.........

Richard David Precht läßt parallel zu dieser Geschichte den letzten Kosmonauten der Sowjetunion die Erde umkreisen. Mit dem nahenden Zusammenbruch des Sowjet-Reiches beginnt auch das Ende der Geschichte von Georg und Rosalie.

Precht hat einen Roman geschrieben den man ohne Wenn und Aber als einen ganz großen bezeichnen darf. Seit langen habe ich kein Buch eines deutschen Autors mehr gelesen, der seine Geschichte fesselnd erzählt, und dabei über eine Sprache verfügt die süchtig machen kann. Er schreibt poetisch, ohne kitschig zu werden. Er schildert die politische Situation nicht aufgesetzt, sondern - in bester Marnier z.B. eines John Updike - eingebunden in die Tagesabläufe unserer Protagonisten. Dieses Buch zu lesen ist ein Vergnügen. Deshalb unbedingt meine Empfehlung: in den Buchladen und Richard David Prechts "Die Kosmonauten" kaufen, es sich in der Leseecke zuhause gemütlich machen, und eintauchen in die Geschichte und die fabelhafte Sprache mit der sie erzählt wird.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Auf Precht kam ich durch "Wer bin ich...". So ist das wohl im telegenen Zeitalter der Bestsellerlisten?

Wirklich für ihn eingenommen haben mich seine Fernsehauftritte, bei denen mir seine herrlich prägnanten,druckreifen Formulierungen und punktgenauen wie übersichtlich gegliederten und inhaltlich gehaltvollen Antworten auffielen. Das wohltuende Gegenteil häufig anzutreffender Talkgäste also, die ständig an die Frage erinnert werden müssen und deren abschweifende Antworten eine Halbwertszeit haben, die sie schon beim Hören vergessen machen.

Unterhaltung ist mir zu wenig, ich möchte durch die Lektüre eines Romanes auch bewegt werden und im besten Falle hinzulernen.

"Die Kosmonauten" hat meine Erwartungen übertroffen!

Allein die herrlich blumige, detaillierte und wortgewandte Sprache ist ein Genuß und gibt eigentlich banalen Szenen wie bspw. der Renovierung einer heruntergekommenen Wohnung eine ungewohnte Tiefe, die sich durchaus mit in den Alltag des Lesers nehmen lässt.

Als Mittvierziger hatte ich zunächst Bedenken, die im Mittelpunkt stehende Liebesgeschichte eines 20 Jahre jüngeren Paares würde an meinen (aktuellen) Lebensfragen doch arg vorbeigehen. Die feine Zeichnung der Protagonisten machte es mir jedoch leicht, mich (durchaus wechselnd...) einzufühlen - und der Altersunterschied war rasch vergessen. Was auch insofern leicht fiel, da die von Precht immer wieder aufgeworfenen Fragen wie Leben, Überleben, Lieben, (Halbwertszeit von) Freundschaften etc. sowieso zeitlos sind.

Seit langem ertappte ich mich dabei, "zu meinem Buch zu wollen", um "dabei zu sein, wenn es weitergeht". Ich musste mich regelrecht zusammenreißen, es nicht in einem Zug und nicht zu hastig zu lesen. Ein Widerstreit zwischen "weiter wollen" und "Wortwitz genießen" quasi.

Schade, dass man ein Buch nur einmal zum ersten Mal lesen kann! ;-)

Insgesamt ein Buch, das auch viel Traurigkeit enthält. (eine Stimmung übrigens, die in einer Rezension auch Prechts Roman "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" nachgesagt wird, den ich lesebereit im Regal stehen, aufgrund des Hinweises auf die Ernsthaftigkeit aber den Nachrang gegeben habe)

Naja, aber wer sagt denn, dass das Leben nicht häufig (insbesondere zu seinem Ende hin) traurig IST? Was ich insofern durchaus ins Positive wende, sich eben keinen falschen Illusionen hinzugeben und das kleine Glück nicht zu übersehen... ;-)

Fazit: Ein tolles Buch! Lesegenuss (allein der gewandten, "präsenten" Formulierungen wegen), Beschäftigung mit den Kernfragen des L(i)ebens, Einfühlung, Spannung und geistige wie emotionale Anstöße - alles drin zwischen den Buchdeckeln!

Gut, dass es (eigentlich von mir verschmähte) Bestsellerlisten gibt, sonst hätte ich mich nicht mit dem Autor beschäftigt und mir wäre dieser schon 2003 erschienene Roman glatt entgangen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist einfach wundervoll! Obwohl ich sonst jedes Buch innerhalb eines Tages lesen kann, habe ich mir mit diesem richtig viel Zeit gelassen, um länger etwas davon zu haben. Schon am Anfang ahnt man, dass es nicht gut ausgehen kann mit Georg und Rosalie, aber wie beschrieben ist, wie diese Liebe zerbricht - oder vielleicht ja auch nicht wirklich - das ist etwas ganz Besonderes und ganz enorm gut beobachtet bzw. beschrieben. Es geht wirklich ein Zauber von diesem Buch aus, den man nur sehr selten trifft!
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Aufbruch oder auch nicht
Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen an das Buch, da ich den Autor sehr schätze.Sprachlich hat es mir gefallen und auch gefühlsmäßig "kommt es an". Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Käthe veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Na ja ...
Das Buch tauchte plötzlich vergangenes Jahr wieder in den Buchhandlungen auf, nachdem Herr Precht mit seinen Sachbüchern auf die Bestseller-Listen geklettert war,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2010 von Nele Holgersson
2.0 von 5 Sternen ratlos
Ich habe das Buch einigermaßen ratlos beiseite gelegt, nachdem ich es gelesen hatte. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass sich hier etwas Spannendes entwickelt, auch wenn ich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2010 von emubonn
5.0 von 5 Sternen Feinfühlige Grenzerfahrung
Richard David Prechts Roman ist wirklich äußerst gelungen! Ein wundervoll Buch, das die Schatten und Zwischentöne menschlicher Verwicklungen aufspürt und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2010 von Armer Dietrich
2.0 von 5 Sternen Langeweile pur...
Himmelherrgott, war das langweilig. Das zog sich in die Länge wie Kaugummi. Ein bißchen surreal, ein bißchen seltsam, grundsätzlich mag ich sowas ja ganz... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2010 von Janie
5.0 von 5 Sternen Eine einfühlsame, berührende, schöne, traurige und...
.... und dazu noch brilliant formuliert. Mehr muss man über dieses Buch gar nicht sagen. Nur eins noch: Wieso ist es eigentlich kein Bestseller geworden, und das obwohl der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2009 von Flachbrettbohrer
5.0 von 5 Sternen wunderschönes buch
es ist ein verdammt schönes buch, aber ich möchte, da ich viel lese, nicht jedes mal einen übermäßigen sermon darüber ablassen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2009 von Lutz Neumann
5.0 von 5 Sternen Zarter Berlinroman
Ein wunderschönes, leises, zärtlich geschriebenes Buch, das in Berlin Mitte und anderen Ostteilen der Stadt spielt noch bevor die neue Hauptstadt so gehypt worden ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2008 von Yve
4.0 von 5 Sternen Ein moderner Großstadtroman
Es sind die Zeiten der politischen Wende als sich im Leben von Rosalie etwas ändert. Sie trifft Georg und zieht mit ihm von Köln nach Berlin; man schreibt das Jahr 1990... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2003 von Der Buch-Vorleser
5.0 von 5 Sternen Herz(en) der Großstadt - mitten hinein
Ein tolles Buch, aber leider wahr.

Die Kosmonauten stammt aus einer „Edelfeder", aber vielleicht ist das nicht so wichtig. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 13. April 2003 von "eikebehrendt"
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