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Die Korrekturen Hörbuch-Download – Ungekürzte Ausgabe

3.9 von 5 Sternen 192 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 24 Stunden und 42 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 8. Mai 2014
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00K33SIGC
  • Amazon Bestseller-Rang:
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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Ich möchte hier nicht noch einmal den Inhalt des Buchs zusammenfassen, da dies in dem Forum bereits oft und ausführlich getan wurde, sondern meine Meinung zu der Frage festhalten, ob Die Korrekturen nun ein überaus Gutes oder ein langweiliges Buch ist.
Aus meiner Sicht haben die meisten Mit-Rezendenten Recht. Ja - das Buch ist (besonders im ersten Teil) sprachlich hervorragend. Ja - es ist zu lang, da einige Situationen redundant sind und nichts Neues zum Gesamtbild beitragen. Ja - der Roman zeichnet fein ziseliert das Bild einer amerikanischen - vermeintlich - Durchschnittsfamilie und deren Scheitern im Umgang miteinander und der Gesellschaft. Und, ja - das Buch ist vom Erbauungsroman so weit entfernt wie vom echten Mainstream, dazu ist das Buch zu "langweilig".
Ich denke, dass entscheidend ist, um das Lesen des Buches als Gewinn zu betrachten, dass man, wenn man den Roman aufschlägt, Lust hat, sich völlig unabhängig von einer Handlung auf Charakterstudien einlassen zu können und zu wollen und - dies nebenbei bemerkt - bereit zu sein, hierbei die ein oder andere abartige Eigenart unserer amerikanischen Freunde zu ertragen.
Diese Charakterstudien sind aus meiner Sicht ganz hervorragend gelungen und vermitteln dem Leser einen sehr guten und intimen Eindruck in die Familie Lambert. Ich fand dies hochspannend. Im Vergleich etwa zu Mann's Buddenbrooks, der zugleich Gesellschaftsroman ist, bleibt bei den Korrekturen der Fokus aber stets und ausschließlich auf den fünf Mitgliedern der Familie Lambert. Diese Nähe kann ernüchtern, ermüden oder gar langweilen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
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Format: Gebundene Ausgabe
In den "Korrekturen" geht es um innerfamiliäre Verhältnisse, Abhängigkeiten, Mißverständnisse, um die Schwierigkeit, ja fast Unmöglichkeit, Liebe zu zeigen und auch zu akzeptieren und die Unfähigkeit aller Beteiligten, aus ihren Rollen herauszuschlüpfen, obwohl sie sich in ihren Rollen unwohl oder falsch verstanden fühlen. Dabei, und das ist das Erschreckende und gleichzeitig Faszinierende, sind die Personen so detailliert und feinfühlig psychologisch beschrieben, daß jeder Leser in jeder Figur Charaktereigenschaften oder Züge ihm bekannter Personen erkennen wird. Besonders faszinierend, wenn auch gräßlich, ist die Beschreibung des mit seiner zunehmenden Demenz und seiner Parkinson Krankheit kämpfenden Al.
Gleichzeitig ist dieser Roman hochamüsant, streckenweise spannend und immer sehr unterhaltsam. Es gibt eine Fülle kleiner, genau beobachteter Szenen, skurriler Nebenfiguren und unglaublicher Situationen. Unserem Alltag wird ein großer Spiegel vorgehalten, in dem man vieles teils mit Schaudern, teils mit Lachen wiedererkennt.
Nur ganz am Ende, als es dann an die Korrekturen geht, scheint Franzen ein wenig die Lust an seinem Buch vergangen zu sein. Da kommt nichts mehr. Das hat mich an den Nachspann von Filmen erinnert, in denen noch zu lesen ist, wie es mit den Protagonisten nun weiter gegangen ist. Das hätte man getrost weglassen können.
Und ist das nun wirklich Weltliteratur?
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Format: Gebundene Ausgabe
Es ist mittlerweile einige Wochen her, seit ich die Korrekturen von Jonathan Franzen gelesen habe. Noch immer hallt es in meinem Kopf nach, kommen mir spontan Erlebnisse der Familie in den Sinn, sehe ich einzelne Zeilen wie Wortechos vor meinem geistigen Auge aufblitzen. Lange habe ich keinen Roman mehr gelesen, der mich derart intensiv und ausdauernd beschäftigt hat. Dennoch oder gerade deswegen tue ich mich ungewöhnlich schwer mit meiner Kritik. Das mag auch damit zu tun haben, das bereits so viele etwas dazu geschrieben haben; zudem habe ich leichte Probleme mit dem Prädikat Meisterwerk.
Während der ersten Seiten war ich noch einigermaßen irritiert über die verwirrende Sprache und kam zu der vorschnellen Überzeugung, nicht mehr weiterlesen zu können, sollte sich der Stil auf den weiteren Seiten nicht ändern. Seiten später wußte ich, das der chaotische Stil ein passendes Äquivalent zum grandiosen Gefühlschaos der Lambertschen Familienwelt darstellte. Schon eigenwillig, einen Roman so zu beginnen, statt sich auf eine ruhige und stetige Einführung der Charaktere zu verlassen.
Der Roman findet jedoch schnell einen Weg, den Leser gefangen zu nehmen und zu begeistern. Erzählt wird die Geschichte der Familie Lambert. Da wäre zuerst Alfred, der früher bei der Eisenbahn gearbeitet hat, mittlerweile aber im Ruhestand ist. In seinem Keller hat er sich ein Labor aufgebaut und verbringt, oder vielmehr verbrachte dort, viel Zeit mit der Erforschung von Metallen. Früher der eisern herrschende Patriarch der über jeden Zweifel erhaben war aber im gleichem Maße unfähig seine Gefühle zu äußern, ist er heute das Sorgenkind der Familie.
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