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Die Korrekturen [Taschenbuch]

Jonathan Franzen , Bettina Abarbanell
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (177 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2003
«Ein Wunder. Und kein geringes.» (Die Welt) Nach fast fünfzig Ehejahren hat Enid Lambert nur ein Ziel: ihre Familie zu einem letzten Weihnachtsfest um sich zu scharen. Alles könnte so schön sein, gemütlich, harmonisch. Doch Parkinson hat ihren Mann Alfred immer fester im Griff, und die drei erwachsenen Kinder durchleben eigene tragikomischen Malaisen. Gary steckt in einer Ehekrise. Chip versucht sich als Autor. Und Denise ist zwar eine Meisterköchin, hat aber in der Liebe kein Glück. Jonathan Franzen ist ein großartiger Roman gelungen: Familien- und Gesellschaftsgeschichte in einem.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 784 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 1. Aufl. (1. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499235234
  • ISBN-13: 978-3499235238
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (177 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.023 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Die Korrekturen beginnt mit dem Einzug einer Kältefront aus der Prärie: "Es war deutlich zu spüren: Etwas Furchtbares würde geschehen. Die Sonne tief am Himmel, ein winziges Licht, ein erkaltender Stern. Windstoß auf Windstoß der Unordnung. Die Bäume rastlos, die Temperaturen fallend, die ganze nördliche Religion der Dinge: aufs Ende gerichtet."

Ebenso stürmisch wie sein Anfang wurde Jonathan Franzens Roman in den USA gefeiert. Kritiker überschlugen sich mit enthusiastischen Besprechungen; das Buch wurde mit dem National Book Award ausgezeichnet und die Tatsache, dass Franzen sich weigerte, in der Talkshow von Oprah Winfrey aufzutreten, sorgte zusätzlich für Gesprächsstoff. Seit Don DeLillos Unterwelt hat es in den USA nicht mehr so eine Aufregung um einen Roman gegeben. Auch hier zu Lande hat der Roman bereits vor seiner Übersetzung ins Deutsche viel Aufmerksamkeit erweckt. "Noch nie ist das Buch eines zuvor vollkommen unbekannten amerikanischen Autors in Deutschland so begierig erwartet worden", urteilte die Süddeutsche Zeitung.

Franzen erzählt die Geschichte der Familie Lambert aus dem Mittleren Westen. Im Zentrum steht die Frage, ob es Enid Lambert gelingt, ihre drei erwachsenen Kinder für ein "letztes Weihnachten" zurück nach St. Jude zu locken. Kapitel für Kapitel lernt der Leser das Leben und vor allem die Krisen der Eltern Enid und Alfred und ihrer drei Kinder Chip, Gary und Denise kennen. Alfred, pensionierter Ingenieur, leidet an Parkinson, seine Frau Enid unter ihrem Ordnungs- und Sparwahn, aber vor allem unter ihrem Mann. Der älteste Sohn Gary, erfolgreicher Banker in Philadelphia, steckt in einer Ehekrise und leugnet mit aller Macht seine Depressionen. Chip muss wegen einer Affäre mit einer Studentin seine Stelle als Literaturdozent aufgeben. Nachdem auch sein Versuch als Drehbuchautor gescheitert ist, findet er sich in Litauen wieder, wo er in einen groß angelegten Internet-Betrug verwickelt wird. Und Denise, die jüngste Tochter, verliert ihren Job als erfolgreiche Gourmet-Köchin, weil sie sich auf eine Affäre sowohl mit ihrem Chef als auch mit dessen Frau einlässt.

Es ist offensichtlich: Jeder der Lamberts ist auf seine Weise gescheitert. Dabei ist die junge Generation von ihrem Bemühen geprägt, die Lebensmodelle ihrer Eltern zu "korrigieren". Oder wie Gary es formuliert: "Sein ganzes Leben war so angelegt, dass es das Leben seines Vaters korrigierte" -- was ihm natürlich nicht gelingt. Am Ende steht doch nur die Wiederholung: die Familie als Schicksal.

Der Roman bewegt sich mit enormer Leichtigkeit durch die vielschichtigen Beziehungs- und Gefühlsgeflechte der Lamberts. Ihre Sorgen, Hoffnungen, Ängste und Neurosen sind sehr menschlich dargestellt, komisch und tief traurig zugleich. Teilweise gelingen Franzen dramatische Vignetten mit Sitcom-artiger Absurdität. Schnelle Dialoge und Wechsel der Perspektive erzeugen eine szenische Dynamik, die den Leser im Strom der Erzählung mitreißt. Viele dieser Szenen haben hohen Wiedererkennungswert. Unweigerlich werden sich manchen Lesern Parallelen zur eigenen Familie aufdrängen.

Aber Franzen hat mehr als die Geschichte einer Familie geschrieben. Indem er das persönliche Drama mit globalen Ereignissen verknüpft, ist ihm ein großer Gesellschaftsroman gelungen, der seine Leser so schnell nicht mehr loslässt. Großartige, intelligente Erzählliteratur! --Alexandra Plath -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

Eine Sensation. (Der Spiegel)

Ein Wunder. Und kein geringes. (Die Welt)

Große Literatur. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Man möchte Jonathan Franzen genial nennen. (Süddeutsche Zeitung)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
68 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch 11. Oktober 2002
Format:Gebundene Ausgabe
In den "Korrekturen" geht es um innerfamiliäre Verhältnisse, Abhängigkeiten, Mißverständnisse, um die Schwierigkeit, ja fast Unmöglichkeit, Liebe zu zeigen und auch zu akzeptieren und die Unfähigkeit aller Beteiligten, aus ihren Rollen herauszuschlüpfen, obwohl sie sich in ihren Rollen unwohl oder falsch verstanden fühlen. Dabei, und das ist das Erschreckende und gleichzeitig Faszinierende, sind die Personen so detailliert und feinfühlig psychologisch beschrieben, daß jeder Leser in jeder Figur Charaktereigenschaften oder Züge ihm bekannter Personen erkennen wird. Besonders faszinierend, wenn auch gräßlich, ist die Beschreibung des mit seiner zunehmenden Demenz und seiner Parkinson Krankheit kämpfenden Al.
Gleichzeitig ist dieser Roman hochamüsant, streckenweise spannend und immer sehr unterhaltsam. Es gibt eine Fülle kleiner, genau beobachteter Szenen, skurriler Nebenfiguren und unglaublicher Situationen. Unserem Alltag wird ein großer Spiegel vorgehalten, in dem man vieles teils mit Schaudern, teils mit Lachen wiedererkennt.
Nur ganz am Ende, als es dann an die Korrekturen geht, scheint Franzen ein wenig die Lust an seinem Buch vergangen zu sein. Da kommt nichts mehr. Das hat mich an den Nachspann von Filmen erinnert, in denen noch zu lesen ist, wie es mit den Protagonisten nun weiter gegangen ist. Das hätte man getrost weglassen können.

Und ist das nun wirklich Weltliteratur?...

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, es ist ein Genuß und ein Gewinn und beschäftigt mich auch jetzt noch, nachdem ich es (leider!) schon vor längerer Zeit ausgelesen habe. Lesen Sie weiter... ›

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87 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gordon_fr
Format:Taschenbuch
Ich möchte hier nicht noch einmal den Inhalt des Buchs zusammenfassen, da dies in dem Forum bereits oft und ausführlich getan wurde, sondern meine Meinung zu der Frage festhalten, ob Die Korrekturen nun ein überaus Gutes oder ein langweiliges Buch ist.

Aus meiner Sicht haben die meisten Mit-Rezendenten Recht. Ja - das Buch ist (besonders im ersten Teil) sprachlich hervorragend. Ja - es ist zu lang, da einige Situationen redundant sind und nichts Neues zum Gesamtbild beitragen. Ja - der Roman zeichnet fein ziseliert das Bild einer amerikanischen - vermeintlich - Durchschnittsfamilie und deren Scheitern im Umgang miteinander und der Gesellschaft. Und, ja - das Buch ist vom Erbauungsroman so weit entfernt wie vom echten Mainstream, dazu ist das Buch zu "langweilig".

Ich denke, dass entscheidend ist, um das Lesen des Buches als Gewinn zu betrachten, dass man, wenn man den Roman aufschlägt, Lust hat, sich völlig unabhängig von einer Handlung auf Charakterstudien einlassen zu können und zu wollen und - dies nebenbei bemerkt - bereit zu sein, hierbei die ein oder andere abartige Eigenart unserer amerikanischen Freunde zu ertragen.

Diese Charakterstudien sind aus meiner Sicht ganz hervorragend gelungen und vermitteln dem Leser einen sehr guten und intimen Eindruck in die Familie Lambert. Ich fand dies hochspannend. Im Vergleich etwa zu Mann's Buddenbrooks, der zugleich Gesellschaftsroman ist, bleibt bei den Korrekturen der Fokus aber stets und ausschließlich auf den fünf Mitgliedern der Familie Lambert. Diese Nähe kann ernüchtern, ermüden oder gar langweilen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen....

Völlig daneben ist meiner Ansicht nach nur der letzte Satz, der mich ziemlich verärgert hat. Ich hätte auch ohne diesen positiven Ausblick leben können. Aber stets ein "Happy End" gehört wohl untrennbar zum Selbstverständnis Amerikas. Echte Literatur, die Bestand haben wird - daher fünf Sterne. Lesen Sie weiter... ›

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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist mittlerweile einige Wochen her, seit ich die Korrekturen von Jonathan Franzen gelesen habe. Noch immer hallt es in meinem Kopf nach, kommen mir spontan Erlebnisse der Familie in den Sinn, sehe ich einzelne Zeilen wie Wortechos vor meinem geistigen Auge aufblitzen. Lange habe ich keinen Roman mehr gelesen, der mich derart intensiv und ausdauernd beschäftigt hat. Dennoch oder gerade deswegen tue ich mich ungewöhnlich schwer mit meiner Kritik. Das mag auch damit zu tun haben, das bereits so viele etwas dazu geschrieben haben; zudem habe ich leichte Probleme mit dem Prädikat Meisterwerk.
Während der ersten Seiten war ich noch einigermaßen irritiert über die verwirrende Sprache und kam zu der vorschnellen Überzeugung, nicht mehr weiterlesen zu können, sollte sich der Stil auf den weiteren Seiten nicht ändern. Seiten später wußte ich, das der chaotische Stil ein passendes Äquivalent zum grandiosen Gefühlschaos der Lambertschen Familienwelt darstellte. Schon eigenwillig, einen Roman so zu beginnen, statt sich auf eine ruhige und stetige Einführung der Charaktere zu verlassen.
Der Roman findet jedoch schnell einen Weg, den Leser gefangen zu nehmen und zu begeistern. Erzählt wird die Geschichte der Familie Lambert. Da wäre zuerst Alfred, der früher bei der Eisenbahn gearbeitet hat, mittlerweile aber im Ruhestand ist. In seinem Keller hat er sich ein Labor aufgebaut und verbringt, oder vielmehr verbrachte dort, viel Zeit mit der Erforschung von Metallen. Früher der eisern herrschende Patriarch der über jeden Zweifel erhaben war aber im gleichem Maße unfähig seine Gefühle zu äußern, ist er heute das Sorgenkind der Familie.
... Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen wer bitte findet sowas KLASSE???
Ich bin eigentlich gerade beim Bucherdurchstöbern hier auf Amazon und dabei auf "Die Korrektur" gestoßen und habe echt fassungslos gesehen, dass dieser Roman soooo hoch... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Kaffeeschlürfer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen unterhaltsam, aber mehr auch nicht
Ich hatte mir persönlich mehr erhofft. Die langen Passagen der reinen Erzählung sind mir in ihrer Bedeutung unklar geblieben und haben mich eher gelangweilt...
Vor 3 Monaten von Paul Dervisevic veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch
Das Buch hat mich tief bewegt. Man kann es als herrlich unaufgeregt bezeichnen, mit leisen, ans Herz gehenden Zwischentönen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Bettina Kiraly veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Vom Scheitern der Familie
Mit seinem dritten Roman ist dem amerikanischen Gegenwartsautor seinerzeit der Durchbruch gelungen. Auch hier steht das scheinbar unaufhaltsame Auseinanderfallen der klassischen... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Borux43 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Präzise Beschreibungen - tolles Stück Literatur
Eine Familiengeschichte, die von den subtilen und psychologischen Beschreibungen Franzens lebt. Die zunehmende Demenz von Al ist erschütternd. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Marc veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessante Lektüre
Das Buch hat ein sehr kleines Format. Die Seiten sind sehr dünn, wie in einem alten Gebetbuch, das ist nicht besonders praktisch! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Petra Oksas veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ordentlich - aber überschätzt
Ich würde niemandem sagen, er soll das Buch nicht lesen. Dazu ist es zu ordentlich geschrieben. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von HPeters veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Pflichtlektuere!
Nachdem das Werk jahrelang im Regal schmorte, habe ich mich jetzt drangewagt und mich geaergert, dass ich es nicht schon eher gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Carla veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Licht hatte die Farbe von Reiseübelkeit...
Ein grandioses Werk, ein großartiger Autor, der solche Vergleiche findet. Ein Buch für Liebhaber der schönen Sprache, der Fabulierkunst. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Nachtigall veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kaputt in St.Jude / Hörbuch -Die Korrekturen-
Nach mehreren Anstößen meines Sohnes, mir endlich einmal einem Roman von Jonathan Franzen zu schnappenn, habe ich mir als Einstieg das Hörbuch -Die Korrekturen-... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht
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