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Tillmann Bendikowski lobt dieses Buch als "überzeugende Studie", in der die Autorin einerseits der Frage nachgeht, welcher Herkunft das Führungspersonal der Konzentrationslager war und welche "Unterweisungen" es für ihre Tätigkeit gegeben hatte. Demnach kam die Mehrheit der Kommandanten, wie der Leser erfährt, aus mittelständischen Familien, die sich in der Weimarer Zeit von einem "sozialen Abstieg bedroht sahen". Besonders interessant scheint der Rezensent Orths Ausführungen darüber zu finden, wie die SS-Männer zum Teil im KZ Dachau unter Anweisung von Theodor Eicke darin trainiert wurden, `mit eigenen Händen zu foltern und zu töten` und dabei ihre eigenen Gefühle zu verdrängen. Orth hat bei ihrer Recherche, so Bendikowski, mehr als 200 Personalakten ausgewertet. Die Stärke des Buchs liegt für ihn u. a. darin, dass die Autorin durch die Bündelung der Informationen "die gemeinsamen Erfahrungen dieser Täter" und damit ihr Handeln plausibel macht. Abschließend weist der Rezensent darauf hin, dass anders als viele NS-Eliten ein "erheblicher Teil der Konzentrationslager-SS" nach dem Krieg tatsächlich auch verurteilt worden ist.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
»Die SS-Karriere bis hin zum Posten des Lagerkommandanten veranschaulicht die Autorin am Beispiel von neun Männern. Ihr gelingt es damit, die Konzentrationslager-SS detailliert zu beschreiben. So werden (bei allen Unterschieden) die gemeinsamen Erfahrungen dieser Täter deutlich, die sie in ihrem Handeln ausmachten. [...] Eine überzeugende Studie.«
Süddeutsche Zeitung
Karin Orth hat mit ihrer ebenso gut lesbaren wie kenntnisreichen Studie einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des SS-Staates geleistet.
Die erste wissenschaftliche Biografie dieser Gruppe von NS-Tätern.
Kurzbeschreibung
Bücher zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern füllen Bibliotheken, doch eine zusammenfassende Studie über das Führungspersonal der Wachmannschaften fehlte bislang. Karin Orth hat diese Lücke mit ihrer grundlegenden Arbeit geschlossen.
Anhand ausgewählter exemplarischer Lebensläufe untersucht sie die Herkunft und Ausbildung dieser Männer, beschreibt ihr Handeln in den Lagern, schildert ihr Verhältnis untereinander und erforscht, was aus ihnen nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes wurde.
»Die Konzentrationslager-SS entwickelte sich zu einer im Wortsinn verschworenen Gruppe von Experten des Massenmords«, die ihr Handeln bis zuletzt als »normal«, gar »korrekt« ansahen. Nach dem Krieg wurden viele von ihnen im Gegensatz zu anderen NS-Verantwortlichen - zum Tode oder zu langjähriger Haft verurteilt, allerdings kaum von deutschen, sondern von alliierten und polnischen Gerichten.
Der Verlag über das Buch
»Karin Orth hat mit ihrer ebenso gut lesbaren wie kenntnisreichen Studie einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des SS-Staates geleistet.« literaturkritik.de
»Die erste wissenschaftliche Biografie dieser Gruppe von NS-Tätern.« Frankfurter Allgemeine Zeitung