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Die Konkubine von Shanghai: Roman Taschenbuch – 25. Juli 2011

3.3 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hong Ying, 1962 in Sichuan geboren, wuchs in den Slums von Chongqing am Rande des Jangtse in China auf. Nach einer Kindheit und Jugend in größter Armut verließ sie mit 18 ihren Heimatort, um in Peking ein neues Leben als Autorin zu beginnen. Angesichts von Repressionen und Zensur wanderte sie 1989 nach aus und kehrte erst kürzlich wieder nach China zurück. International wurde sie durch ihren Roman "Der chinesische Sommer" und ihren Lebensroman "Tochter des großen Stromes" bekannt. Ihr Roman "Die chinesische Geliebte" stand wochenlang ganz oben auf der Spiegel-Bestsellerliste.


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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Hong Ying erzählt von tragischen Schicksalen und starken Frauen im China der Gegenwart. Mit ihrem neuesten Roman geht sie nun noch weiter in der Geschichte Chinas zurück und erzählt das Leben einer selbstbewussten Opernsängerin, die in den 20er Jahren zur mächtigsten Frau Shanghais wurde.

Angeblich beruht die Geschichte der Opernsängerin Cassia auf wahren Begebenheiten. Trotzdem wirkt alles ein wenig zusammengebastelt: Ein Waisenmädchen, das noch nicht mal besonders schön ist, wird von ihren grausamen Verwandten an eine Bordellbesitzerin verkauft. Der Boss der Shanghaier Triaden verliebt sich in sie und macht sie zu seiner Geliebten. Es kommt zu einigen Rückschlägen, aber schließlich kann sich Cassia ihren Platz in der Gesellschaft erkämpfen.

All das wird nicht gerade spannend erzählt. Es fehlt an der atemlosen, angespannten Atmosphäre, die Hong Ying sonst in ihren Büchern schafft. Auch von "freizügiger Erotik", wie der Klappentext wirbt, ist im Buch kaum die Spur. Dies ist aber auch zugleich ein Pluspunkt: Hong Ying stellt Cassia als starke, anziehende und erotische Frau dar, ohne das Buch zu einem Groschenroman voll lüsterner Szenen verkommen zu lassen.

Aber irgendetwas fehlt. Die wirklich spannenden Szenen werden nicht weiter ausgebaut, sondern allenfalls angedeutet. Die Geburt von Cassias Tochter wird fast ausgespart. War das Buch anfangs nur auf Cassia fokussiert, verschwindet sie, als sie entführt wird, völlig aus der Erzählung.

Gegen Ende des Buches schaltet sich außerdem mehr und mehr eine fremde Erzählerin ein, die sich zu Beginn nur ganz selten äußert.
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Format: Gebundene Ausgabe
Frauen werden in China noch als Menschen zweiter Klasse behandelt. Der chinesischen Autorin Hong Ying, die mit Die chinesische Geliebte wochenlang ganz oben auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, ist es ein Anliegen, das Leben von Randgruppen zu beleuchten, die im heutigen China um Öffentlichkeit und Anerkennung kämpfen. Ihr Interesse als Autorin gilt historischen Personen und den Nöten der Menschen. Mit diesem Ansinnen machte sich die 1962 geborene Hong Ying daran, die Biographie der Shanghai-Opern-Darstellerin Xiao Yuegui nachzuerzählen. Gleich zu Beginn ihres Buches weist die Autorin darauf hin, dass alle Charaktere und Ereignisse auf realen Vorbildern beruhen. Sie fand deswegen lange keinen Verlag, der dieses Buch veröffentlichen wollte.

Im Roman heißt die Hauptperson Cassia. Als junges Mädchen vom Land wird sie im Frühjahr 1907 an ein Bordell in die Metropole Shanghai verkauft, taugt aber wegen ihrer großen Füße nur als Dienstmädchen. (Anm.: die "gebundenen Füße" bzw. "Lotusfüße" von chinesischen Frauen waren bis zum kommunistischen Regime Maos ein chinesisches Schönheitsideal und entsprachen etwa der Schuhgröße 17). Es wird der Werdegang Cassias beschrieben, wie sie von der Dienstmagd und späteren Kurtisane des Hong-Großmeisters Chang Lixiong sich zu einer der mächtigsten Frauen Shanghais entwickelt. Die Autorin beschreibt den Werdegang bis zum Jahre 1927. In den 20er Jahren war Shanghai eine der aufstrebensten Metropolen Asiens, die westlichen Einflüssen schon immer stark unterworfen war.
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Von anushka TOP 1000 REZENSENT am 6. November 2013
Format: Taschenbuch
Seit dem Tod ihrer Eltern lebt Cassia bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Doch die beiden fühlen sich durch sie derart belastet, dass sie sie im Jahr 1907 an die Bordellbesitzerin Madame Emerald verkaufen, die die Jugendliche mit nach Shanghai nimmt. Da Cassia weder gebundene Füße hat, noch sonst dem Schönheitsideal entspricht, kann sie nur als Dienstmädchen für die "schönste Konkubine" Shanghais arbeiten. In dieser Funktion begegnet sie dem wesentlich älteren Chang Lixiong, der der oberste Meister des Hong-Geheimbundes ist. Schon bald verbindet die beiden eine leidenschaftliche Liebe, die jedoch nicht lange hält. Denn bevor Chang die 16jährige heiraten kann, wird er ermordet. Dies stürzt Cassia in tiefes Unglück und eine sehr prekäre Lebenssituation. Kurz vor dem Verhungern muss sie sich entscheiden, ob sie so weitermachen kann oder doch ihr Glück versucht, mit weiblichen Reizen wieder zu Macht innerhalb des Hong-Bundes zu kommen. Doch auch die Mitgliedschaft im Hong-Bund ist für eine starke Frau nicht ungefährlich, denn diese Leute sind Gangster, arbeiten im Untergrund, bestimmen den Drogenhandel, den Menschenhandel, das Glücksspiel und die Prostitution. Und sie schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Ganz ehrlich, meine Auswahl dieses Buches im Buchladen wurde dadurch bestimmt, dass mich das Buch optisch fasziniert hat und zudem diesen kleinen Sticker " Frankfurter Buchmesse: Ehrengast China" trug. Ich liebe es, jedes Jahr im Herbst kurz vor der Messe im Buchladen am Tisch mit dem Empfehlungen zum Gastland zu stöbern. Zudem ist es selten, dass ein Buch eine solch kräftiges Lila trägt.
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