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3.0 von 5 Sternen
wilde Köche? Nö! Geheimtipps? Nö! Der Rest ist O.K., 9. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kochprofis. Einsatz am Herd: Die wilden Köche. 100 Rezepte, Geheimtipps und goldene Regeln (Gebundene Ausgabe)
Na ja, ein wenig "wild" sind sie dann doch, wenn damit "außergewöhnlich" oder "experimentierfreudig" gemeint ist. Das zeichnet aber wohl Sterneköche auch aus.
Die Geheimtipps à la "vom Sugo die doppelte Menge machen und davon die Hälfte einfrieren" oder "am liebsten nehme ich für dieses Gericht [...]" sind für mich Binsenweisheiten und persönliche Vorlieben, aber keine "Geheimtipps".
Wirklich interessante Tipps aus den TV-Folgen fehlen in dem Buch, z.B. diese drei, soweit sie mir noch korrekt in Erinnerung sind:
- Gemüse vorm Garen salzen, leicht zuckern, dann 10 Minuten ziehen lassen. Dadurch wird es weich und zieht etwas Wasser. In diesem Gemüsewasser dann gar schmoren.
- einer der Köche salzt Fleisch (kurz) vor dem Braten, obwohl es in vielen Kochbüchern heißt, erst hinterher salzen, damit das Fleisch nicht auslaugt. Fazit: bei korrektem Timing O.K., meiner Meinung nach schmeckt "nachgesalzen" auch nicht so gut. Außerdem: Fleisch vor dem Anbraten leicht zuckern, das gibt einen Karamellgeschmack und hebt den Eigengeschmack (=natürlicher Geschmacksverstärker)
- die 3 "S" beim Fisch: "säubern, säuern, salzen" wären Kochkunst der 50er/60er(?) Jahre. Das Säuern mit Zitronensaft zerstöre die Zellstruktur des Fischfleisches und mache es matschig. Es habe in der modernen Küche nichts zu suchen. Das habe ich selbst auch schon festgestellt, aber ich mag das Zitronenaroma beim Fisch. Also: Zitrone, wenn gewünscht, erst später dazugeben.
Die "goldenen Regeln" entpuppen sich als 7 Küchenregeln à la "schonend garen, schonend auftauen, Fleisch vorm Anschneiden ruhen lassen, Nudelwasser gut salzen und bloß keine künstlichen Geschmacksverstärker verwenden". Nix neues also.
Mir kommt es ein wenig so vor, dass der momentane Hype, diese Kochlust- Welle, noch schnell wirtschaftlich ausgenutzt werden soll. Wenig Bilder der Gerichte war ja schon bemängelt, stattdessen ganzseitige Farbfotos der Köche. Personenkult eben. Schade eigentlich.
"Die wilden Köche. 100 Rezepte, Geheimtipps und goldene Regeln"?
Wenigstens die Anzahl der Rezepte ist nicht übertrieben. Das andere schon.
20.12.2009 - Nachtrag:
was mir damals gar nicht aufgefallen ist: das Register/Rezeptverzeichnis ist im Grunde eine Frechheit.
Alphabetisch sortiert - aber wie! Z.B.: Kalbfleisch findet man unter "I": "In Rotwein pochiertes Kalbsfilet",
Schweinefleisch unter "R": "Rosarote Schweinemedaillons", Kartoffelsalat unter "U": "Unterfränkischer Kartoffelsalat", und so weiter.
Dadurch wird die Rezeptsuche sehr erschwert.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht wirklich alltagstauglich ..., 24. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kochprofis. Einsatz am Herd: Die wilden Köche. 100 Rezepte, Geheimtipps und goldene Regeln (Gebundene Ausgabe)
... ist der Großteil der Rezepte in diesem Kochbuch. Und auch von den "Geheimtipps" (darunter verstehe ich wirklich was anderes!) habe ich mir mehr erhofft. Zugegeben, einige Rezepte hören sich nicht schlecht an, sind dann doch aber eher was für Sterneköche. Und den Rest kennt man als einigermaßen versierte Köchin/Koch. Oder will es gar nicht kennen, denn Rouladen mit Blutwurst-Füllung muss ich wirklich nicht ausprobieren...
Außerdem finde ich es schade, dass den Köchen hier mehr Bedeutung beigemessen wird, als den Rezepten. Natürlich Geschmackssache, ich hätte aber lieber mehr Fotos von den Gerichten gehabt - mein Hobby heißt nämlich KOCHEN und nicht KÖCHE.
Fazit: Kann man kaufen, muss man aber nicht. Da gibt es bessere Kochbücher. Auch der Name Ralf Zacherl bürgt nicht immer für Qualität!
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42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschend !, 1. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Kochprofis. Einsatz am Herd: Die wilden Köche. 100 Rezepte, Geheimtipps und goldene Regeln (Gebundene Ausgabe)
Wer die Sendung und die Köche mit ihrem Charme liebt, wird in diesem Buch gnadenlos enttäuscht.
Tipps oder die raffinierten, aber dennoch einfachen Rezepte sind nicht vorhanden oder wenn überhaupt äußerst kurz gehalten. Die meisten Rezepte sprechen auf den ersten Blick nicht an und regen nicht zum nachkochen an. Auch sucht man verzweifelt altbekannte Tipps oder Rezepte aus der Sendung. Diese sind, wie erwähnt, nur sehr spärlich gehalten. Die Anmerkungen zur Vorratshaltung oder gar Kochgeschirr sind nicht als Ratschlag sondern als Lückenfüller zu werten, weil halt allen anderen Größen der Branche dies in ihren Büchern einbauen. Es wurden hier Tipps aber nur halbherzig für absolute Küchenlaien gemacht. Die wirklichen Tipps der Profis sucht man vergebens.
Zu guter Letzt muss man leider sagen, dass nur ein kleiner Teil der Rezepte bebildert ist, was auch nicht gerade für ein heuausragendes Kochbuch spricht. Auch sind Rezepte aus anderen Kochbüchern schon ähnlich benannt.
Alles in allem eine Enttäuschung.
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