Die Klavierspielerin 2005

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Erika Kohut ist ein Sonderling: Einsam lebt die Piano-Professorin mittleren Alters in einer kleinen Wohnung mit ihrer Mutter. Liebesbeziehungen sind der nach außen völlig gefühlslosen Schubert-Verehrerin völlig fremd.

Darsteller:
Isabelle Huppert,Annie Girardot
Laufzeit:
2 Stunden, 5 Minuten

Verfügbar auf unterstützten Geräten

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Details zu diesem Titel

Genre Drama
Regisseur Michael Haneke
Darsteller Isabelle Huppert, Annie Girardot
Nebendarsteller Susanne Lothar
Studio Arte
Altersfreigabe Freigegeben ab 16 Jahren
Verleihrechte 48 Stunden Nutzungszeitraum. Details
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen und auf zwei Geräte herunterladen Details
Format Amazon Instant Video (Streaming und digitaler Download)

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT am 14. Juli 2005
Format: DVD
"Die Klavierspielerin" zeigt uns einige Tage im Leben einer seelisch gestörten Frau, die sowohl Opfer als Täter ist. Isabelle Huppert spielt brillant die Rolle der Erika Kohut, einer Klavierlehrerin mittleren Alters an einem Musik-Kolleg in Wien. Annie Giradot ist nicht weniger effektiv in der Darstellung ihrer dominierenden und wachsamen Mutter. Die zwei Frauen misshandeln einander sowohl physisch als auch verbal. Diese Beziehung stagniert schon lange und gerät in ihre Krise mit dem Fortschreiten des Films. Erika ist nicht in der Lage, die unsichtbaren Bindungen zu zerreißen, welche sie an ihre Mutter fesseln. Stattdessen versucht sie wie ein Kind, das nie erwachsen geworden ist, ihrer Mutter weiterhin zu gefallen zu sein, ist aber zunehmend innerlich getrieben, heimlich sexuelle Phantasien auszuleben. Die Mutter zeigt sich nicht in der Lage, die tief sitzenden Verdrängungsprozesse, von denen ihre Tochter aufgefressen wird, wahrzunehmen. Was sie einzig sieht, ist eine von Wut zerfressene, hasserfüllte Person, von der sie häufig angelogen und betrogen wird. Erikas sexuelle Frustrationen nehmen die Form eines physischen und psychologischen Selbsthasses an. Sie besucht Porno-Shops um sich selbst zu erniedrigen und sie nimmt Verstümmelungen an ihrem Körper vor, um sich abzulenken von der intensiv erlebten seelischen Qual, unter der sie beständig leidet. An ihrer Schule schlägt ihre innere chronische Wut nach außen um in Beschimpfung derjenigen Schüler, die nicht in der Lage sind, das von ihr geforderte künstlerische Niveau zu erreichen. Was aussieht wie die angeberisch aufgeblasene Wichtigkeit ihrer eigenen künstlerischen Fähigkeiten maskiert ihre wirkliche Frustration über ihre pianistische Zweitrangigkeit.Lesen Sie weiter... ›
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ray TOP 1000 REZENSENT am 10. November 2008
Format: DVD
Die Enddreissigerin Erika Kohut ist Klavierlehrerin am Wiener Konservatorium. Noch immer lebt sie mit ihrer Mutter zusammen in einer Wohnung, teilt sogar das Ehebett. Dabei ist sie einer ständigen Kontrolle, grossem Misstrauen ausgesetzt. Einerseits ist Erika eine unnahbare, aber selbstbewusst auftretende Zynikerin, die vor allem bei ihren Klavierschülern eine extreme Macht ausübt. Sie legt Schwächen im Spiel schonungslos und kränkend bloss.
Ihre Sexualität findet lustbringend ganz im Geheimen statt, Erika sucht Peepshows und Erotikshops auf. Schaut im Autokino nach Paaren Ausschau, die es miteinander treiben....die Lust ist geprägt von voyeuristischen, autoaggressiven und masochistischen Anteilen. Die Handlungen bleiben seltsam theoretisch.
Mit dem Auftauchen des jungen Walter Klemmer ist die einsame Erika überraschend mit dem Thema Nähe konfrontiert, reagiert zunächst abweisend. Obwohl gleich von Anfang an Feuer in der Luft liegt. Dann kommt es doch zum sexuellen Erlebnis - ein Fallenlassen ist Erika aber nicht möglich. Sie versucht den Ablauf zu steuern, um Kontrolle auszuüben und diese Kontrolle auch nie zu verlieren.
Der junge Mann liebt und muss in einem zweiten Anlauf dann auch noch verkraften, dass die geheimen Wünsche Erikas darin liegen, dass sie körperliche Gewalt spüren möchte....und eh wir uns versehen sind wir in der Hölle angelangt.
Ein verstörender Stoff, den Michael Haneke nach der Romanvorlage von Elfriede Jelinek hier verfilmt hat. Fast schon emotionslos, zumindest aber sehr kühl und pragmatisch, lässt er uns an einem neurotischen Treiben der tragischen Heldin teilhaben, ein Blick auf den Seziertisch.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 8. November 2002
Format: DVD
Hut ab vor der filmischen Umsetzung des Romans von Elfriede Jelinek, und vor allem vor der schauspielerischen Glanz- und Höchstleistung und dem Mut von Isabelle Huppert! Es gelingt ihr, indem sie sich selbst bis fast zur Selbstaufgabe entblößt und preisgibt, den tiefsten Abgründen und der Zerrissenheit einer Menschenseele Ausdruck zu verleihen. Respekt! Welche Kraft muß sie diese Rolle gekostet haben?, welch eine Herausforderung muß diese dargestellt haben?
Daß ein solcher Stoff polarisieren muß, ist nicht verwunderlich, er stellt eine Provokation, eine Herausforderung und ein Wagnis dar, aber weshalb der Vertreiber des Films plakativ und in Großbuchstaben mit "OBSZÖN, SKANDALÖS, PERVERS!" auf dem Cover hausieren geht, will mir nicht in den Kopf. Soll hiermit eine bestimmte Käuferklientel geködert werden? Dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt; Spießbürger, die nicht zu ihren eigenen Schwächen und Seelenabgründen stehen können, diese vielleicht nicht einmal kennen, werden sowohl Buch als auch Film verreißen; es ist dies kein Stoff für die breite Masse, die nichts erwartet als billig unterhalten zu sein.
Buch und Film ergänzen sich auf spannende, intensive Weise, wobei es nicht einmal so sehr um Bilder geht, sondern um Töne. Wo das Buch mediumsbedingt stumm bleiben muß, hört man im Film all die klassischen Musikstücke, die eine doch so große Rolle spielen und eine ungeahnte Authentizität erzeugen.
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